Was Tischtennis-Wetten online in Deutschland wirklich kosten
Tischtennis ist im Wettprogramm deutscher Buchmacher eine Randerscheinung. Die Spiele sind kurz, die Märkte schmal, und ein Großteil der Wettbewerbe fällt durch das Raster der deutschen Regulierung. Wer trotzdem online auf Tischtennis wetten will, zahlt dafür auf mehreren Ebenen: in der Quote steckt eine Marge, auf jeden Einsatz eine Wettsteuer, auf jeden Monat ein Einzahlungslimit, und auf das gesamte Vergnügen der Umstand, dass die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder nur Anbieter mit deutscher Erlaubnis zulässt.

Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.
Spielplan, Sport und Wettmärkte: was überhaupt angeboten wird
Tischtennis ist seit den Olympischen Spielen 1988 in Seoul olympisch. Neben den Spielen um Gold, Silber und Bronze tragen der Weltverband ITTF, gegründet 1926 in Berlin, Weltmeisterschaften, einen World Cup und die World Tour Grand Finals aus. Hinzu kommen kontinentale Titelkämpfe, Profiligen in mehreren europäischen Ländern sowie nationale Ligen. Welche dieser Wettbewerbe ein deutscher Buchmacher ins Programm nimmt, hängt nicht allein vom sportlichen Rang ab.

Die Bundesliga der Herren und Damen gehört zum Kernangebot vieler Anbieter. Internationale Turniere wie WTT-Events folgen dicht dahinter. Spiele aus Asien, Russland oder unterklassige Ligen tauchen im Programm lizenzierter deutscher Anbieter dagegen selten auf. Das hat einen handfesten Grund: Die GGL schließt Wetten auf Ereignisse aus, an denen überwiegend Amateure oder Minderjährige beteiligt sind. Was unterhalb der 3. Liga im Fußball gilt, wenden die Aufsichtsbehörden auf andere Sportarten entsprechend an.
Aus diesem Grund ist das deutsche Wettprogramm für Tischtennis schmaler, als es die globale Sportlandschaft hergäbe. Ein Leser, der gewohnt ist, auf Partien aus der russischen Superliga oder der chinesischen TTBL zu wetten, wird auf der Whitelist kaum einen Anbieter finden, der diese Wettbewerbe anbietet. Was bleibt, ist eine Konzentration auf das, was die Aufsicht zulässt: Bundesliga, europäische Vereinswettbewerbe, internationale Turniere.
Eine Wette auf das Ergebnis eines Tischtennisspiels ist damit nicht nur eine Wette auf den Sieger. Die gängigen Märkte umfassen:
- Siegwette (1/2): Welcher Spieler gewinnt das Spiel? Im Best-of-five-Modus reichen drei Gewinnsätze, im Best-of-seven-Modus vier. Diese Option steht bei fast jedem lizenzierten Anbieter im Programm.
- Satzwette: Welcher Spieler gewinnt einen bestimmten Satz? Verbreitet, allerdings nicht überall.
- Handicap-Wette: Ein Spieler beginnt mit virtuellem Bonzin oder Bonzin auf dem Vorderer. Diese Wette setzt voraus, dass der Buchmacher das Handicap anbietet, was bei Tischtennis seltener vorkommt als bei Fußball oder Basketball.
- Über/Unter: Wie viele Sätze werden gespielt? Bei Best-of-five kann ein Spieler das Spiel in drei Sätzen gewinnen (Unter) oder es geht über vier oder fünf Sätze (Über).
- Live-Wetten: siehe den Abschnitt „Live-Wetten und Cash Out: was bleibt von der Werbung übrig“ – das Spektrum ist enger, als die Werbung suggeriert.
Der Modus bestimmt das Wettangebot mit. Wo Best of five gespielt wird, ist ein 3:0-Ergebnis eines klaren Favoriten wahrscheinlicher als bei Best of seven, wo die längere Distanz einen Außenseiter öfter ins Spiel zurückbringt. Ein Leser, der auf einen klaren Favoriten mit Handicap wettet, sollte wissen, in welchem Modus das Spiel ausgetragen wird.
