Afrika-Cup-Wetten in Deutschland: was 2026 zählt und was 2027 wartet

Updated Oktober 2026
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Wer in Deutschland auf den Afrika-Cup wetten will, hat es im Veröffentlichungsjahr 2026 mit einer ungewohnten Lücke zu tun. Der Afrika-Cup 2025 lief vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko, der nächste Afrika-Cup 2027 ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Ein Turnier mit dem Namen „Afrika-Cup 2026“ gibt es nicht — das Jahr im Suchbegriff ist das Veröffentlichungsjahr. Wer trotzdem wetten will, findet ganzjährig Anbieter mit Quote, Langzeitwetten auf den kommenden Sieger und Testmärkte zu Freundschafts- und Qualifikationsspielen. Was sich davon in Deutschland nutzen lässt, regelt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, und genau dort beginnt die Auswahl.

Ein Fußballstadion unter Flutlicht mit hellen Rängen, von einem Hügel aus gesehen, darüber ein dunkelblauer Abendhimmel.
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt.

Stand: 17. Oktober 2026; geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Die Grundlage: zwei Ausgaben, ein Turniername

Der Afrika-Cup wird seit 1957 von der Confederation of African Football ausgetragen, Rekordtitelträger ist Ägypten mit sieben Siegen, Rekordtorschütze Samuel Eto’o mit 18 Treffern. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil, das Turnier wurde damit deutlich breiter aufgestellt als in den Jahrzehnten zuvor mit 16 Teilnehmern. Ab 2028 soll der Afrika-Cup nur noch alle vier Jahre stattfinden, eine Rhythmusänderung, die Buchmacher im Wettprogramm künftig stärker spüren werden als heute.

Ein Fußball auf rotem Sandboden neben einer Reihe Hütchen auf einem Trainingsplatz bei untergehender Sonne.
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden; zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften an.

Die Ausgabe 2025/26 verlief ungewöhnlich. Ursprünglich für den Sommer 2025 terminiert, verschob die CAF das Turnier wegen Überschneidungen mit der FIFA-Klub-WM 2025 auf den Jahreswechsel. Gespielt wurde vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko, sechs Vierergruppen, weiter kamen die Gruppen ersten und -zweiten sowie die besten vier Gruppendritten, danach K.-o.-Runde mit Verlängerung und Elfmeterschießen bei Gleichstand. Im Finale gewann Senegal am 18. Januar 2026 mit 1:0 nach Verlängerung gegen Marokko, das Spiel um Platz 3 entschied Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschießen 4:2, Torschützenkönig wurde Brahim Díaz mit fünf Treffern. Zwei Monate später wertete die CAF das Finale nachträglich mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Mannschaft nach einem Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit den Platz verlassen hatte; Senegal kündigte Berufung beim CAS an. Wer das Finale zitiert, sollte diese nachträgliche Wertung mitführen, sonst stimmt der Satz nur halb.

Die nächste Ausgabe 2027 wird zum ersten Mal in Ostafrika ausgetragen. Austragungsorte sind Kenia, Tansania und Uganda, der Zeitraum 19. Juni bis 17. Juli 2027. 54 Mannschaften hatten sich zur Qualifikation gemeldet, was das Teilnehmerfeld der Endrunde begrenzt, das Interesse am Kontinent aber unterstreicht. Wer jetzt schon eine Wette auf den kommenden Titelträger abgeben will, findet solche Langzeitwetten („Outright Sieger“) bei mehreren lizenzierten Anbietern in Deutschland, mit Quoten, die sich bis zum Anpfiff des Eröffnungsspiels noch deutlich bewegen.

Die Einordnung: warum es im Veröffentlichungsjahr kein Turnier gibt

Der Suchbegriff „Afrika-Cup-Wetten 2026“ erzeugt eine Erwartung, die das Turnier selbst nicht einlöst. Wer eine konkrete Partie sucht, auf die er tippen kann, wird im Veröffentlichungsjahr nur in den wenigen Wochen vor und nach dem Jahreswechsel fündig. Außerhalb dieses schmalen Fensters bleibt das, was Buchmacher anbieten, ein anderes Produkt.

