Wett-App-Vergleich: 10 GGL-lizenzierte Sportwetten-Anbieter im Überblick
Eine Wett-App in Deutschland steht und fällt mit der Erlaubnis. Nur Anbieter, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen, dürfen in diesem Markt Sportwetten anbieten, und die Bedingungen dieser Erlaubnis formen zugleich, was in der App überhaupt funktioniert. Krypto-Zahlung geht nicht, anonyme Zahlungswege gehen nicht, OASIS-Anbindung geht nicht abzuschalten, das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat gilt anbieterübergreifend, und der Live-Wetten-Korridor ist nach § 21 Abs. 4 GlüStV eng gezogen. Wer das weiß, kann zwischen den zehn erlaubten Anbietern wählen, ohne sich an Lockangebote oder an Offshore-Shops zu verlieren. Die folgende Einordnung vergleicht bet-at-home, Tipico, Bet3000, NEO.bet, Betano, 888sport, Interwetten, Betway, Tipwin und Tiptorro entlang genau dieser Punkte.
Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 2. Oktober 2026).
Wett-App in Deutschland: die Rechtslage
Wer in Deutschland eine Wett-App legal betreibt, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Sie ist seit dem 1. Juli 2021 die zentrale Aufsichtsbehörde für Online-Glücksspiel und vergibt die Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags. Die GGL beaufsichtigt die Inhaber dieser Erlaubnis und kann bei Verstößen Bußgelder nach § 28a verhängen.

Die einzige verlässliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter eine gültige Erlaubnis hat, ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie wird von der GGL öffentlich geführt. Im Stand 2. Oktober 2026 listet sie 30 Einträge, davon 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Eine .de-Domain allein beweist nichts — die Whitelist führt ausschließlich die Domain, die unter der jeweiligen Erlaubnis tatsächlich Sportwetten annehmen darf; eine Inhaber-Erlaubnis für Slots, Poker oder Casino deckt das Sportwetten-Angebot nicht ab. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre; die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum.
Was gewettet werden darf. § 21 Abs. 1 GlüStV lässt nur Wetten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Abschnitts sowie auf Vorkommnisse im Spielverlauf zu — als Einzel- oder Kombiwette. Welche Wetten genau zulässig sind, legt die GGL im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 fest. Verboten sind Wetten auf Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen — in der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport. Auch manipulationsanfällige Wetten, Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a) sowie Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Eine Lizenz für eSports-Wetten gibt es in Deutschland nicht: Die GGL erkennt eSports nicht als Sport an.
Eingeschränkt ist der Live-Bereich. § 21 Abs. 4 erlaubt Live-Wetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente — und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja; nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball nein. Der Glücksspielstaatsvertrag kennt keinen gesetzlichen Höchstbetrag pro Wette. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt.
Offshore: was die Erlaubnis ausschließt. Anbietern ohne deutsche Erlaubnis ist es nach § 4 Abs. 1 GlüStV verboten, in Deutschland Sportwetten zu vermitteln; eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat hier keine Bedeutung. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Nach §§ 284 und 285 StGB können das Veranstalten und die Bewerbung solcher Angebote mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden; die Teilnahme einzelner Spieler ist nach Wortlaut bis zu sechs Monaten Freiheitsstrafe oder Geldstrafe möglich, wird nach derzeitiger Praxis aber nicht verfolgt. Die zivilrechtliche Frage, ob auch verlorene Einsätze zurückverlangt werden können, ist noch offen. Der Bundesgerichtshof hat sie mit Beschluss vom 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt. Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden können — sofern Behörden die Lizenzpflicht nicht zugesichert haben, vorerst nicht durchzusetzen. Das ist ein Schlussantrag, kein Urteil; eine konkrete Auszahlung ist damit nicht garantiert.
Werbung und Steuern. Werbung für Glücksspiel ist nach § 5 Abs. 7 nur Inhabern einer Erlaubnis gestattet. Für Sportwetten gilt nicht das Werbeverbot zwischen 6 und 21 Uhr, das Slots, Online-Poker und Online-Casino betrifft; diese Werbezeit-Beschränkung trifft Sportwetten also gerade nicht. Was bleibt, sind konkrete Verbote: keine Werbung kurz vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses in demselben Programm, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Amtsträgern, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3 und 6). Der Glücksspielstaatsvertrag selbst regelt Boni für Sportwetten nicht; Bedingungen wie Umsatzfaktor, Mindestquote oder Frist stehen in den AGB jedes Anbieters.
Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18) — das sind rund 5,03 % des gezahlten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler (§ 19); wie der Anbieter sie weitergibt, entscheidet er selbst in seinen Bedingungen. Eine bezahlte Sportwettensteuer ist kein Beleg für eine Erlaubnis. Ob Gewinne von Privatspielern zu versteuern sind, ist auf primärer Ebene nicht abschließend geregelt — allgemeine Antwort, kein Steuerrat.