Grundregeln des Spiels: warum Satzverlauf und Aufschlag die Quote bewegen
Wer auf Tischtennis wettet, ohne die Regeln zu kennen, wettet blind. Das ist banal, aber es erklärt, warum die Quoten auf klare Favoriten oft nicht so niedrig sind, wie sie auf den ersten Blick aussehen.

Ein Satz endet, sobald ein Spieler 11 Punkte erreicht und mit mindestens zwei Punkten Vorsprung führt. Bei 10:10 wird verlängert, bis ein Spieler die besagten zwei Punkte Vorsprung hat – ein 12:10, 13:11, 17:15 ist möglich. Der Aufschlag wechselt nach jeweils zwei Punkten, bei 10:10 nach jedem Punkt. Im letzten Satz werden die Seiten gewechselt, sobald ein Spieler fünf Punkte erreicht hat – das ist eine kleine Erschwernis, weil der bisherige Vorteil des Aufschlagrechts plötzlich auf der anderen Seite liegt.
Bis 2001 wurde im Tischtennis bis 21 Punkte gespielt, mit Aufschlagwechsel nach fünf Punkten. Die Verkürzung auf 11 Punkte pro Satz hat das Spiel schneller, aber nicht unbedingt quotenfreundlicher gemacht. Ein Rückstand von 0:8 ist heute kaum noch aufzuholen; ein Rückstand von 0:5 im fünften Satz kann durch den Seitenwechsel noch kippen.
Die Spielmaterialien sind seit Jahren standardisiert. Der Ball hat einen Durchmesser von 40 mm und wiegt 2,7 g. Seit dem 1. Januar 2018 werden nur noch Kunststoffbälle produziert, nachdem die ITTF den Plastikball bereits 2014 beschlossen hatte. Die Platte misst 2,74 m in der Länge und 1,525 m in der Breite und liegt 76 cm über dem Boden; das Netz ist 15,25 cm hoch. Diese Maße sind nicht bloße Zahlen für den Sport – sie beeinflussen, wie vielseitig ein Spiel ist und damit auch, wie vorhersagbar ein Ergebnis erscheint.
Im Punktspielbetrieb wird im Modus Best of five gespielt, bei großen Turnieren im Modus Best of seven. Diese Information ist entscheidend, wenn der Leser die Quote eines Buchmachers richtig einordnen will. Ein Match im Best-of-seven-Modus zwischen zwei ähnlich starken Spielern hat eine höhere Wahrscheinlichkeit, in vier oder fünf Sätzen zu enden – die Quote auf einen Außenseitersieg steigt, aber gleichzeitig auch das Risiko für den, der auf den klaren Favoriten setzt.
Rechtliche Lage in Deutschland: was die GGL erlaubt und was sie verbietet
Die zentrale Adresse für die Frage, ob ein Anbieter in Deutschland Sportwetten anbieten darf, ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Sie führt die sogenannte Whitelist nach § 9 Abs. 8 des Glücksspielstaatsvertrags 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Auf dieser Liste stehen ausschließlich Anbieter, die eine deutsche Erlaubnis für Sportwetten im Internet besitzen.
Stand der Whitelist am 2. Oktober 2026: 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich für Pferdewetten) sowie drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – was umgekehrt nicht heißt, dass jede .de-Domain eine Erlaubnis hätte. Eine deutsche Domain allein beweist gar nichts. Wer prüfen will, ob ein Anbieter legal ist, schaut auf die Whitelist der GGL, nicht auf das Impressum der Website.
Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre. Die Whitelist zeigt aber ausschließlich Ausstellungsdaten, niemals ein Enddatum. Wer nachschaut, ob eine Erlaubnis noch gilt, prüft, ob die Domain weiterhin auf der Liste steht – ein abgelaufenes Dokument wird von der GGL aus der Liste entfernt, nicht mit einem Enddatum versehen.
Für Tischtennis bedeutet die Regulierung vor allem drei Dinge:
- Keine Amateur- und keine Jugendveranstaltungen. Wetten auf Spiele, an denen überwiegend Amateure oder Minderjährige beteiligt sind, sind ausgeschlossen. Was im Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateur gilt, wenden die Aufsichtsbehörden auf andere Sportarten entsprechend an. Das begrenzt das Wettprogramm für Tischtennis deutlich.
