Regionalliga Wetten 2026: Was erlaubte Anbieter zeigen – und was nicht
Stand: 17. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026

Wer in Deutschland auf die Regionalliga wetten will, stößt zuerst auf eine unangenehme Tatsache: Die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball gehört nach der Praxis der GGL zum Amateurbereich, und Anbieter mit deutscher Erlaubnis dürfen auf solche Veranstaltungen keine Wetten anbieten. Wer trotzdem Angebote für Nord, Nordost, West, Südwest oder Bayern findet, bewegt sich außerhalb des Glücksspielstaatsvertrags – ohne OASIS-Sperrdatei, ohne LUGAS-Limitdatei und ohne den deutschen Rechtsweg.
Die Saison 2025/26 bedeutet für Wettende: Welche Staffeln unter welchem Dach laufen, warum der Aufstieg in die 3. Liga seit 2019 über ein Playoff entschieden wird, welche zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist stehen, und was eine Rechnung von Quote zu Auszahlung ergibt. Das ist keine Tipprunde und keine Vorhersage; es geht darum, was eine Wette kostet, bevor sie abgegeben wird.
Wettlandschaft Regionalliga: Was die vierte Liga im Wettmarkt ist
Die Fußball-Regionalliga gilt in Deutschland als vierthöchste Spielklasse – und genau diese Stufe macht den entscheidenden Unterschied. Was als „Amateurbereich“ eingeordnet wird, fällt nach § 21 Abs. 1a GlüStV aus dem erlaubten Wettprogramm heraus; Wetten auf solche Veranstaltungen sind in Deutschland nicht zulässig. Die GGL behandelt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurliga, was bedeutet, dass lizenzierte Anbieter Spiele dieser Klassen grundsätzlich nicht in ihr Wettprogramm aufnehmen. Die Spiele finden statt, Vereine steigen auf und ab, Toto-Scheine werden in einigen Bundesländern angeboten – das Wettangebot über das Internet liegt aber strukturell bei den nicht zugelassenen Anbietern.

Für Suchende, die „Regionalliga Wetten“ oder „Wettanbieter Regionalliga“ eingeben, bedeutet das: Wer ein seriöses Angebot auf eine Regionalliga-Partie erwartet, wird bei keinem der zehn hier aufgeführten Whitelist-Anbieter fündig. Die legalen Alternativen sind Spiele ab der 3. Liga aufwärts; wer partout auf die vierte Liga setzen will, bewegt sich außerhalb des deutschen Erlaubnissystems.
Eckdaten der Spielklasse
Die Regionalliga besteht seit der Saison 2008/09 in ihrer heutigen Form als vierthöchste Klasse – die erste Regionalliga-Saison liegt allerdings weiter zurück, im Jahr 1963. Fünf eingleisige Staffeln decken das Land ab: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Pro Staffel spielen zwischen 18 und 20 Mannschaften; die Hauptverantwortlichkeit für den Spielbetrieb liegt seit der Saison 2012/13 nicht mehr beim DFB, sondern bei fünf regionalen Ligaverbänden.
Aus den fünf Staffeln steigen seit 2019 die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf. Die übrigen zwei Staffelmeister spielen in einer Playoff-Runde den vierten Aufstiegsplatz aus – ein Modus, der zusätzliche Spannung erzeugt und die Saison auch über den Mai hinaus offen hält.
| Staffel | Vereine (ca.) | Aufstieg 3. Liga |
|---|---|---|
| Nord | 18–20 | direkt |
| Nordost | 18–20 | Playoff |
| West | 18–20 | direkt |
| Südwest | 18–20 | direkt |
| Bayern | 18–20 | Playoff |
Warum die Quoten mit Vorsicht zu lesen sind
Auf den unteren Spielklasen verteilt sich das Wettvolumen auf wenige dutzend Spiele pro Wochenende statt auf hunderte in Bundesliga oder Champions League. Die Folge: Quotierungsmodelle werden mit weniger Daten gefüttert, Informationsasymmetrien zwischen Buchmacher und Insider sind größer, und die Margen, die der Anbieter einpreist, fallen in der Regel höher aus. Selbst dort, wo Anbieter Regionalliga-Spiele listen – also außerhalb der deutschen Erlaubnis – sind Quoten selten so knapp kalkuliert wie in den Profiligen. Wer ein 3,40 für einen Außenseiter sieht, sollte prüfen, ob die faire Quote nicht bei 4,20 läge.