Was die Erlaubnis konkret kauft. Eine GGL-Erlaubnis bedeutet: Anbindung an OASIS, das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Anmeldung geprüft wird; Anbindung an die LUGAS-Limitdatei, die das gemeinsame monatliche Einzahlungslimit durchsetzt; ein insolvenzgeschütztes Treuhandkonto für Spielergelder, aus dem Restguthaben bei Kontoschließung innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt wird. Offshore-Anbieter haben nichts davon — dort ist der Spieler im Streitfall auf eine ausländische Rechtsordnung angewiesen, und die Spielsucht-Werkzeuge sind freiwillig.
Spielerschutz in jeder Wett-App
Ein zentrales Element jeder GGL-Erlaubnis sind die Spielerschutzregeln. Sie sind nicht abschaltbar und wirken in jeder App gleich, unabhängig vom Anbieter.

Alter und Identität. Die Teilnahme ist nach § 4 Abs. 3 GlüStV ab 18 Jahren möglich. Anbieter prüfen das Alter bei der Registrierung; wer sich nicht ausweisen kann, wird überhaupt nicht zugelassen. Pro Anbieter ist nach § 6a nur ein Konto erlaubt. Vor der vollständigen Verifizierung darf ein Anbieter das Spiel für längstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € erlauben — Auszahlungen sind in dieser Phase ausgeschlossen.
Das 1.000-€-Limit. Das gemeinsame Einzahlungslimit liegt nach § 6c Abs. 1 bei 1.000 € pro Kalendermonat. Es gilt quer über alle Anbieter hinweg, weil die LUGAS-Limitdatei die Einzahlungen anbieterübergreifend saldiert. Ein Anbieter darf einem Spieler auf nachgewiesene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ein höheres Limit einräumen — bis 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 €, höchstens für ein Prozent seiner aktiven Spielerschaft. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Limitabsenkung greift sofort, eine Limiterhöhung erst nach sieben Tagen.
Parallel zu spielen ist nach § 6h verboten. Erkannt wird das über die LUGAS-Aktivitätsdatei. Während bei einem Anbieter gespielt wird, ist die Anmeldung oder Einzahlung bei einem anderen pausiert. Wer zwischen Apps wechseln will, muss die laufende Sitzung beenden. OASIS nach §§ 8 und 8a ist das bundesweite Sperrsystem: Anbieter prüfen es bei Registrierung und Login. Wer sich selbst sperrt, gibt eine Frist an: mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr. Fremdsperren durch Angehörige oder durch die für den Wohnsitz zuständige Behörde sind möglich. Offshore-Anbieter sind an OASIS nicht angebunden.
Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine Sperre aus, die der Spieler selbst in der App betätigen kann und die sofort, ohne Bedenkzeit, für 24 Stunden gilt. Eine längere Pause verlangt den Weg über OASIS, nicht über den Panikbutton.
Zahlungen und Auszahlung. Einzahlungen sind nach § 6b Abs. 4 nur von einem Zahlungskonto erlaubt, das auf den eigenen Namen bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz lautet. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus den lizenzierten Apps heraushält. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist Sache seiner AGB. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung zahlt der Anbieter das Restguthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr aus (§ 6b Abs. 6-7). Wer diese Garantie sucht, bekommt sie nur auf der Whitelist.
Was Werbung darf und was nicht. Sportwetten-Werbung hat eine Sonderstellung: Sie fällt nicht unter das 6-bis-21-Uhr-Verbot, das für Slots, Online-Poker und Online-Casino gilt. Übrig bleiben konkrete Verbote: keine Werbung kurz vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses im selben Programm, keine aktiven Sportler oder Amtsträger, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Bonusbedingungen selbst — Umsatz, Mindestquote, Frist — regelt das Wettangebot jedes Anbieters, nicht der Glücksspielstaatsvertrag. Was eine App mit Startguthaben wirklich kostet, steht in den AGB und nirgendwo sonst.
Wett-App auf dem Touchscreen: was Bedienung wirklich trägt
Eine Wett-App ist ein Werkzeug, das in 90 Sekunden entscheidet, ob ein Tipp noch landet oder ob er auf dem Heimweg verwirkt wird. Die wichtigste Trennlinie zwischen den zehn Anbietern in dieser Übersicht ist nicht das Layout, sondern die Verlässlichkeit, mit der Wettschein, Cash Out und Liveticker unter dem Daumen funktionieren.
Drei Schichten, eine Hand. Auf dem Touchscreen zählt, wie schnell die App zwischen Übersicht, Wettschein und Mein-Konto-Bereich wechselt. Eine dichte Liste hilft mehr als eine hübsche Animation: Wer 30 Spiele nebeneinander sehen will, braucht eine Tabelle, nicht drei Karussells. Wer live nebenbei tippt, braucht einen Cash-Out-Button, der einen Treffer auf dem Mittelteil des Wettscheins überlebt, und einen Live-Ticker, der bei Stadion-Empfang nicht einfriert. Vier Schritte — Tipp antippen, Combo markieren, Einsatz eintippen, abgeben — sollen mit dem Daumen erreichbar sein, ohne dass das Wettangebot neu geladen wird.