- Eingeschränkte Live-Wetten. Während eines laufenden Spiels darf nur auf das Endergebnis gewettet werden oder auf Ereignisse, die in dieser Sportart selten vorkommen – beim Tennis etwa der nächste Satz, nicht der nächste Punkt; beim Basketball der nächste Korb, nicht jeder Punkt. Für Tischtennis ist die Live-Wette damit faktisch auf das Endergebnis reduziert.
- Keine Wetten auf Esports oder virtuelle Sportarten. Die GGL stellt klar, dass Wetten auf Esports nicht möglich sind, weil Esports nicht als Sport anerkannt wird. Virtuelle Sportarten sind nicht etabliert; über ihre Zulässigkeit schweigt die Aufsicht.
Was die Wettsteuer kostet. Die Sportwettensteuer ist eine eigene Materie. Sie ergibt sich aus §§ 16-25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes, beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ und wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler. Aus 5,3 % von 105,3 % wird rechnerisch ein Satz von etwa 5,03 % des Einsatzes. Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Kunden weitergibt, entscheidet jeder Anbieter selbst – einige ziehen sie direkt vom Einsatz ab, andere reduzieren die Gewinnquote. Die Steuer wird auch von Anbietern ohne deutsche Erlaubnis abgeführt; eine bezahlte Steuer ist kein Beleg für eine Lizenz.
Offshore-Anbieter und ihre Folgen. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis betreiben in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel im Sinne von § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung. Strafrechtlich sieht das Gesetz vor: Organisation bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe, Werbung bis zu einem Jahr, Teilnahme bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Strafverfahren gegen einzelne Spieler sind nicht bekannt – weder ein Freifahrtschein noch eine Drohung, die sich dramatisiert.
Zivilrechtlich hat der Bundesgerichtshof dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) es grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten. Eine Ausnahme sieht er, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Diese Frage ist offen. Kein Leser sollte auf eine Rückzahlung wetten.
Spielerschutz: was jeder lizenzierte Anbieter einhalten muss
Die deutsche Regulierung verbindet die Lizenz mit Pflichten, die jeder Anbieter auf der Whitelist einhalten muss. Sie gelten unabhängig von der Sportart und unabhängig davon, ob der Leser auf Tischtennis oder Fußball wettet.
Mindestalter und Identitätsprüfung. Teilnehmen darf nur, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter das Spielen für maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € erlauben – ohne Auszahlungen. Pro Anbieter ist ein Konto erlaubt, und die Verifizierung umfasst die volle Identitätsprüfung (§ 6a).
Einzahlungslimit und LUGAS. Das standardmäßige Einzahlungslimit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter. Die Einhaltung wird über die Limitdatei von LUGAS durchgesetzt. Ein Anbieter darf für einen Spieler ein höheres Limit festlegen – bis 10.000 €, in Ausnahmefällen bis 30.000 € für maximal ein Prozent seiner aktiven Spieler – aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.
OASIS und Selbstsperre. OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem. Bei Registrierung und Login wird es abgefragt. Eine Selbstsperre, bei der der Spieler einen Zeitraum nennt, dauert mindestens drei Monate; ohne Zeitangabe mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus.
Parallelspiel und Aktivitätsdatei. Paralleles Spielen bei verschiedenen Anbietern ist nach § 6h verboten; die Aktivitätsdatei von LUGAS verhindert, dass ein Spieler gleichzeitig bei mehreren Anbietern aktiv ist.
Zahlungen. Erlaubt sind ausschließlich Zahlungen von einem Konto, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaidkarten – sind damit ausgeschlossen. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, entscheidet der Anbieter selbst.
Spielerguthaben. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Diese Regeln gelten nur für Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Offshore-Anbieter sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen. Wer dort spielt, hat keinen Zugriff auf die deutsche Selbstsperre, kein standardisiertes Einzahlungslimit, keine Treuhandsicherung.