Hinzu kommt ein zweiter Faktor: Da in Deutschland lizenzierte Anbieter diese Spiele nicht anbieten, fehlt der direkte Vergleich. Wer auf einer nicht zugelassenen Plattform wettet, kann deren Quotierung nicht gegen ein deutsches Referenzangebot prüfen. Das ist ein weiterer Grund, warum die Whitelist-Beschränkung nicht nur eine juristische, sondern auch eine wirtschaftliche Schutzfunktion hat: Sie verhindert, dass Wettende systematisch überhöhte Margen zahlen, ohne es zu merken.
Rechtslage: Warum Regionalliga-Wetten außerhalb der Erlaubnis liegen
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021), seit dem 1. Juli 2021 in Kraft, regelt das Sportwettenangebot in Deutschland. Die zentrale Norm für die Frage „Was darf angeboten werden?“ ist § 21: erlaubt sind nur Wetten auf Ereignisse, die kein Verbot nach Absatz 1a treffen – und dort sind ausdrücklich Veranstaltungen überwiegend von Minderjährigen oder Amateuren genannt. Was unter diese Kategorie fällt, ist Sache der Aufsichtspraxis der GGL, und die Praxis ordnet Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich ein.

Konsequenz: Wer bei einem deutschen Whitelist-Anbieter ein Wettprogramm öffnet, sucht Regionalliga-Spiele vergeblich – nicht weil der Anbieter sie übersieht, sondern weil sein deutsches Wettprogramm sie schlicht nicht enthalten darf. Anbieter, die solche Spiele listen, handeln entweder unter einer ausländischen Lizenz, die in Deutschland nicht anerkannt wird, oder ohne jede Erlaubnis. Beides fällt unter § 4 Abs. 1 GlüStV (unerlaubtes Glücksspiel).
Was die Whitelist leistet – und was nicht
Die GGL führt eine Liste der erlaubten Anbieter nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Der Stand vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge auf: 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei weitere nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain – aber eine .de-Domain allein beweist noch nichts. Nur die Domain, die unter einer Sportwetten-Erlaubnis eingetragen ist, darf in Deutschland Sportwetten anbieten. Eine Casino- oder Slot-Erlaubnis derselben Holding deckt die Sportwetten nicht ab.
Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt (§ 4c Abs. 1); die Whitelist zeigt nur das Ausstellungsdatum, kein Enddatum. Wer prüfen will, ob ein Anbieter aktuell erlaubt ist, schaut auf das Datum der Whitelist selbst: Steht die Domain dort mit aktuellem Stand, liegt eine Erlaubnis vor.
Das EuGH-Verfahren und die Rückzahlungsfrage
Parallel zur Frage „Was darf angeboten werden?“ läuft ein zivilrechtliches Verfahren, das für Wettende Bedeutung hat. Der BGH legte dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahren 2013 bis 2018 zurück. Am 19. März 2026 legte Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) Schlussanträge vor, die es grundsätzlich für möglich halten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit Ausnahme von Fällen, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Das ist keine Garantie: Es geht um die Auslegung von EU-Recht, nicht um ein Urteil zu Lasten einzelner Anbieter. Wer auf einer nicht zugelassenen Plattform gewettet hat, kann daraus keinen Anspruch ableiten. Wer aktuell über eine Rückforderung nachdenkt, braucht eine Rechtsberatung im Einzelfall – die Schlussanträge sind ein Zwischenschritt, kein Ergebnis.