Drei Sorten von Wetten sind es, die ganzjährig zur Verfügung stehen. Erstens die Langzeitwette auf den Sieger 2027, deren Quote sich nach jeder Qualifikationsrunde neu kalibriert und bis zum Anpfiff des Eröffnungsspiels in der Regel fällt, weil der Favoritenkreis kleiner wird. Zweitens Qualifikationsspiele und Freundschaftsspiele der afrikanischen Nationalmannschaften, die in den Wettprogrammen als reguläre Länderspiele auftauchen, mitunter ohne besonderen Afrika-Cup-Stempel, weil sie als Freundschafts- oder WM-Qualifikationsspiele deklariert sind. Drittens Test- und Spezialmärkte, etwa auf den Torschützenkönig des nächsten Turniers oder darauf, ob ein bestimmter Spieler im Kader stehen wird. Wer zu Jahresbeginn 2026 nach „Afrika-Cup-Wetten 2026“ sucht, bekommt also vor allem den Ausklang der Ausgabe 2025/26 und den Auftakt der Vorbereitung auf 2027 serviert.

Die Verwechslung ist auch für Buchmacher selbst ein Thema. Wer im Januar 2026 nach dem Afrika-Cup 2026 sucht, landet bei Suchergebnissen, die das Turnier 2025/26 meinen. Anbieter, die ihren Wettkalender sauber pflegen, trennen konsequent zwischen „AFCON 2025“ und „AFCON 2027“, und nutzen das laufende Jahr nicht als eigene Turnierbezeichnung. Das ist mehr als eine Geschmacksfrage: Wer auf „den Afrika-Cup 2026“ wettet, obwohl kein solcher Wettbewerb existiert, läuft Gefahr, am Ende eine Wette auf das falsche Turnier in der Hand zu halten.

Die Rechtslage: nur Whitelist-Anbieter sind in Deutschland zulässig

Sportwetten sind in Deutschland seit 1. Juli 2021 nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 bundesweit einheitlich geregelt. Erlaubnispflichtig ist, wer in Deutschland Sportwetten im Internet veranstalten oder vermitteln will, zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Die GGL führt die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Stand 2. Oktober 2026 listet die Whitelist 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei reine Pferdewetten-Veranstalter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber die Endung .de allein beweist noch keine Erlaubnis, sie kann auch von einem Anbieter ohne deutsche Genehmigung genutzt werden.

Eine Waage aus Messing und ein geschlossener Aktenordner ohne Beschriftung stehen auf einem polierten Schreibtisch.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt, eine Verlängerung ist möglich. Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum. Wer prüfen will, ob ein konkreter Anbieter eine aktuelle Sportwetten-Erlaubnis hat, schlägt die Domain auf der GGL-Whitelist nach, etwa VBet, bet365, ODDSET, AdmiralBet, Tiptorro, Sportingbet, 888sport, DAZN Bet, Interwetten oder Betway. Erscheint die Domain dort unter dem Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, ist der Anbieter in Deutschland für Sportwetten zugelassen. Erscheint sie nicht, ist die Annahme von Wetten aus Deutschland eine unerlaubte Tätigkeit. Eine Konzession aus Malta, Curaçao oder Anjouan ersetzt die deutsche Erlaubnis nicht. Die GGL hat im September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt, exemplarisch nannte sie „Platincasino“.

Die Folgen unerlaubter Angebote sind mehrschichtig. Strafrechtlich kann das Veranstalten bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe kosten, die Werbung bis zu ein Jahr, die Teilnahme bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe, wobei Strafverfolgungen gegen einzelne Spieler in der Praxis nicht etabliert sind. Zivilrechtlich haben deutsche Gerichte in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat diese Frage am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH vorgelegt; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Wetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (C-530/24) hält EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verpflichtet zu machen, mit einer Ausnahme: Hat eine Behörde zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, entfällt der Anspruch. Kein Urteil ist damit eine Garantie für jeden Einzelfall.

Wetten auf E-Sports sind in Deutschland nicht zulässig, weil E-Sports von der GGL nicht als Sport anerkannt wird. Wer unter „Afrika-Cup-Wetten“ auch E-Sports-Märkte oder Sim-Fußball erwartet, sucht sie bei lizenzierten deutschen Anbietern vergeblich. Live-Wetten sind im laufenden Spiel nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt, etwa das nächste Tor im Fußball oder den nächsten Satz im Tennis; das nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball ist tabu. Verboten sind zudem Wetten auf überwiegend minderjährige oder amateurhafte Veranstaltungen, manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße und deren Sanktionierung. Fußball unterhalb der 3. Liga fällt nach GGL-Praxis unter die Amateurklausel.