Betriebssysteme unterscheiden sich dort, wo es wehtut: Installation, Push-Berechtigungen und biometrische Anmeldung. Auf dem iPhone wird die App über den App Store geladen; eine direkte APK-Installation ist nicht möglich. iOS-Nutzerinnen und -Nutzer bekommen Touch ID oder Face ID zur Anmeldung, die meisten Anbieter verlangen sie ab dem zweiten Login. Auf Android ist die Installation über Google Play der Regelweg; direkte APKs aus dem Browser werden vom Aufsichts-Regime praktisch nicht akzeptiert, weil Update- und Manipulationsschutz fehlen. Push-Benachrichtigungen werden auf iOS beim ersten App-Start abgefragt, auf Android inzwischen differenzierter — eine Marketing-Erlaubnis bekommt man leichter als eine Tor-Erlaubnis, was beim iPhone ohnehin konsequenter trennbar ist.
Was die Apps können. Inhaltlich ist die Funktionsbreite ähnlich, die Schwerpunkte sind es nicht. Alle zehn Anbieter setzen Live-Quoten und Live-Wetten ein; alle bis auf wenige haben einen Cash-Out-Knopf, der das Ticket auszahlt, sobald das letzte Spiel vorbei ist. Der Wetten-Konfigurator+ ist ein Beispiel dafür, wie ein Anbieter mehrere Märkte eines Spiels zu einer Wette bündelt — verfügbar in der App, sofort im Wettschein, ohne Umweg über den Desktop. Livestreams sind bei mehreren Anbietern eingebaut, jeweils an die Bedingung geknüpft, dass ein verifiziertes Konto vorliegt und teilweise ein bestimmtes Mindestguthaben erreicht ist. Wer kein zweites Gerät für die Übertragung brauchen will, bekommt sie so direkt im Spiel.
Im Alltag entscheidet weniger das Maximum an Funktionen, sondern welche in welcher App am stabilsten ohne Datenabriss funktioniert. Genau dieser Unterschied trägt das Ranking der zehn Anbieter im nächsten Abschnitt.
Beste Wett-Apps im Vergleich
Die zehn Anbieter im Überblick unterscheiden sich weniger in den Köpfen der Werbung, sondern in der Kombination aus GGL-Status, Inhabergesellschaft und Dauer der Erlaubnis. Wer die Whitelist liest, sieht sofort, wer in Deutschland Sportwetten veranstalten darf; wer die Erteilungsdaten nebeneinander legt, sieht, wie sich der Markt zwischen 2020 und 2026 sortiert hat.
| Marke | Whitelist-Status und Inhaber der Erlaubnis | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| bet-at-home | Whitelist, Inhaber Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Tipico | Whitelist, Inhaber Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Bet3000 | Whitelist, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
| NEO.bet | Whitelist, Inhaber Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Betano | Whitelist, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| 888sport | Whitelist, Inhaber 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| Interwetten | Whitelist, Inhaber Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| Betway | Whitelist, Inhaber Betway Limited | 09.03.2021 |
| Tipwin | Whitelist, Inhaber Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Whitelist, Inhaber Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
Was die Tabelle zeigt, ist statisch — nicht das beste Angebot, sondern den regulatorischen Rahmen, in dem das Angebot überhaupt stattfindet. Die ersten Erlaubnisse datieren alle auf das letzte Quartal 2020 und das Frühjahr 2021, also den Beginn der neuen GGL-Ära; Bet3000 mit Datum 22. April 2026 ist das jüngste Erstdatum in der Liste. Eine Folge-Erlaubnis nach Ablauf der ersten Fünf-Jahres-Periode zeigt eine zweite Datumsspalte in der Whitelist, hier in den meisten Fällen Ende 2022; bei Tipwin zusätzlich vom 9. Januar 2024. Wer wissen will, ob ein Anbieter den Lizenz-Loop schon einmal gegangen ist, prüft die Whitelist direkt.
Die Inhaberspalte hilft beim Blick auf die Konzernstruktur. Bet-at-home.com Internet Limited ist eine Malta-Gesellschaft; Tipico Co. Limited ebenso; Betkick Sportsbetting Limited firmiert die deutsche Ausprägung von Kaizen Gaming; 888 Germany Limited gehört zur 888 Holdings, die seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist und damit als einer der wenigen börsennotierten Anbieter am deutschen Markt steht. Die Holdings zu kennen hilft beim Bonitätsblick, nicht bei der eigentlichen Spielmechanik.