Wie eine Tischtennis-Prognose entsteht – und warum sie keine Gewissheit ist
Eine Prognose ist eine Schätzung, keine Vorhersage. Wer auf Tischtennis wettet, hat drei Klassen von Informationen zur Verfügung: die Form der Spieler über die letzten Wochen, die direkten Duelle zwischen den beiden Kontrahenten und die Tagesform, sichtbar am Verlauf der ersten Sätze. Hinzu kommen Rahmenbedingungen – Belag des Tisches, Hallenhöhe, Reisebelastung, Verletzungen –, die nicht in jeder Statistik auftauchen, aber das Ergebnis verschieben können.
Was eine Value-Wette von einem Bauchgefühl unterscheidet, ist nicht die Quelle der Information, sondern die Rechnung. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die Wahrscheinlichkeit, die der Leser einem Ergebnis zuschreibt, höher ist als die Wahrscheinlichkeit, die in der Quote steckt. Bei einer Quote von 2,10 liegt die „faire“ Wahrscheinlichkeit für einen Außensinn bei etwa 47,6 % – was umgekehrt bedeutet, dass der Buchmacher nur dann verliert, wenn der Spieler dem Außensinn tatsächlich mehr als 47,6 % Wahrscheinlichkeit gibt.
In der Praxis liest sich das so: Wer dem Spieler A eine 60 %-ige Siegwahrscheinlichkeit gibt, der Buchmacher aber nur 50 %, liegt bei einer Quote von 2,10 im Plus – vorausgesetzt, die eigene Einschätzung ist tatsächlich treffsicherer als die des Marktes. Genau hier liegt die Schwierigkeit. Die Quote spiegelt die Einschätzung vieler Marktteilnehmer wider, einschließlich professioneller Wett-Syndikate. Ein Leser, der ohne tiefes Spezialwissen eine Value-Wette sucht, schätzt in der Regel schlechter als der Markt.
Was bleibt, ist eine ehrliche Aufstellung der eigenen Annahmen. Wer weiß, dass ein Spieler bei Hallenhöhe regelmäßig schwächelt, der darf das in seine Schätzung einpreisen. Wer nur das letzte Ergebnis gesehen hat, der hat eine Datenbasis, die nicht breit genug ist, um eine Quote zu schlagen. Die Konsequenz: Viele Tipps sind letztlich Varianten des Bauchgefühls, nur mit mehr Zahlen unterlegt. Sie bleiben Schätzungen.
Satzverlauf und Handicap. Im Best-of-five-Modus kippt ein 0:2-Rückstand nach Sätzen statistisch selten. Wer auf einen klaren Favoriten mit Satz-Handicap wettet, akzeptiert bewusst das Risiko des frühen Verlusts. Wer umgekehrt auf einen Außenseiter mit positivem Satz-Handicap wettet, der wettet darauf, dass der Außenseiter einen Satz gewinnt – nicht das Spiel. Diese Märkte sind liquider, weil sie seltener sind, und die Quoten entsprechend weniger effizient.
Wettsteuer und Auszahlung: was von der Quote wirklich übrig bleibt
Eine Quote ist nicht das, was am Ende auf dem Konto landet. Eine Quote von 1,90 bei einem Einsatz von 100 € verspricht 190 € Rückzahlung – brutto. Davon geht die Wettsteuer ab, sofern der Anbieter sie an den Kunden weitergibt. Die meisten deutschen Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, einige wenige reduzieren die Gewinnquote.
Für die Auszahlung gilt eine einfache Rechnung: Auszahlung = Einsatz × Quote. Der Nettogewinn ergibt sich aus Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps zu einer Gesamtquote. Das Risiko vervielfacht sich ebenso: Verliert auch nur ein Tipp, ist die gesamte Kombiwette verloren.
Ein Beispiel: Drei Einzelwetten zu Quoten von 1,80, 2,20 und 1,50 ergeben eine Gesamtquote von 5,94. Ein Einsatz von 10 € zahlt im Erfolgsfall 59,40 € aus, der Nettogewinn beträgt 49,40 €. Verliert ein Tipp, verfällt die gesamte Wette.