Spielerschutz: Limits, Sperrdatei und Sofortblock

Wer in Deutschland bei einem Whitelist-Anbieter wettet, ist in das Sicherungssystem eingebunden, das der GlüStV 2021 vorschreibt. Drei Bausteine bestimmen den Alltag.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter hinweg. Die Limitdatei LUGAS sorgt dafür, dass dieser Betrag nicht durch paralleles Spielen auf mehreren Plattformen umgangen werden kann. Eine Anbieter kann auf Antrag ein höheres Limit einrichten, bis 10.000 €, in Ausnahmefällen bis 30.000 €, aber nur bei einem Anteil von höchstens einem Prozent seiner aktiven Spielenden und nur gegen nachweisbaren Einkommens- oder Vermögensnachweis. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen frühestens nach sieben Tagen.

Die Sperrdatei OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) wird bei Registrierung und Login abgeglichen. Wer sich selbst sperren lässt, wählt eine Frist zwischen drei Monaten und unbegrenzt, ohne Fristangabe beträgt die Sperre mindestens ein Jahr. Wer gesperrt ist, kann sich bei keinem Whitelist-Anbieter mehr anmelden, ein parallel laufendes Konto ist unzulässig (§ 6h). Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, ohne Begründung, ohne Wartezeit. Beide Systeme greifen nur bei lizenzierten Anbietern, Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen.

Wer ein Konto eröffnet, muss sich vor der ersten Auszahlung vollständig verifizieren (§ 6a GlüStV). In der Zwischenzeit, höchstens 72 Stunden, darf der Anbieter Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € erlauben, Auszahlungen sind in dieser Phase ausgeschlossen. Die Verifizierungspflicht ist der Grund, warum jeder Whitelist-Anbieter irgendwann nach einem Ausweisdokument fragt. Wer diese Hürde umgehen will, kann nur zu Anbietern ohne deutsche Erlaubnis ausweichen, mit allen Folgen, die das für Rechtsschutz, Sperrdatei und Steuern hat.

Zahlungen sind nach § 6b Abs. 4 nur von einem Konto zulässig, das auf den eigenen Namen lautet und bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut geführt wird. Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Lösungen fallen damit aus, auch wenn der Anbieter sie im Ausland akzeptiert. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt.

Wettarten: Sieger, Gruppe, Torschütze — und was im K.-o.-Spiel zählt

Der Afrika-Cup bietet im Kern vier Wettkategorien, die jedes Wettprogramm in dieser Form führt. Erstens die Siegerwette, also die Langzeitwette auf den Turniersieger, abgegeben Monate vor dem Anpfiff, mit Quote, die bis zum ersten Spiel fällt. Zweitens die Gruppenwette, also Wetten auf Gruppensieger, Gruppendritten oder das Weiterkommen einer Mannschaft aus der Gruppenphase. Drittens die Einzelwette auf das Spiel: Ergebnis zur regulären Spielzeit (1X2 mit Unentschieden), Über/Unter-Tore, Handicap, beide Teams treffen. Viertens die Torschützenwette, vor und während des Turniers: Wer wird Torschützenkönig, wer trifft im nächsten Spiel.

Eine Besonderheit gilt für K.-o.-Spiele, also ab dem Achtelfinale. Wer auf das Spielergebnis zu „regulärer Spielzeit“ wettet, dessen Wette endet mit dem Schlusspfiff der 90 Minuten plus Nachspielzeit. Steht es unentschieden, ist die Wette verloren, auch wenn die Mannschaft später im Elfmeterschießen weiterkommt. Wer auf „Sieger des Spiels“ wettet, dessen Wette schließt die Verlängerung und das Elfmeterschießen ein, sofern der Anbieter das so anbietet. Hier trennt sich die Spielform von der Wettform, und hier passieren die häufigsten Fehlinterpretationen. Das Beispiel des Afrika-Cup-Finals 2025/26 illustriert das: Wer auf Senegal „Sieger des Spiels“ setzte, hatte gewonnen, das Elfmeterschießen gab es nicht, das Spiel endete 1:0 nach Verlängerung, das ist ein „Sieg“ im Wettsinn. Wer auf Senegal „Sieg nach 90 Minuten“ setzte, hatte verloren, denn nach 90 Minuten stand es 0:0.

Die Torschützenwette auf den Torschützenkönig des Turniers ist eine Langzeitwette, deren Auszahlung erst nach dem Finale steht. Eigentreffer zählen in der Regel nicht für den Torschützen, der den Ball ins eigene Tor befördert hat, sondern werden, je nach Anbieter, dem Spieler zugeschrieben, dem das Tor offiziell zugerechnet wird. Wer hierauf setzt, sollte die Regeln des jeweiligen Buchmachers prüfen, die sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden.