Was die Tabelle nicht zeigt: Quoten, Cash-Out-Bedingungen, Livestream-Rechte und das tatsächliche Wettangebot. Diese Unterschiede gehen aus den jeweiligen App-Beschreibungen und AGB hervor und sind in den nächsten zehn Abschnitten für jede Marke einzeln aufgeführt.
Grundlagen und Einordnung: was eine Wett-App können muss
Wer im deutschen Markt nach einer Wett-App sucht, kommt in der Regel mit einem konkreten Anlass: eine App mit Startguthaben, eine, die PayPal akzeptiert, eine, mit der sich der Einsatz über die Handyrechnung abrechnen lässt — oder eine, die Krypto-Zahlung anbietet. Die ersten beiden Wünsche lassen sich innerhalb der GGL-erlaubten Anbieter erfüllen; die letzten beiden liegen außerhalb.

PayPal ist in den App-Beschreibungen mehrerer erlaubter Anbieter ausdrücklich als Zahlungsmethode genannt, etwa bei bet365 und bei Betano, wo neben PayPal auch Apple Pay, Google Pay, Klarna Sofortüberweisung, das hauseigene Betano Cash und Kreditkarten aufgeführt sind. Welche Methoden im Einzelfall wirklich funktionieren, regelt das Konto-Menü der jeweiligen App — eine PayPal-Einzahlung setzt ein bereits bestehendes PayPal-Konto voraus, eine Klarna-Sofortüberweisung verlangt ein deutsches Bankkonto mit Online-Banking.
Krypto-Zahlung und anonyme Prepaid-Karten sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV ausgeschlossen, weil sie nicht von einem Konto auf den eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut stammen. Wer eine Wett-App mit Bitcoin oder mit anonymem Guthaben sucht, landet damit zwangsläufig außerhalb der Whitelist. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher noch einmal vor solchen Angeboten gewarnt.
Eine Wett-App, die über die Mobilfunkrechnung abgerechnet wird, ist im deutschen Lizenz-Kosmos aus demselben Grund schwierig: Eine Mobilfunkrechnung ist kein eigenes Zahlungskonto, sie ist eine Forderung des Providers gegen den Kunden, also eine indirekte Abrechnung. Üblicher Weg ist stattdessen die Direktaufladung über die üblichen Methoden: Bankkonto, PayPal, Apple Pay, Google Pay, Klarna Sofort. Wer im App Store eine App findet, die diese Option anbietet, sollte prüfen, ob sie tatsächlich auf der Whitelist steht — fehlt der Eintrag, liegt die App im illegalen Bereich.
Eine Wett-App mit Startguthaben gehört zu den häufigsten Suchwünschen und zur am schwierigsten einzuschätzenden Kategorie. Die GGL reguliert weder die Höhe noch die Bedingungen von Boni; Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist und auszahlungsfähiger Höchstbetrag werden in den AGB des Anbieters festgelegt. Drei Faustregeln helfen: Eine 1×-Umsetzung auf den Bonus ohne Mindestquote liest sich besser als eine 5×-Umsetzung mit Mindestquote 2,0; eine Bonusfrist von 30 Tagen ist im Markt üblich, alles unter 7 Tagen gilt als eng, alles über 90 als locker; ein- oder auszahlungsseitige Beschränkungen für gewisse Zahlungsmethoden sind in den AGB explizit zu nennen und sollten vor Aktivierung geprüft werden.
Diese Punkte sind die Voraussetzung jeder Bewertung. Welche der zehn GGL-erlaubten Apps die meisten davon gleichzeitig abdeckt — ohne das Spielerschutz-Niveau abzusenken — zeigen die nächsten zehn Abschnitte.
bet-at-home: Bewährtes Wettprogramm mit zwei Live-Datenquellen
Bet-at-home ist seit dem 2. November 2020 auf der Whitelist der GGL verzeichnet, mit Folge-Erlaubnis vom 22. Dezember 2022. Inhaber der Erlaubnis ist die Bet-at-home.com Internet Limited mit Sitz in Mosta, Malta; im App Store bezeichnet sich das Unternehmen selbst als offiziell lizenzierten und von der GGL beaufsichtigten Sportwettenanbieter.
Die App führt das mobile Wettprogramm, das die Desktop-Seite ausmacht, mit dem Schwerpunkt auf Live-Wetten. Zum Funktionsumfang zählen nach App-Store-Beschreibung ein Cash-Out und ein Bet-Builder sowie Live-Scores, die aus zwei verschiedenen Datenquellen gespeist werden: Flashscore liefert die Spielstände, Fotmob die erweiterten Spielstatistiken. Wer beim Mitfiebern nicht zwischen Browser und App wechseln will, bekommt beide Ströme nebeneinander im Spiel-Cockpit — das macht die App für Datenfreunde interessant, die mit reinen Live-Tickern anderer Anbieter nicht auskommen.