Die Marge des Buchmachers ist der Preis, den der Leser für jede Wette zahlt – unabhängig vom Ausgang. Bei einer Zwei-Wege-Wette mit beiden Quoten auf 1,90 liegt die Auszahlungsquote rechnerisch bei etwa 94,7 %, die Marge entsprechend bei rund 5,3 %. Bei drei Wegen (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) mit Quoten von 1,80, 3,40 und 4,50 liegt die Auszahlungsquote niedriger, die Marge höher. Konkret: 1 ÷ (1/1,80 + 1/3,40 + 1/4,50) ≈ 0,8909 – die Marge beträgt etwa 10,9 %. Eine Wette zu diesen Quoten gibt rund 89 Cent von jedem Euro Einsatz an die Spieler zurück, der Rest bleibt als Buchmachergewinn.
Diese Spanne – zwischen rund 5 % bei Zwei-Wege-Märkten und 10 % oder mehr bei Drei-Wege-Märkten – ist die Rechnung des Buchmachers. Sie gilt für jede Wette, bei jedem Anbieter, in jeder Sportart. Sie ist der Grund, warum auf Dauer nur die Buchmacher gewinnen.
Einordnung der Anbieter
Die folgende Tabelle sortiert zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis nach dem Datum ihrer Sportwetten-Erlaubnis. Sie ist keine Empfehlung, kein Ranking nach Qualität – sie zeigt, wer wann eine Erlaubnis erhalten hat und welcher Inhaber hinter der Domain steht.
| Anbieter | Whitelist-Status | Inhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| Interwetten | Whitelist GGL, Sportwetten | Interwetten Gaming Limited, Sliema, Malta | 02.11.2020 |
| VBet | Whitelist GGL, Sportwetten | SCGO Limited, St. Julian’s, Malta | 05.12.2023 |
| bet365 | Whitelist GGL, Sportwetten | Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta | 09.10.2020 |
| Tipwin | Whitelist GGL, Sportwetten | Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| Betway | Whitelist GGL, Sportwetten | Betway Limited | 09.03.2021 |
| MERKUR BETS | Whitelist GGL, Sportwetten | Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s, Malta | 06.11.2023 |
| Tipico | Whitelist GGL, Sportwetten | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | Whitelist GGL, Sportwetten | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| NEO.bet | Whitelist GGL, Sportwetten | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| LeoVegas | Whitelist GGL, Sportwetten | LVSports Limited | 21.10.2024 |
Das Datum der Ersterlaubnis verrät nichts über die Qualität des Wettangebots, sondern nur, wie lange der Anbieter bereits unter deutscher Aufsicht steht. Alle genannten Anbieter erfüllen die Pflichten aus dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 – LUGAS-Einzahlungslimit, OASIS-Selbstsperre, vollständige Identitätsprüfung, Treuhandsicherung. Wer unter diesen Anbietern wählt, wählt innerhalb eines geschlossenen Rahmens; die Unterschiede liegen in den Märkten, den Quoten und den Bedienfunktionen, nicht in der Lizenz.
Interwetten – Erlaubnis seit 2020, Anbieter mit langer Historie
Die Whitelist führt Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für Interwetten. Die Ersterlaubnis datiert auf den 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 27. Dezember 2022 erteilt.
Interwetten gehört zu den Anbietern, die das Tischtennis-Programm nicht in den Vordergrund stellen. Die deutsche Regulierung schränkt das Angebot an Amateur- und Jugendveranstaltungen ein; Interwetten konzentriert sich auf das, was die Aufsicht zulässt. Die Quote auf klare Favoriten liegt im üblichen Rahmen; für Value-Sucher ist die Marge auf Drei-Wege-Märkten entscheidend. Wer gezielt nach Tischtennis-Quoten sucht, prüft das aktuelle Wettprogramm vor dem Tipp. Der Vorteil von Interwetten liegt in der Beständigkeit – lange Marktpräsenz, mehrere Erlaubnisverlängerungen, klare Lizenzlage.
VBet – junger Anbieter mit klarer Lizenz, schmalem Tischtennis-Profil
Die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, Portomaso, St. Julian’s, Malta, betreibt die Sportwetten unter VBet. Die GGL verzeichnet die Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023.