Die Wettquote ist der Preis für das Risiko, und der Preis hat eine eingebaute Marge. Bei einer Drei-Wege-Wette (1X2) auf ein Fußballspiel addiert sich die faire Auszahlung nicht zu 100 Prozent, sondern zu weniger. Was fehlt, ist der Anteil des Buchmachers, die Marge. Eine grobe Rechnung: Wer für ein ausgeglichenes Spiel auf Sieg Heimsieg 2,10, auf Unentschieden 3,40 und auf Auswärtssieg 3,60 anbietet, gibt für jede der drei Wetten einen Preis, der das tatsächliche Risiko übersteigt.

Drei Wege mit Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 ergeben, gleichmäßig auf alle drei Ausgänge verteilt, eine Auszahlungsquote von rund 94 Prozent und eine Marge von rund 6 Prozent. Das heißt: Von jedem Euro, der auf diese Wette gesetzt wird, fließt im statistischen Mittel etwa 94 Cent an die Spielenden zurück, rund 6 Cent behält der Anbieter. Je ausgeglichener die Quoten, desto näher an 100 Prozent liegt die Auszahlung, je extremer ein Außenseiter, desto höher die Marge. Diese Spanne zwischen 4 und 8 Prozent ist auf dem deutschen Markt üblich, höhere Margen findet man eher bei Nischenmärkten und Spezialwetten.

Der Spielplan als Wettrhythmus: Gruppenphase, K.-o., Finale

Der Wettkalender eines Afrika-Cups folgt einem klaren Takt. Die Gruppenphase läuft über zwei Wochen mit drei bis vier Spielen pro Gruppe und Tag, ideal für tägliche Einzelwetten und Kombiwetten. Quoten verändern sich in dieser Phase am stärksten, weil jedes Spiel neue Information über die wahrscheinliche Tabellenkonstellation liefert, und Buchmacher passen die Siegerquote nach jedem Gruppenspiel an. Wer seine Siegerwette früh platziert, sichert sich die Quote vor den Anpassungen, wer spät setzt, handelt in der Regel zu schlechteren Preisen auf den Favoriten und besseren Preisen auf den Außenseiter, dessen Chancen gerade gestiegen sind.

Die K.-o.-Runde beginnt mit dem Achtelfinale. Ab hier zählt, was unter „Wettarten“ zu Verlängerung und Elfmeterschießen gesagt wurde. Märkte wie „Ergebnis nach 90 Minuten“ und „Sieger des Spiels“ laufen getrennt, und wer das nicht trennt, wettet am Ende auf das, was er nicht meinte. Innerhalb der K.-o.-Runde steigt auch das Angebot an Live-Wetten, weil jedes Spiel eine eigene Dynamik hat. Die GGL-Einschränkungen bleiben aber bestehen: Live nur das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis, keine Mikromärkte auf den nächsten Pass oder die nächste Ecke.

Das Finale ist der meistbewettete Einzelspiel-Moment des Turniers. Wer auf den Turniersieger gesetzt hat, sieht seine Wette am Abend des Finales ausgewertet. Die Auszahlung bei Whitelist-Anbietern erfolgt nach dem offiziellen Spielende, also nach Abpfiff des Elfmeterschießens, sofern eines nötig war. Die GGL schreibt vor, dass Gewinne erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt werden, was bei einem Spiel mit Nachspiel und Verlängerung bis zu zwei Stunden Wartezeit bedeuten kann, in Ausnahmefällen auch mehr, wenn der Spielbericht korrigiert wird.

Was sich zwischen der Ausgabe 2025/26 und der Ausgabe 2027 verschiebt, ist die Verfügbarkeit. Während des Turniers ist das Angebot an Afrika-Cup-Märkten breit, dazwischen schrumpft es auf die Qualifikationsspiele und auf Langzeitwetten. Wer eine Wette auf den Sieger 2027 platzieren will, sollte das im Auge behalten: Im Januar 2026 sind die Quoten in der Regel noch am höchsten, weil das Teilnehmerfeld noch nicht feststeht, im Frühsommer 2027 sind sie in der Regel am niedrigsten, weil Verletzungen, Sperren und Formkurven schon eingepreist sind.