Die Bedienung folgt dem üblichen Drei-Schichten-Modell aus Übersicht, Wettschein und Mein-Konto-Bereich. Wo Bet-at-home sich abhebt, ist nicht die Schicht, sondern die Quelle darunter. Für Bundesligaspiele ist die parallele Anzeige von Flashscore-Tabellen und Fotmob-Detailwerten oft ein diskreter Vorteil, weil sich eine verletzungsbedingte Auswechslung vor dem nächsten Wettklick prüfen lässt.
Im Vergleich zum Mitbewerb ist das Profil eher nüchtern: keine prominente Streaming-Sparte, kein Livestream-Auftritt in den großen Ligen, dafür ein solides Grundgerüst. Für Spieler, die zwischen 30 und 60 Wettlinien pro Spiel brauchen, reicht das; wer parallel zum Spiel einen Video-Stream neben dem Wettschein laufen lassen will, ist bei Betano oder Betway besser aufgehoben.
Bet-at-home ist die App für Spieler, die ein stabiles deutsches Wettprogramm schätzen und ihre Live-Daten lieber aus zwei unabhängigen Quellen beziehen. Wer dagegen eine breite Streaming-Bibliothek erwartet, sortiert diese Marke eher nach hinten.
Tipico: Marktführer mit schwebendem Europarechts-Verfahren
Tipico ist einer der sichtbarsten Wettanbieter Deutschlands; auf der GGL-Whitelist steht die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit Folge-Erlaubnis vom 9. Dezember 2022. Inhaber ist die Tipico Co. Limited mit Sitz in Malta.
Die App ist im Apple App Store unter dem Entwickler Tipico B2B Ltd verzeichnet und wirbt mit zwei Hauptfunktionen: einem Cashout, der im Wettschein die volle Kontrolle über offene Tickets geben soll, und Live-Wetten, die auch während eines laufenden Fußballspiels verfügbar sind. Beide Punkte sind Standards im Markt; bei Tipico sind sie überdurchschnittlich tief integriert, was die App für den spontanen Live-Einsatz stark macht.
Über der Marke hängt allerdings ein rechtliches Fragezeichen, das die anderen Anbieter so nicht haben. Der Bundesgerichtshof hat mit Beschluss vom 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht — der Kläger fordert von Tipico die Rückzahlung von Einsätzen aus den Jahren 2013 bis 2018, also aus der Zeit vor der GGL-Erlaubnis. Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in den Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden können; eine bindende Entscheidung des EuGH steht aus. Tipico ist heute unter GGL-Erlaubnis auf der Whitelist — das Verfahren betrifft die Vergangenheit, nicht den heutigen Status.
Wer einen etablierten Marktführer mit reibungsloser Live-App sucht, landet bei Tipico aus guten Gründen. Wer die Marke wegen des schwebenden Verfahrens meidet, sollte wissen, dass das Verfahren die heutige GGL-Erlaubnis nicht berührt — der mögliche Schaden läge in der Vergangenheit, der Nutzen für den Spieler in der Gegenwart ist ungebrochen.
Bet3000: Frischeste Erlaubnis im Set
Bet3000 ist seit dem 22. April 2026 auf der GGL-Whitelist verzeichnet — der jüngste Erstdatum-Eintrag in dieser Übersicht. Inhaber der Erlaubnis ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta; eine Folge-Erlaubnis steht zu diesem Datum noch aus, was bei einer Fünf-Jahres-Erstlaufzeit nicht ungewöhnlich ist.
Die Datenlage zur App selbst ist im verfügbaren Material schmal; was sich aus Erlaubnis und Inhaber ableiten lässt, ist das Bild eines Anbieters, dessen Wettprogramm erst seit April 2026 unter dem vollen GGL-Regime läuft. Die 1.000-€-LUGAS-Grenze gilt auch hier, OASIS-Anbindung ist verpflichtend, das Werbe- und Boni-Regime sowieso. Eine Folge-Erlaubnis vom Dezember 2022, die bei den meisten anderen Anbietern zu finden ist, fehlt hier naturgemäß, weil die erste Fünf-Jahres-Periode noch nicht abgelaufen ist.
Die Frische der Erlaubnis ist gleichzeitig der größte Vorteil und der deutlichste Nachteil dieser Marke im Vergleich: Wer wissen will, ob die App die strengen Vorgaben des Regimes bereits routiniert umsetzt, schaut bei Marken mit einer Folge-Erlaubnis vom Dezember 2022 vorbei, weil dort eine zusätzliche Lizenz-Periode bereits durchlaufen wurde. Wer hingegen einen Anbieter mit lizenzfrischem Wettprogramm sucht und das Datum selbst für das entscheidende Indiz hält, findet hier eines der jüngsten Beispiele im Markt.
Bet3000 ist damit das klarste Beispiel im Vergleich für den Markteintritt unter dem aktuellen Reglement: junge Erlaubnis, neuer Wettprogramm-Aufbau, sofort unter OASIS und LUGAS, ohne den Schritt einer Folge-Erlaubnis. Wer eine Lizenz sucht, deren Datum selbst das Vertrauen in das aktuelle Regime trägt, hat sie hier.