Verantwortungsvolles Spielen: Was OASIS und LUGAS leisten
Beim Wetten auf lizenzierten Plattformen greifen Schutzmechanismen, die es bei nicht zugelassenen Anbietern nicht gibt. Die folgenden Punkte sind nicht Sonderleistungen einzelner Anbieter, sondern Pflichten aus dem GlüStV 2021; sie gelten einheitlich für alle Whitelist-Anbieter und werden in zwei zentralen Dateien technisch durchgesetzt.
Altersgrenze und Verifizierung
Teilnahme ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3). Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden Spiel ermöglichen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Danach ist die Verifizierung Pflicht, sonst kein weiteres Spiel.
Einzahlungslimit über alle Anbieter
Standardgrenze: 1.000 € pro Kalendermonat, Spieler übergreifend über alle Anbieter hinweg. Die Durchsetzung läuft über die LUGAS-Limitdatei, einen zentralen Server, an den jeder Whitelist-Anbieter angeschlossen ist. Ein Anbieter darf für einen Spieler nur dann ein höheres Limit setzen (bis zu 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler), wenn eine nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vorliegt – eine Selbsterklärung reicht nicht.
Senkungen des Limits greifen sofort. Erhöhungen erst nach sieben Tagen. Diese Asymmetrie ist Absicht: Sie verhindert, dass ein Spieler in einer emotionalen Phase spontan sein Limit hochsetzt.
OASIS-Sperrdatei und Panikbutton
OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) ist das bundesweite Spielersperrsystem. Bei Registrierung und Anmeldung wird geprüft, ob ein Spieler gesperrt ist. Eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, in der der Zugang vollständig blockiert ist.
Paralleles Spielen auf mehreren Plattformen gleichzeitig ist nach § 6h untersagt und wird über die LUGAS-Aktivitätsdatei kontrolliert. Wer also plant, einen Einsatz auf mehrere Anbieter zu splitten, wird technisch daran gehindert.
Was bei nicht zugelassenen Anbietern fehlt
Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ist an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen. Es gibt kein Einzahlungslimit, das über Anbieter hinweg greift. Eine Selbstaussperrung wirkt nur auf der jeweiligen Plattform. Die Schutzmechanismen greifen erst, wenn der Spieler sich selbst Grenzen setzt – was die Forschungslage zu problematischem Spielverhalten nahelegt, dass viele Betroffene nicht können.
Zusätzlich gilt: Zahlungen sind nach § 6b Abs. 4 nur von einem Konto des Spielers auf eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut erlaubt. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Karten – sind auf Whitelist-Anbietern ausgeschlossen. Spieler-Gelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Wettarten und Quoten: Was das Wettprogramm der lizenzierten Anbieter hergibt
Das Wettprogramm eines Whitelist-Anbieters folgt § 21 GlüStV: erlaubt sind Einzel- und Kombiwetten auf feste Quoten, bezogen auf das Endergebnis einer Veranstaltung oder einen Abschnitt davon sowie auf Vorfälle im Spiel. Live-Wetten sind eingeschränkt – während eines laufenden Spiels darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente gewettet werden, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächstes Tor“ im Fußball ist erlaubt, „nächster Punkt“ im Tennis nicht. „Nächster Korb“ im Basketball ebenfalls nicht. Wettarten, die manipulationsanfällig sind oder gegen Regeln verstoßen, sind ausgeschlossen.
Diese Vorgaben prägen das Angebot: Wer Wettmärkte aus der Bundesliga kennt – Ergebnis, Handicap, Überzahlung, Spielerwetten – sucht sie in der Regionalliga vergebens, weil die Regionalliga-Spiele gar nicht erst angeboten werden. Bei Spielen ab der 3. Liga aufwärts sieht das Bild anders aus: Die genannten Wettarten stehen zur Verfügung, soweit der Anbieter sie im Programm hat.