Wettanbieter im Vergleich: zehn lizenzierte Häuser für Afrika-Cup-Wetten

Die folgende Übersicht zeigt zehn Anbieter mit aktueller deutscher Sportwetten-Erlaubnis (Whitelist, Stand 2. Oktober 2026). Sortiert ist die Liste nach Reihenfolge des §6 des Rechercheteils, nicht nach empfohlener Präferenz; Leserinnen und Leser prüfen selbst, welcher Anbieter zu welchem Wetthabitus passt.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
VBet Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für VBet; Inhaber SCGO Limited, Malta 05.12.2023
Betway Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für Betway; Inhaber Betway Limited 09.03.2021
ODDSET Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für ODDSET; Inhaber ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
bet365 Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für bet365; Inhaber Hillside (Europe) ENC, Malta 09.10.2020
AdmiralBet Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für AdmiralBet; Inhaber Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Tiptorro Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für Tiptorro; Inhaber Torro Tec Limited, Malta 30.06.2021
Sportingbet Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet; Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
888sport Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für 888sport; Inhaber 888 Germany Limited 30.06.2021
DAZN Bet Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet; Inhaber DZBT Operations Limited, Malta 22.08.2023
Interwetten Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für Interwetten; Inhaber Interwetten Gaming Limited, Malta 02.11.2020

Wer auf dieser Liste steht, hat eine Erlaubnis der GGL, der Block fällt aber in die Verantwortung jedes Anbieters selbst. Die Spalte „Erlaubnis seit“ zeigt das Datum der ersten Erteilung, Verlängerungen sind in der Tabelle nicht aufgeführt, die Whitelist kennt zudem kein Enddatum.

VBet

VBet ist mit einer Erlaubnis seit Dezember 2023 einer der jüngeren Einträge auf der Whitelist. Betrieben wird die deutsche Seite von der SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta. VBet positioniert sich international als breit aufgestellter Sportwetten-Anbieter und führt ein Wettprogramm mit den gängigen Sportarten, Fußball dominiert. Für Afrika-Cup-Spiele heißt das: 1X2, Über/Unter, Handicap, Sieger gesamt und Torschützenmärkte sind Standard. Die Schnittstelle ist erfahrungsgemäß eher an Turnier- als an Live-Spezialisten adressiert, womit VBet für den klassischen Sieger- und Spielausgang-Wetter eine solide Adresse ist.

Wer VBet wählt, sollte das eigene Willkommensangebot im Auge behalten, das übliche Konstrukt: Einzahlung, Bonusguthaben, Umsatzbedingungen, Frist. Die Bedingungen sind das, was das Angebot von einem Geschenk unterscheidet. Eine 5-fache Umsetzung des Bonus zu Mindestquote 1,80 liest sich harmlos und ist im Marktvergleich moderat; eine 10-fache Umsetzung zu Mindestquote 2,50 liest sich ebenfalls oft und kostet mehr, als die Bonussumme vermuten lässt. Welche dieser Versionen bei VBet gilt, steht in den AGB.

Verdikt: VBet überzeugt mit einer schnellen Integration neuer Ligen und ist für Wettende, die Wert auf eine übersichtliche und funktionale Plattform legen, eine solide Anlaufstelle.

Betway

Betway ist seit März 2021 auf der Whitelist. Das britisch-maltesische Unternehmen führt ein vollständiges Wettprogramm inklusive Live-Wetten und Cash-Out. Beim Cash-Out zeigt die App unter „Meine Wetten“ ein grünes Symbol, mit dem sich die Wette ganz oder teilweise vorzeitig auszahlen lässt, was bei Afrika-Cup-Kombiwetten während des Turniers praktisch werden kann, wenn ein Teil schon gewonnen ist und der Rest unsicher wird. Der Wettkonfigurator „Konfigurator+“ bündelt Auswahlen aus verschiedenen Partien zu einer kombinierten Wette, was für Afrika-Cup-Spieltage mit mehreren Begegnungen ein bequemer Workflow ist.

Betway ist im deutschen Markt überwiegend Fußball-getrieben, was zum Afrika-Cup passt. Wer den Anbieter nutzt, sollte prüfen, wie das Willkommensangebot an die Bedingungen geknüpft ist. Die Bonusbedingungen sind, branchenüblich, der Punkt, an dem ein Angebot wertlos oder wertvoll wird, und nicht die Höhe der Bonussumme.

Verdikt: Betway passt für Wettende, die Live-Cash-Out und einen Konfigurator schätzen und das Willkommensangebot anhand seiner Bedingungen bewerten.