NEO.bet: Teil-Cashout als Werkzeug für Live-Spieler
NEO.bet steht mit erster Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 auf der GGL-Whitelist, mit Folge-Erlaubnis vom 22. Dezember 2022. Inhaber ist die Greenvest Betting Limited mit Sitz in Malta. Die App beschreibt sich im App Store als lizenzierten Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz.
Inhaltlich ist NEO.bet vor allem durch seine Live-Funktionen auffällig. Laut App-Store-Beschreibung umfasst die App Live-Quoten und Live-Wetten sowie einen Cashout, der das gesamte Ticket verkaufen kann — und einen Teil-Cashout, der nur einen Teil des Tickets aus dem Spiel nimmt. Der Teil-Cashout ist nicht selbstverständlich; er erlaubt es, einen Teil des Gewinns zu sichern, während der Rest des Tickets offen bleibt und weiter läuft. Für Wettscheine mit drei oder mehr Spielen ist das ein Werkzeug, das bei vielen Konkurrenten fehlt oder eingeschränkt funktioniert.
Im Vergleich zu den Schwergewichten im Set ist NEO.bet eher klein, was sich an der Übersichtlichkeit der App positiv bemerkbar macht: weniger Werbe-Layer, weniger kombinatorische Spielereien, mehr direkter Zugriff auf Wettmärkte. Die Whitelist-Position ist seit 2020 stabil, die Folge-Erlaubnis 2022 bestätigt den Status.
NEO.bet passt zu Spielern, die in der App vor allem live tippen und ein Werkzeug zum Teilen ihres Tickets suchen — der Teil-Cashout hebt die Marke im direkten Live-Vergleich hervor. Wer auf eine möglichst breite Auswahl an Sportarten und Wettlinien Wert legt, sortiert NEO.bet eher nach hinten.
Betano: Breiteste Streaming-Bibliothek im Set
Betano ist seit dem 19. Februar 2021 mit Erlaubnis auf der Whitelist, die Folge-Erlaubnis datiert auf den 16. Dezember 2022. Inhaber ist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta — die deutsche Plattform von Kaizen Gaming.
Die App ist im Apple App Store unter dem Entwickler KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED verzeichnet. Sie hebt sich vom übrigen Set vor allem durch ihre Streaming-Rechte ab: Live-Streams decken nach App-Store-Beschreibung unter anderem LaLiga, den FA Cup, Tennis-Grand-Slams, die NBA, die EuroLeague und die NFL ab. Das ist im deutschen Markt eine außergewöhnliche Dichte, weil Ligenrechte sonst entweder auf Anbieter wie bet365 oder auf Spezialanbieter wie die Pferdewetten-Plattformen verteilt sind. Hinzu kommen ein Bet Builder, mit dem mehrere Märkte eines Spiels kombiniert werden, sowie ein Cash Out.
Auf der Zahlungsseite ist die App breit aufgestellt: Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, das hauseigene Betano Cash und Kreditkarten sind in der App-Store-Beschreibung ausdrücklich genannt. Für ein GGL-lizenziertes Angebot ist das die ungewöhnlich große Auswahl an Direkt-Zahlungsmethoden, was die Einzahlung auf iPhone und Android vereinfacht. Das Live-Streaming selbst ist an die Bedingung geknüpft, dass ein verifiziertes Konto vorliegt und ein bestimmtes Mindestguthaben erreicht ist — Spieler prüfen diese Voraussetzung am besten vor dem ersten Stream.
Betano ist im Set die erste Wahl, wenn das Livestream-Angebot das entscheidende Kriterium ist: LaLiga an Wochenenden, NBA unter der Woche, NFL am Sonntag — alles aus einer App. Wer hingegen ohne Streaming-Erwartung spielt und einen sehr schmalen Funktionsumfang schätzt, bekommt bei Betano mehr, als er braucht.
888sport: Börsennotierter Mutterkonzern
888sport steht seit dem 30. Juni 2021 mit Erlaubnis auf der Whitelist, mit Folge-Erlaubnis vom 15. Dezember 2022. Inhaber ist die 888 Germany Limited — Teil der 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. 888sport ist damit der einzige Anbieter in dieser Übersicht, dessen Mutterkonzern öffentlich börsennotiert und damit zu Quartalsberichten verpflichtet ist.
Zum konkreten App-Funktionsumfang trägt das verfügbare Material wenig über die Lizenzbezeichnung hinaus; die App folgt dem üblichen Drei-Schichten-Modell. Der börsennotierte Status wirkt nicht direkt auf den Wettschein, aber auf die Bonität der Anbietergesellschaft: Wer einen Geschäftsbericht lesen will, kann das tun.