VBet ist im deutschen Markt vergleichsweise jung. Die Frage für Tischtennis-Wetter ist, wie breit das Sportprogramm ausfällt. Bei einem Anbieter, der erst seit Ende 2023 eine deutsche Erlaubnis hat, lohnt sich vor dem Tipp der Blick in das aktuelle Wettprogramm – insbesondere auf die Frage, ob Live-Wetten auf das Endergebnis angeboten werden, was bei Tischtennis den einzigen zulässigen Live-Markt darstellt. Wer einen Anbieter mit klarer Lizenz und ohne Altlasten sucht, findet in VBet einen Anbieter, der die deutschen Spielregeln einhalten muss.
bet365 – etablierter Anbieter mit umfangreichem Wettprogramm
Die Whitelist führt Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für bet365. Die Ersterlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 27. Dezember 2022 erteilt.
bet365 ist im internationalen Wettmarkt einer der größten Anbieter; das schlägt sich in der Regel in einer breiteren Marktpalette nieder, auch im Tischtennis. Die konkrete Frage ist, welche Turniere und Ligen angeboten werden und wie die Quoten im Vergleich zu Wettbewerbern liegen. Bei einem Anbieter dieser Größe liegt die Vermutung nahe, dass die Standardmärkte – Siegwette, Satzwette, Handicap – abgedeckt sind; ein konkreter Blick ins aktuelle Programm vor der Wette bleibt aber unverzichtbar. Der Vorteil: Die Lizenz steht seit 2020 ohne Unterbrechung.
Tipwin – Partner des Deutschen Basketball Bundes
Die Whitelist führt Tipwin Limited als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für Tipwin. Die Ersterlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnisse wurden am 27. Dezember 2022 und am 9. Januar 2024 erteilt.
Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes; die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Diese Partnerschaft gibt einen Hinweis auf das Sportprofil des Anbieters – Basketball steht im Vordergrund, nicht Tischtennis. Wer einen Anbieter sucht, der Tischtennis als Kernsport betreibt, wird bei Tipwin möglicherweise weniger Auswahl finden als anderswo. Die Lizenz ist solide, die Erlaubnis mehrfach verlängert.
Betway – Cash Out und Wettkonfigurator im Fußball
Die Whitelist führt Betway Limited als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für Betway. Die Ersterlaubnis datiert auf den 9. März 2021, eine Folgeerlaubnis wurde am 23. Dezember 2022 erteilt.
Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Diese Funktionen sind im Fußball verwurzelt; für Tischtennis-Wetter sind sie weniger relevant, weil das Tischtennis-Programm in der Regel nicht die gleiche Tiefe erreicht. Was bleibt, ist die Lizenz, das Cash-Out-Feature und die Einhaltung der deutschen Spielregeln.
MERKUR BETS – Anbieter der Gauselmann-Gruppe
Die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, betreibt die Sportwetten unter MERKUR BETS. Die GGL führt die Erlaubnis seit dem 6. November 2023.
MERKUR BETS gehört zur Gauselmann-Gruppe, die in Deutschland vor allem für Spielhallen und Geldspielgeräte bekannt ist. Im Sportwettenmarkt ist der Anbieter entsprechend neu. Die Lizenz steht seit 2023, das Tischtennis-Programm muss sich an der gleichen Regulierung messen lassen wie alle anderen Anbieter. Wer einen Anbieter mit konzernweiter Struktur und deutscher Verankerung sucht, findet ihn hier; ob das Tischtennis-Angebot die eigene Erwartung erfüllt, zeigt das Wettprogramm vor dem ersten Tipp.
Tipico – Ziel des EuGH-Verfahrens zur Rückzahlung
Die Whitelist führt Tipico Co. Limited als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für Tipico. Die Ersterlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 9. Dezember 2022 erteilt.
Tipico ist Ziel des Verfahrens, in dem der Bundesgerichtshof dem EuGH die Frage vorgelegt hat, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück; das Verfahren liegt seit Juli 2024 beim EuGH, die Schlussanträge des Generalanwalts liegen seit März 2026 vor. Wichtig für die Einordnung der Lizenz: Tipico besitzt die deutsche Erlaubnis seit 2020, das Verfahren betrifft die Frage der Rückzahlung in der Übergangszeit. Die Tipico-App bewirbt Cash Out und Live-Wetten während laufender Spiele – die konkrete Umsetzung für Tischtennis ergibt sich aus dem aktuellen Wettprogramm.
AdmiralBet – österreichische Gruppe mit deutscher Erlaubnis
Auf der Whitelist ist für AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022.