ODDSET

ODDSET wird vom Staatlichen Lotterievertrieb in Bayern und vom Deutschen Lotto- und Totoblock getragen und führt eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis seit November 2020, erteilt vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022 für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Aufsichtsbehörde ist die GGL. ODDSET positioniert sich am unteren Rand der Quoten, was die Marge angeht, eher konservativ, was das Wetten mit kleinem Budget und hoher Disziplin angeht. Das Angebot an Spezialwetten ist schmaler als bei den großen Privatanbietern, das Grundprogramm mit 1X2, Über/Unter und Handicap ist aber vollständig.

ODDSET ist eine Adresse für Wettende, die einen traditionsreichen, in deutschen Lotto- und Toto-Strukturen verankerten Anbieter mit klarer Aufsicht suchen und keine Nischensportarten oder besonders tiefe Live-Märkte brauchen. Wer Fußball-Wetten auf den Afrika-Cup mit konventionellem Programm sucht, ist hier richtig. Bei exotischeren Märkten, etwa auf Torschützenkönige, wird das Angebot schnell dünn.

Verdikt: Wer staatlich garantierte Sicherheit und ein unaufgeregtes Fußball-Wettprogramm bevorzugt, findet bei ODDSET einen verlässlichen Ankerpunkt.

bet365

bet365 ist einer der größten Sportwetten-Anbieter weltweit und seit Oktober 2020 auf der deutschen Whitelist, betrieben von der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Das Wettprogramm ist das breiteste im deutschen Markt, mit Live-Wetten, Cash-Out, einem Bet Builder, Streaming von Sport-Events, soweit verfügbar, und einer Fülle an Spezialmärkten. Für Afrika-Cup-Spiele heißt das: Sieger, Gruppensieger, Torschützen, Spielerstatistiken, Kombinationen aus mehreren Märkten, Handicap-Varianten.

bet365 ist nicht der günstigste Anbieter im Markt, gemessen an der durchschnittlichen Marge, aber er ist der vollständigste. Wer eine breite Auswahl schätzt und bereit ist, dafür etwas mehr Marge zu akzeptieren, findet hier das dichteste Wettprogramm zum Afrika-Cup. Bei der Willkommensaktion gilt dasselbe Prinzip wie überall: Die Bedingungen entscheiden, nicht die Bonussumme.

Verdikt: bet365 passt für Wettende, die das breiteste Wettprogramm und die meisten Live-Features wollen, auch wenn sie dafür eine höhere Marge akzeptieren.

AdmiralBet

AdmiralBet tritt auf der Whitelist mit der Greentube Betting Malta Limited als Inhaberin auf; die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit Oktober 2020 mit Folgeerlaubnissen im Dezember 2022 und Juli 2024. Das Wettprogramm ist am österreichisch-schweizerischen Mutterkonzern Novomatic-Umfeld orientiert und deckt Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball und weitere Sportarten ab. Für Afrika-Cup-Spiele ist Fußball die relevante Kategorie, das Angebot entspricht dem üblichen Standard mit Sieger, Gruppe, Torschützen und Handicap.

AdmiralBet ist in Deutschland weniger stark im Marketing präsent als die ganz großen Namen, was sich nicht zwingend auf das Wettprogramm auswirkt. Wer einen Anbieter mit langer Erlaubnishistorie und solider Fußball-Abdeckung sucht, ist hier richtig. Wie bei jedem Anbieter sind die Bonusbedingungen das, was am Ende zählt.

Verdikt: AdmiralBet punktet durch die Anbindung an den österreichischen Mutterkonzern und ist ideal für Wettende, die ein bewährtes, klassisches Wettumfeld schätzen.

Tiptorro

Tiptorro gehört zur Tipico-Gruppe und ist auf der Whitelist seit Juni 2021, betrieben von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Das Wettprogramm entspricht weitgehend dem, was die Tipico-Familie auch auf anderen Märkten anbietet, mit Fußball als Schwerpunkt, Live-Wetten und dem typischen Bet Builder. Die App positioniert sich im Apple App Store mit Verweis auf die Whitelist-Erlaubnis, was bei einer Direktsuche nach „Tiptorro“ und „deutsche Erlaubnis“ die Einordnung erleichtert.

Tiptorro ist nicht der Hauptmarken-Auftritt der Tipico-Gruppe in Deutschland, aber ein ergänzender Kanal mit eigenem Wettprogramm. Wer bereits ein Konto bei einem anderen Anbieter der Gruppe hat, kann die Tiptorro-Schnittstelle als zweite Meinung nutzen, etwa um Quoten zu vergleichen.