Quoten lesen – Auszahlung verstehen
Eine Quote ist eine Multiplikatorin. Wer 10 € zu Quote 2,10 setzt, erhält bei Gewinn 21 € zurück; der Nettogewinn sind 11 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine zu einer Gesamtquote; aus 2,10 · 1,80 · 3,40 wird 12,85. Die Rechnung ist einfach, aber die Logik dahinter ist es nicht.
Was die Anbieter auf den Marktpreis aufschlagen, ist die Marge. Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) ergibt sich die Auszahlungsquote aus der Formel: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ). Die Marge ist 100 % minus diese Auszahlungsquote. Beispielrechnung mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60:
- 1/2,10 = 0,4762
- 1/3,40 = 0,2941
- 1/3,60 = 0,2778
- Summe = 1,0481
- Auszahlungsquote ≈ 95,42 %
- Marge ≈ 4,58 %
Das heißt: Von jedem Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird, fließen rund 95 Cent langfristig an die Wettenden zurück; knapp fünf Cent behält der Anbieter als Gewinn. Bei einem anderen Markt (z. B. Über/Unter 2,5 Tore) liegt die Marge in der Regel anders – sie ist markt- und sportartabhängig. Eine Faustregel: Je mehr Informationen dem Anbieter zur Verfügung stehen und je höher das Wettvolumen, desto knapper die Marge. Bundesliga-Heimspiele liegen typischerweise zwischen zwei und vier Prozent Marge; exotische Märkte und untere Ligen können acht, zehn oder mehr Prozent erreichen. Wer Quoten vergleicht, vergleicht deshalb am besten innerhalb desselben Marktes und derselben Sportart.
Was eine Wette real kostet
Die Sportwettensteuer beträgt nach §§ 16-25 RennwLottG 5,3 % – aber auf einer besonderen Basis: 5,3 % des „Einsatzes abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 / 105,3). Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Wettende (§ 19). Ob und wie der Anbieter sie an den Kunden weitergibt, ist seine eigene Entscheidung – sie steht in den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters, nirgendwo sonst. Wer wissen will, wie viel Netto vom Einsatz übrig bleibt, schaut in die AGB des Anbieters, nicht in den Gesetzestext.
Eine generelle Aussage „5,3 % vom Einsatz“ wäre falsch; die korrekte Formulierung lautet „5,3 % auf Einsatz minus Steuer“, was ungefähr 5,03 % entspricht.
Sportarten und Wettbewerbe: Was das Wettprogramm abdeckt
Whitelist-Anbieter bieten Fußball ab der 3. Liga aufwärts, dazu Basketball, Tennis, Eishockey, Handball und eine Reihe weiterer Sportarten. Welche Ligen und Turniere ein Anbieter konkret listet, ist seine Programmgestaltung – Recherche im Wettprogramm vor dem Tipp ist deshalb Pflicht. Die Spanne reicht von großen europäischen Ligen über internationale Turniere bis zu Nischensportarten.
Einige Beispiele aus dem aktuellen Angebot: Winamax bewirbt im Footer „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dazu auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) aus dem Zeitraum 1. April bis 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ nennt in ihrer Entwicklerbeschreibung Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Tipico Sportwetten bewirbt in der App-Beschreibung „Tipico Cashout“ und Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Wettstar zeigt Live-Streams von Pferderennen aus Deutschland und der Welt.
Diese Liste ist nicht abschließend und nicht repräsentativ; sie zeigt nur, wie unterschiedlich die Profile der Anbieter sind. Wichtig ist: Keiner dieser Anbieter listet Regionalliga-Spiele, weil das Wettprogramm es nicht hergibt.