AdmiralBet gehört zur Novomatic-Gruppe, einem österreichischen Glücksspielkonzern. Die deutsche Erlaubnis steht seit 2020 und wurde mehrfach verlängert; die letzte Erlaubnis datiert auf Juli 2024. Für Tischtennis-Wetter bedeutet das: Lizenz steht, Sportwetten-Erlaubnis ist aktuell, das konkrete Wettprogramm zeigt, welche Märkte angeboten werden. Der Vorteil gegenüber neueren Anbietern liegt in der Erlaubnishistorie – wer Wert auf eine längere Marktpräsenz legt, findet sie hier.
NEO.bet – Anbieter mit deutscher Verwurzelung
Auf der Whitelist ist für NEO.bet die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022.
NEO.bet positioniert sich als Anbieter mit deutschem Hintergrund; die Lizenz steht seit 2020 und wurde 2022 verlängert. Für Tischtennis-Wetter entscheidend ist wieder das aktuelle Wettprogramm – welche Turniere, welche Märkte, welche Quoten. Die Lizenz selbst steht außer Frage; sie wurde mehrfach bestätigt.
LeoVegas – jüngste Erlaubnis im Vergleich
Auf der Whitelist ist für LeoVegas die LVSports Limited als Betreiberin geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023.
LeoVegas ist vor allem als Casino-Anbieter bekannt; die Sportwetten-Erlaubnis ist mit Stand Oktober 2024 die jüngste im Vergleich dieser zehn Anbieter. Für einen Anbieter mit junger Sportwetten-Erlaubnis ist die Frage, wie tief das Sportprogramm tatsächlich ausfällt. Ein Blick ins aktuelle Wettprogramm vor dem ersten Tipp ist bei diesem Anbieter besonders ratsam.
Werbung, Bonus und das, was die Werbung verschweigt
Werbung für Sportwetten darf in Deutschland nur ein Anbieter mit Erlaubnis machen (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Ein Werbeverbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino – nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gelten andere Regeln: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.
Der Staatsvertrag enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt. Beträge, Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist stehen allein in den AGB des jeweiligen Anbieters. Ein Bonus ist eine Werbeaussage mit Bedingungen – die Bedingungen entscheiden, was der Bonus tatsächlich kostet.
Ein typisches Willkommensangebot verspricht einen prozentualen Aufschlag auf die erste Einzahlung, gebunden an eine Mindestquote und einen Umsatzfaktor, der die Bonussumme mehrfach durchgerechnet werden lässt. Wer das Angebot annimmt, ohne die Bedingungen zu lesen, wettet am Ende gegen die eigenen Erwartungen: Die geforderte Mindestquote filtert die meisten Wettmärkte aus, der Umsatzfaktor verlängert die Bindung an den Anbieter, eine Frist setzt das Zeitfenster.
Die Schlussrechnung eines Bonus sieht so aus: Wer 100 € einzahlt und 100 € Bonus erhält, muss bei einem Umsatzfaktor von 5 × (Bonus + Einzahlung) einen Umsatz von 1.000 € erzeugen, davon mindestens ein bestimmter Anteil zu Quoten, die der Anbieter vorgibt. Bei einer durchschnittlichen Marge von 5 % kostet dieser Umsatz den Leser rechnerisch rund 50 € – statistisch, nicht garantiert. Wer den Bonus vor Ablauf der Frist nicht vollständig umgesetzt hat, verliert Bonus und daraus entstandene Gewinne. Das ist die Rechnung hinter der Werbung.
Winamax bewirbt auf seiner Website „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage zu den Quoten verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Studie deckt nicht alle Sportarten ab; für Tischtennis ist sie kein Beleg. Wer die Aussage ernst nimmt, prüft sie selbst anhand des aktuellen Wettprogramms.
Ein Werbeversprechen, das nach Eigenrecherche nicht standhält, ist kein Grund, den Anbieter zu wechseln – aber ein Grund, der Werbung zu misstrauen. Die ehrliche Lektüre jedes Bonus ist die AGB, nicht der Werbetext.