Verdikt: Tiptorro passt für Wettende, die mit der Tipico-Gruppe vertraut sind und eine zweite Anlaufstelle für Quotenvergleiche suchen.

Sportingbet

Sportingbet ist seit Oktober 2020 auf der Whitelist, betrieben von der Sportingbet (Deutschland) Limited. Das Wettprogramm umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts, Snooker und mehr, mit Live-Wetten und einem Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Für Afrika-Cup-Spiele bedeutet das: Standard-Märkte plus erweiterte Live-Märkte.

Sportingbet gehört zu den etablierten europäischen Marken und ist in Deutschland mit vollständiger Erlaubnis vertreten. Die Abdeckung der Standard-Sportarten ist solide, bei Spezialmärkten außerhalb des Fußballs wird das Angebot schneller dünn.

Verdikt: Sportingbet ist die Wahl für Wettende, die beim Kombinieren von Fußballwetten Wert auf einen leistungsfähigen Konfigurator legen.

888sport

888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, deren Aktie seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Die deutsche Erlaubnis besteht seit Juni 2021. Das Wettprogramm umfasst Fußball, Tennis, Basketball und weitere Sportarten, mit Live-Wetten und Standardmärkten. Die 888-Gruppe ist im Casino-Bereich breiter aufgestellt als im Sportwetten-Bereich, was sich in der Wettprogramm-Tiefe niederschlägt: solide im Fußball, dünner in Nischen.

888sport ist eine Adresse für Wettende, die einen Anbieter mit börsennotierter Muttergesellschaft und sauberer Erlaubnis suchen und keine spezialisierten Live-Features brauchen. Bei Afrika-Cup-Spielen ist das Programm ausreichend, um Sieger, Gruppe, Torschützen und Standard-Spielausgänge zu finden.

Verdikt: Aufgrund der börsennotierten Struktur bietet 888sport eine verlässliche Finanzbasis und ist für Standard-Fußballtipper eine interessante Alternative.

DAZN Bet

DAZN Bet ist die Sportwetten-Marke des Streaming-Dienstes DAZN und seit August 2023 auf der Whitelist, betrieben von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. Das Wettprogramm ist am DAZN-Ökosystem orientiert, mit Schwerpunkt auf Fußball und den Sportarten, die DAZN auch als Streaminganbieter abdeckt. Für Afrika-Cup-Spiele ist die Fußball-Abdeckung entsprechend solide.

Die Kombination aus Streaminganbieter und Wettanbieter hat einen praktischen Vorteil: Wer ein DAZN-Abo hat, kann Spiele streamen und parallel auf der DAZN-Bet-Plattform wetten, ohne zwischen Anwendungen wechseln zu müssen. Die Frage ist, ob das eigene Wettverhalten davon profitiert oder ob es die Versuchung erhöht, schneller und häufiger zu setzen, als man es ohne Stream täte. Hier hilft das Einzahlungslimit, das bei allen Whitelist-Anbietern gilt.

Verdikt: DAZN Bet passt für Wettende, die ohnehin ein DAZN-Abo nutzen und Streaming mit Wetten verbinden möchten.

Interwetten

Interwetten ist seit November 2020 auf der deutschen Whitelist, betrieben von der Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Das Wettprogramm ist breit, mit Fußball als Schwerpunkt, Live-Wetten und den Standardmärkten. Interwetten ist eine der traditionsreicheren europäischen Marken und in Österreich verwurzelt, was sich am Wettangebot für untere österreichische Ligen zeigt, die bei vielen anderen Anbietern fehlen.

Für Afrika-Cup-Spiele ist die Fußball-Abdeckung solide, das Angebot an Spezialmärkten entspricht dem Standard. Interwetten ist eine Adresse für Wettende, die einen traditionsreichen Anbieter mit sauberer Erlaubnis und solider Standardabdeckung suchen.

Verdikt: Interwetten passt für Wettende, die einen traditionsreichen Anbieter mit Standard-Programm suchen.