Anbieter im Vergleich: Wer auf der Whitelist steht – und was das für die Regionalliga bedeutet
Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis nach dem Stand der GGL-Whitelist vom 2. Oktober 2026. Sie sind alphabetisch sortiert. Keiner von ihnen listet Regionalliga-Spiele. Die Spalten zeigen, wie unterschiedlich die Whitelist-Einträge ausfallen – Genehmigungsinhaber, Genehmigungsdatum und Folgegenehmigungen.
| Anbieter | Marke | GGL-Whitelist-Status | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| AdmiralBet | AdmiralBet | Whitelist – Sportwetten | 09.10.2020 |
| bet365 | bet365 | Whitelist – Sportwetten | 09.10.2020 |
| Betano | Betano | Whitelist – Sportwetten | 19.02.2021 |
| Betway | Betway | Whitelist – Sportwetten | 09.03.2021 |
| bpremium | bpremium | Whitelist – Sportwetten | 09.10.2020 |
| MERKUR BETS | MERKUR BETS | Whitelist – Sportwetten | 06.11.2023 |
| Sportwetten.de | Sportwetten.de | Whitelist – Sportwetten | 19.11.2020 |
| Sportingbet | Sportingbet | Whitelist – Sportwetten | 09.10.2020 |
| VBet | VBet | Whitelist – Sportwetten | 05.12.2023 |
| 888sport | 888sport | Whitelist – Sportwetten | 30.06.2021 |
Hinter jeder Marke steht ein Genehmigungsinhaber mit Sitz in Malta oder Gibraltar – das ist bei EU/EWR-lizenzierten Anbietern die übliche Struktur. Die deutsche Erlaubnis ist eine zusätzliche, deutsche Genehmigung, die der Anbieter benötigt, um in Deutschland Sportwetten anzubieten.
AdmiralBet
Auf der Whitelist ist für AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine zusätzliche Erlaubnis seit dem 28. September 2022. Die Aufstellung zeigt ein Unternehmen mit langer Whitelist-Geschichte und mehrfach verlängerter Erlaubnis – was die Behördenpraxis betrifft, ein beruhigendes Zeichen. Was den Wettinhalt angeht, gilt das Gleiche wie für die anderen: Regionalliga fehlt.
bet365
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta – Stand der Liste: 2. Oktober 2026. Die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgegenehmigung wurde am 27. Dezember 2022 erteilt. bet365 ist im deutschen Markt seit Jahren einer der bekanntesten Namen; das Programm deckt Fußball ab der 3. Liga aufwärts ab, dazu eine breite Palette weiterer Sportarten. Auch hier: kein Regionalliga-Angebot.
Betano
Betano wird in der GGL-Whitelist unter der Betkick Sportsbetting Limited geführt; die Ersterlaubnis datiert auf den 19. Februar 2021, eine Folgeerlaubnis auf den 16. Dezember 2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Was bei einem Anbieter wie Betano lockt, ist die Dichte an Zusatzfunktionen rund um das Spiel – nicht das Vorhandensein unterer Ligen.
Betway
Betway tritt in Deutschland auf; Genehmigungsinhaber ist die Betway Limited mit Sitz in Malta. Ersterlaubnis: 9. März 2021, Folgegenehmigung: 23. Dezember 2022. Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele; der „Konfigurator+“ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Das sind Features, die das Wetten auf das obere Drittel des Fußballs ergänzen – für untere Ligen irrelevant, weil das Programm dort ohnehin keine Spiele listet.
bpremium
Hinter bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta; registriert unter C92799, so die Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 3. April 2023. Die Whitelist-Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgegenehmigung am 21. Dezember 2022. Ladbrokes gehört zur Entain-Gruppe, einem der größten Glücksspielkonzerne Europas. Das Markenprofil in Deutschland zielt auf den klassischen Wettmarkt – Bundesliga, Champions League, internationale Top-Ligen.