Im Vergleich zu den anderen Marken ist 888sport ein Sonderfall: nicht der größte Wettanbieter im Set, aber der mit der öffentlichsten Konzernstruktur. Für Spieler, die ihre Wett-App nach denselben Kriterien auswählen, nach denen sie eine Aktie auswählen würden, ist das ein relevantes Merkmal; für Spieler, denen das egal ist, spielt es keine Rolle.
Wer die Konzernstruktur eines Anbieters zu schätzen weiß — Bilanzen, Quartalsberichte, einen börsennotierten Anker —, hat bei 888sport den seltenen Vorteil, überhaupt nachschauen zu können. Wer das nicht braucht, wählt nach Wettbreite oder Streaming — Kriterien, bei denen 888sport im Set keine Sonderstellung einnimmt.
Interwetten: Quote vor Streaming
Interwetten ist seit dem 2. November 2020 mit Erlaubnis auf der GGL-Whitelist, mit Folge-Erlaubnis vom 27. Dezember 2022. Inhaber ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Malta. Die App im Apple App Store wird vom Entwickler Interwetten Gaming Ltd angeboten.
Inhaltlich setzt die App auf zwei Punkte: einen Cash-Out, der über das übliche Maß in den Wettschein integriert ist, und Top-Quoten sowohl im Live- als auch im Vorab-Programm. Das ist ein anderer Schwerpunkt als bei den Streaming-starken Anbietern im Set: Hier geht es nicht um die Anzahl der Video-Rechte, sondern um die Höhe der Preise für die einzelnen Märkte. Welche Märkte genau hervortreten, regelt das Wettprogramm; die App verkauft sich nicht über Livestreams, sondern über das Quotenniveau.
Im Vergleich ist Interwetten die App für den klassischen Quote-zuerst-Spieler. Wer nicht parallel zum Spiel streamen muss, sondern die Wette allein an der Zahl festmacht, ist hier richtig; wer einen Stream erwartet, schaut bei Betano, Betway oder Tipwin vorbei.
Interwetten passt zu Spielern, denen das Quotenniveau über dem Livestream steht und die das mobile Wettprogramm als Werkzeug, nicht als Unterhaltung sehen. Wer seine Wettlinie nach dem Video-Stream ausrichtet, sortiert diese Marke im Live-Bereich eher nach hinten.
Betway: Streaming und Zahlungsbreite
Betway ist seit dem 9. März 2021 mit Erlaubnis auf der GGL-Whitelist, mit Folge-Erlaubnis vom 23. Dezember 2022. Inhaber ist die Betway Limited; die App wird laut App Store von der Digital Outsource International Limited mit Sitz in London angeboten und verweist auf eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“.
Der Schwerpunkt liegt auf zwei Feldern: Live-Wetten und Livestreams. Beides ist in der App-Store-Beschreibung ausdrücklich genannt, die Streaming-Bibliothek ist allerdings weniger breit als bei Betano. Die Zahlungswege sind gemischt, üblich sind die gängigen Direkt-Methoden auf iPhone und Android.
Im Vergleich zu den Schwergewichten Streaming (Betano) und Mobile-Bedienung (Tipico) ist Betway solide Mittelklasse: eine App, die Live-Wetten und Livestreams anbietet, ohne bei den prominentesten Ligen eine Sonderstellung zu beanspruchen. Die Whitelist-Position ist seit 2021 stabil.
Betway passt zu Spielern, die Live-Wetten und Livestreams in einer App erwarten, ohne dass eine bestimmte Liga im Vordergrund steht. Wer eine konkrete Liga-Lieblingsübertragung sucht, prüft das Liga-Angebot vor Registrierung.
Tipwin: Live-Datenfokus
Tipwin ist seit dem 9. Oktober 2020 mit erster Erlaubnis auf der GGL-Whitelist; Folge-Erlaubnisse datieren auf den 27. Dezember 2022 und den 9. Januar 2024 — Tipwin ist damit eine der wenigen Marken im Set mit drei dokumentierten Erlaubnisschritten. Inhaber ist die Tipwin Limited mit Sitz in Paola, Malta.
Die App kombiniert nach App-Store-Beschreibung vier Live-Bausteine: Live-Wetten, einen Cashout, der das Ticket ganz oder teilweise auszahlt, eine Videoübertragung ausgewählter Ereignisse und Live-Statistiken. Die Kombination dieser vier Punkte ist im Set eher selten — die Videoübertragung bei ausgewählten, nicht allen Top-Ereignissen unterscheidet Tipwin von einem Vollstreaming-Anbieter wie Betano und platziert die App näher an Daten- und Statistik-Nutzern.
Im Vergleich ist Tipwin die Daten-zentrierte App: Wer sein Wettverhalten nicht am Video, sondern am statistischen Bild eines Spiels ausrichtet, bekommt hier eine breitere Datengrundlage als bei reinen Stream-Anbietern. Der Cashout mit Teil-Option ist ein zweiter Schwerpunkt; die erweiterte Erlaubnis-Historie 2020/2022/2024 dokumentiert den Lizenz-Loop vollständig und gilt im Vergleich als doppelte Bestätigung.