Live-Wetten und Cash Out: was bleibt von der Werbung übrig
Live-Wetten sind während eines laufenden Spiels erlaubt, allerdings eingeschränkt: nur auf das Endergebnis oder auf Ereignisse, die in dieser Sportart selten vorkommen. Für Tischtennis heißt das: Die Live-Wette ist faktisch auf das Endergebnis reduziert. Wer auf den nächsten Punkt wetten will, findet keinen lizenzierten deutschen Anbieter, der das anbietet.
Cash Out ist eine Funktion, die der Anbieter anbietet, kein Gesetz. Es gibt keine gesetzliche oder GGL-Vorgabe dazu; was Cash Out leistet und zu welchen Bedingungen, steht in den AGB des Anbieters. Bei Betway erscheint das grüne Cash-Out-Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Welche Wetten cash-out-fähig sind und zu welchem Kurs, entscheidet der Anbieter im Einzelfall.
Sportingbet bietet im Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten an; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Tischtennis taucht in dieser Liste nicht auf – was nicht heißt, dass Sportingbet keine Tischtennis-Wetten anbietet, sondern dass Tischtennis in der Übersicht der genannten Sportarten nicht hervorgehoben wird.
Winamax bietet mit Winamax TV Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von der NBA und der NFL im eigenen Kundenkonto an. Tischtennis-Streams sind in dieser Liste nicht enthalten. Wer Tischtennis live verfolgen will, ist auf die Übertragungen der jeweiligen Wettbewerbe angewiesen, etwa die Streams der WTT-Turniere.
Häufig gestellte Fragen
Bieten lizenzierte deutsche Anbieter Wetten auf Tischtennis an, und wie lässt sich das auf der GGL-Whitelist prüfen?
Ja, lizenzierte deutsche Anbieter bieten Wetten auf Tischtennis an, soweit die Wettbewerbe den Regularien entsprechen. Geprüft wird das über die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, die auf ihrer Webseite öffentlich einsehbar ist. Die Liste führt für jede Domain den Inhaber und das Datum der Erlaubnis.
Welche Tischtennis-Ereignisse sind für Wetten in Deutschland ausgeschlossen?
Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Amateuren oder Minderjährigen sind ausgeschlossen. Die GGL wendet die Schwelle, die im Fußball bei der 3. Liga liegt, auf andere Sportarten entsprechend an. Spiele unterklassiger Ligen oder Jugendveranstaltungen werden in der Regel nicht angeboten.
Wie viele Gewinnsätze braucht ein Spieler, und welche Rolle spielt das bei Satzwetten und Handicaps?
Im Punktspielbetrieb wird Best of five gespielt, also drei Gewinnsätze; bei großen Turnieren Best of seven, also vier Gewinnsätze. Bei Satzwetten wird auf das Ergebnis eines einzelnen Satzes gewettet; bei Handicap-Wetten erhält ein Spieler einen virtuellen Vor- oder Rückstand. Modus und Satzanzahl beeinflussen die Quote erheblich.
Welche Live-Wetten sind während eines Tischtennisspiels nach dem Glücksspielstaatsvertrag zulässig?
Während eines laufenden Spiels darf nur auf das Endergebnis gewettet werden oder auf Ereignisse, die in dieser Sportart selten vorkommen. Für Tischtennis bedeutet das faktisch eine Reduktion auf das Endergebnis. Wetten auf den nächsten Punkt oder den nächsten Satz sind bei lizenzierten deutschen Anbietern nicht zulässig.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und was bedeutet die Sportwettensteuer von 5,3 % dabei?
Die Auszahlung ist Einsatz × Quote, der Nettogewinn Einsatz × (Quote − 1). Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage Einsatz minus Steuer, also rund 5,03 % des Einsatzes; sie wird vom Veranstalter geschuldet, kann aber vom Anbieter an den Kunden weitergegeben werden. Eine bezahlte Steuer ist kein Beleg für eine Lizenz.
Wie entsteht eine Tischtennis-Prognose, und was unterscheidet eine Value-Wette von einem Bauchgefühl?
Eine Prognose beruht auf Form, direkten Duellen, Tagesform und Satzverlauf – sie bleibt eine Einschätzung. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung über der impliziten Wahrscheinlichkeit der Quote liegt. Ohne verlässliche Datenbasis ist die Value-Wette eine Variante des Bauchgefühls.
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