MERKUR BETS
Merkur Bets wird in Deutschland über die Merkur Bets Malta Limited betrieben, mit Sitz in Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, STJ 3155, St. Julian’s, Malta. Die GGL führt die Domain MERKUR BETS mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 6. November 2023. Die MERKUR-BETS-App für Android und iOS ist kostenlos; sie nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“ und enthält in derselben App auch MERKUR SLOTS. Das Markenprofil ist breit aufgestellt, mit starker Verzahnung von Sportwetten und Automatenspiel – eine Besonderheit, die bei reinen Wettanbietern nicht vorkommt.
Sportwetten.de
In der GGL-Übersicht erlaubter Anbieter ist für Sportwetten.de die NetX Betting Limited, 170 Pater House, Level 1 (Suite A168), Psaila Street, Birkirkara, Malta, geführt. Ersterlaubnis: 19. November 2020, Folgegenehmigung: 16. Dezember 2022. Der Markenname ist Programm – Sportwetten.de tritt in Deutschland vor allem als Wettanbieter auf, ohne Casino- oder Slot-Schwerpunkt. Für Wettende, die eine klare Trennung zwischen Wett- und Glücksspielangebot suchen, ist das ein eindeutiges Profil.
Sportingbet
Sportingbet wird über die Sportingbet (Deutschland) Limited geführt, mit Ersterlaubnis vom 9. Oktober 2020 und einer Folgegenehmigung vom 21. Dezember 2022. Sportingbet bietet im Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten an; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die Breite der Sportarten ist typisch für einen Anbieter mit internationalem Hintergrund.
VBet
Die SCGO Limited, Veranstalterin der Sportwetten unter VBet, hat ihren Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s, Malta; die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für VBet seit dem 5. Dezember 2023. VBet ist ein vergleichsweise junger Whitelist-Eintrag – die Erlaubnis besteht erst seit Dezember 2023, was bei einem Anbieter mit langer internationaler Geschichte zunächst ungewöhnlich wirkt. Tatsächlich liegt das am Zeitpunkt des Markteintritts in Deutschland: Die Marke ist älter, die deutsche Lizenz neuer.
888sport
Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. In Deutschland tritt 888sport über die 888 Germany Limited auf, mit Ersterlaubnis vom 30. Juni 2021 und einer Folgegenehmigung vom 15. Dezember 2022. Die Börsennotierung und die Konzerngröße verleihen dem Unternehmen eine besondere Stabilität; die Whitelist-Historie zeigt allerdings, dass die deutsche Erlaubnis im Vergleich zu den älteren Einträgen erst 2021 hinzukam.
Was die Whitelist nicht garantiert
Die Whitelist steht für die Erlaubnis, in Deutschland Sportwetten anzubieten – nicht für ein bestimmtes Wettprogramm, nicht für bestimmte Margen, nicht für die Bonuskonditionen. Ein Anbieter kann auf der Whitelist stehen und trotzdem ein dünnes Angebot im Bereich Fußball unterer Ligen haben – was bei allen zutrifft, weil das Programm dort nichts listet. Die Whitelist zeigt: erlaubt, nicht: empfehlenswert. Die Auswahl unter den zehn Anbietern ist eine Frage der persönlichen Präferenzen – Wettprogramm, Quoteniveau, Bonusstruktur, Zahlungswege – und keine Frage der Legalität. Legal sind alle.
Häufig gestellte Fragen
Kann man in Deutschland auf die Regionalliga wetten?
In Deutschland lizenzierte Anbieter dürfen nach der Praxis der GGL keine Wetten auf Veranstaltungen anbieten, die als Amateurbereich gelten, und Fußball unterhalb der 3. Liga fällt darunter. Wer bei einem Whitelist-Anbieter nach „Regionalliga“ sucht, wird nichts finden. Angebote, die solche Spiele listen, liegen außerhalb der deutschen Erlaubnis und sind nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Wer dort wettet, hat weder OASIS-Schutz noch LUGAS-Limitdatei und keinen deutschen Rechtsweg.
Warum zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich, und was folgt daraus für Wetten?