Tipwin ist die App für Spieler, die mit Statistiken statt nur mit Video wetten und einen Cashout schätzen, der nicht nur das ganze Ticket kennt. Wer seine App nach der größten Streaming-Vielfalt auswählt, ist bei Tipwin nicht optimal aufgehoben.
Tiptorro: Whitelist-Status mit schmalem Datenprofil
Tiptorro ist seit dem 30. Juni 2021 mit Erlaubnis auf der GGL-Whitelist verzeichnet, mit Folge-Erlaubnis vom 27. Dezember 2022. Inhaber ist die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Die App wird im App Store von der Torro Tec Limited angeboten, die sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Whitelist) bezeichnet.
Zum konkreten App-Funktionsumfang trägt das verfügbare Material wenig über die Lizenzbezeichnung hinaus; die App folgt dem Whitelist-Regelwerk, ohne sich über besondere Streaming-Rechte oder besondere Cashout-Features zu profilieren. Der Anbieter ist im App Store namentlich als Whitelist-Marke ausgewiesen — ein Vorteil im Vergleich zu Offshore-Apps, die diese Bezeichnung im deutschen Store nicht verwenden dürften.
Im Vergleich zu den Schwergewichten ist Tiptorro eine der Marken, deren App-Beschreibung im öffentlich zugänglichen Material am dünnsten ist. Was bleibt, ist die regulatorisch saubere Position: Erlaubnis seit 2021, Folge-Erlaubnis 2022, Inhaber in Malta unter GGL-Aufsicht. Wer eine App nach verfügbaren App-Store-Features auswählt, sortiert Tiptorro tendenziell nach hinten; wer die Erlaubnis als entscheidendes Kriterium nimmt, hat hier einen sauberen Fall.
Tiptorro ist die App für Spieler, denen die Whitelist-Position wichtiger ist als die App-Store-Beschreibung — und die mit einer weniger prominent dokumentierten Bedienoberfläche umgehen können. Wer sich vor Registrierung über die App-Funktionen informieren will, holt das vor dem ersten Login direkt in der App nach.
Häufig gestellte Fragen
Welche Wett-App ist in Deutschland die richtige, und was zählt wirklich?
Eine einzelne „beste“ App gibt es nicht — zehn Anbieter stehen derzeit mit Erlaubnis auf der GGL-Whitelist, jeder mit eigenem Profil. Was bei der Auswahl wirklich zählt: die Erlaubnis selbst, das Wettprogramm im eigenen Sportbereich, Cash Out und Livestream je nach Spielverhalten, sowie die Bedienoberfläche, mit der man persönlich am schnellsten zurechtkommt. Quoten allein entscheiden nicht, weil der Markt insgesamt ähnlich kalkuliert.
Welche Live-Wetten sind in einer deutschen Wett-App überhaupt erlaubt?
In Deutschland erlaubt § 21 Abs. 4 GlüStV Live-Wetten während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente — und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball sind damit tabu, obwohl dieselben Wetten bei ausländischen Anbietern verfügbar sind.
Wie erkennt man eine Wett-App ohne deutsche Erlaubnis, und worauf verzichtet man dort?
Eine .de-Domain reicht nicht — verbindlich ist nur die Whitelist der GGL nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Wer dort nicht steht, ist in Deutschland unerlaubt tätig; die GGL hat am 17. September 2026 noch einmal vor solchen Angeboten gewarnt. Verzichten muss man dort auf OASIS-Sperre, LUGAS-Limit, eigene-Namen-Pflicht und die insolvenzgeschützte Auszahlung innerhalb von fünf Werktagen — die Spielsucht-Werkzeuge sind freiwillig und nicht an ein Register angeschlossen.
Wie liest man ein Startguthaben richtig, und was kosten die Bedingungen?
Der Glücksspielstaatsvertrag regelt Boni für Sportwetten nicht; die Bedingungen stehen in den AGB. Drei Zahlen entscheiden: der Umsatzfaktor (1× bis 5× ist üblich), die geforderte Mindestquote (1,50 bis 2,00 und mehr), und die Frist (sieben bis 90 Tage). Wer diese drei Werte kennt, kann Angebote vergleichen, ohne auf die beworbene Prozentzahl zu schauen.
Welche Zahlungswege sind in einer GGL-App zulässig — und warum ist Krypto außen vor?
Erlaubt sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur Zahlungen von einem Konto, das auf den eigenen Namen bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz lautet — also Bankkonto, PayPal und ähnliche, soweit der Name stimmt. Krypto-Wallets und anonyme Prepaid-Karten sind nicht zulässig, weil sie nicht unter den eigene-Namen-Test fallen. Die Whitelist-Erlaubnis verlangt zudem einen insolvenzgeschützten Treuhandzugang für Guthaben.
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