§ 21 Abs. 1a GlüStV schließt Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren aus dem erlaubten Wettprogramm aus. Die GGL ordnet in ihrer Praxis Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich ein. Folgen: Lizenzierte Anbieter listen keine Spiele, die Margenfrage stellt sich nicht, weil es kein Angebot gibt, und wer auf solche Spiele wetten will, muss auf nicht zugelassene Anbieter ausweichen – mit allen Risiken, die das mit sich bringt.
Was bedeutet es, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Regionalliga-Spiele listet?
Der Anbieter fällt unter § 4 Abs. 1 GlüStV – unerlaubtes Glücksspiel. OASIS-Sperrdatei und LUGAS-Limitdatei greifen nicht; das 1.000-€-Standardlimit pro Monat gilt nicht; Zahlungen müssen nicht auf ein Konto des Spielers auf eigenen Namen laufen; bei Verlust gibt es keinen deutschen Rechtsweg, sondern allenfalls eine zivilrechtliche Auseinandersetzung im Einzelfall. Die GGL hat im September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt.
Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?
Die offizielle Whitelist der GGL nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige maßgebliche Quelle. Sie führt Domains (alle .de) mit Genehmigungsinhaber und Datum der Erteilung; eine .de-Domain allein beweist noch nichts, weil eine Casino- oder Slot-Erlaubnis keine Sportwetten abdeckt. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert; wer einen Anbieter prüft, schaut auf das Datum des Whitelist-Snapshots, das aktuell der 2. Oktober 2026 ist.
Welche Folgen hat ein Angebot außerhalb von OASIS und LUGAS für Einzahlungslimit und Spielersperre?
Beides greift nicht. Ohne OASIS gibt es keine bundesweite Sperrdatei; eine Selbstaussperrung wirkt nur auf der jeweiligen Plattform, nicht bei anderen. Ohne LUGAS-Limitdatei gibt es keine anbieterübergreifende 1.000-€-Grenze pro Monat; wer dort einzahlt, kann auf derselben Plattform deutlich mehr setzen als auf einem Whitelist-Anbieter. Der Panikbutton – auf Whitelist-Anbietern Standard – fehlt ebenfalls. Wer sich selbst Grenzen setzen will, muss das auf jeder Plattform einzeln tun und hat keine technische Durchsetzung.
Wie funktionieren Quoten und Auszahlung bei höheren Ligen, und welche Rolle spielt die Sportwettensteuer?
Eine Quote ist ein Multiplikator: 10 € Einsatz zu Quote 2,10 ergeben bei Gewinn 21 € Rückzahlung, 11 € Nettogewinn. Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Quoten der Beine. Die Marge des Marktes ergibt sich aus 1 minus der Auszahlungsquote (1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quoteₙ)). Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf Einsatz minus Steuer, was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht; sie schuldet der Veranstalter, nicht der Wettende. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, steht in seinen AGB.
Warum diese Auswahl an Turnieren?
Die Auswahl folgt keinem Zufall. Anbieter kalkulieren ihre Marge nach erwartetem Wettvolumen: Wo viele Wettende ihre Einsätze platzieren, lässt sich die Quote knapper kalkulieren, weil das Risiko auf viele Schultern verteilt ist. Wo das Volumen klein ist, muss die Marge höher sein, damit der Anbieter sein Geschäft rechnet. Champions League und Bundesliga sind umkämpft; Regionalliga wäre ein Verlustgeschäft, weshalb lizenzierte Anbieter sie ohnehin nicht anbieten dürften.
Was die Anbieter stattdessen in den Vordergrund rücken, sind die Profile ihres Wettprogramms: Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes – die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Betway bietet einen Wettkonfigurator für Fußballspiele und einen „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Sportingbets „Konfigurator+“ und die Live-Wetten gehören zum Angebot. Solche Funktionen sind Marketing-Argumente, keine Pflichten – wer darauf Wert legt, prüft sie im jeweiligen Wettprogramm.
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