Wettsteuer: 5,3 %, die der Anbieter weiterreicht — oder nicht

Die Sportwettensteuer ist nach §§ 16 bis 25 RennwLottG eine Pflicht des Veranstalters, nicht des Wettenden. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was rund 5,03 % des eingesetzten Betrags entspricht. Der Anbieter kann diese Steuer in seine Quote einpreisen, vom Gewinn abziehen oder vom Einsatz abziehen, je nach Geschäftsmodell. Drei Modelle sind im deutschen Markt verbreitet: Quote inklusive Steuer (der Anbieter behält den Steueranteil aus der Marge), Steuer auf den Einsatz (jeder Einsatz schrumpft vor der Wette um 5,3 %) und Steuer auf den Gewinn (nur Gewinne werden besteuert, der Einsatz kommt vollständig zur Wette).

Wer „5,3 % Wettsteuer“ liest und denkt, das sei der Anteil, der vom Einsatz abgezogen wird, liegt in einem der drei Modelle daneben. Wer konsequent auf den Anbieter mit der für sein Wettverhalten günstigsten Steuerbehandlung setzen will, muss die Bedingungen jedes Anbieters prüfen, denn sie sind nicht einheitlich. Eine Auszahlungsquote, die im Werbeversprechen mit „0 % Wettsteuer“ beworben wird, bedeutet in der Regel, dass der Anbieter die Steuer selbst trägt und nicht weiterreicht, mit der Konsequenz, dass die Quote diese Kosten über die Marge tragen muss. Die Auszahlungsquote ist dann tendenziell etwas niedriger, der Werbeeffekt für den Kunden aber unmittelbar.

Bonus und Werbeaktionen: was die Bedingungen kosten

Kein Anbieter im deutschen Markt bietet einen „risikofreien“ Bonus an, auch wenn die Werbung das suggeriert. Die Werbung arbeitet mit Begriffen wie „Freiwette“, „Willkommensbonus“, „erhöhte Quote“, „Geld-zurück“, die alle eines gemeinsam haben: Sie sind an Bedingungen geknüpft, die über die Geste der Werbung hinausgehen.

Drei Bedingungs-Typen bestimmen, was ein Bonus den Wettenden tatsächlich kostet. Die Umsatzbedingung schreibt vor, wie oft Bonus und gegebenenfalls Einzahlung zu einem bestimmten Mindestumsatz gewettet werden müssen, bevor eine Auszahlung möglich ist. Eine 5-fache Umsetzung des Bonus zu Mindestquote 1,80 ist im Marktvergleich moderat, eine 10-fache Umsetzung zu Mindestquote 2,50 ist im oberen Drittel. Die Mindestquote legt fest, welche Wetten für den Umsatz zählen; Wetten unter der Mindestquote zählen nicht, schlimmstenfalls wird der Bonus wegen Verstoßes gegen die Bedingungen storniert. Die Frist setzt, binnen welcher Zeit der Umsatz erfüllt sein muss, typisch 30 bis 90 Tage.

Eine „Freiwette“ oder „Freebet“ hat eine eigene Logik. Der Einsatz der Freebet wird im Erfolgsfall nicht ausgezahlt, nur der Gewinn. Wer eine 10-€-Freebet zu Quote 3,00 setzt, gewinnt 20 € (10 × 2,00), nicht 30 €. Wer das nicht weiß, kalkuliert den Wert der Freebet falsch. Der durchschnittliche Wert einer Freebet hängt von der Quote ab, auf die sie eingesetzt wird, und von der Auszahlungsquote des Marktes, auf dem sie läuft. Faustregel: Freebets sind ein Bruchteil ihres Nominalwerts wert, oft zwischen 50 % und 80 %, je nach Quote und Markt.

Eine „risikofreie Wette“ ist in der Werbung oft eine Freebet, die im Verlustfall als Erstattung ausgegeben wird. Das ist kein Bargeld, es ist eine neue Wette, die unter denselben Bedingungen läuft wie eine Freebet. Die Werbung suggeriert Sicherheit, die Mechanik ist ein Bonus mit Umsatzbedingung.

Werbeaktionen sind nach § 5 Abs. 7 GlüStV nur erlaubten Anbietern gestattet. Der Werbe-Tageszeit-Bann zwischen 6 und 21 Uhr betrifft Online-Casino, Online-Poker und virtuelle Automatenspiele, nicht Sportwetten. Im Sportwetten-Bereich gilt: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen und Sportlern oder Funktionsträgern, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Die Werbelandschaft ist damit für Sportwetten weniger reguliert als für Casino, aber nicht unbegrenzt.

Auszahlung und Verifikation: was nach dem Gewinn passiert

Wer auf den Afrika-Cup wettet und gewinnt, hat mit der Auszahlung einen eigenen Verwaltungsakt vor sich. Die GGL schreibt vor, dass Gewinne erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt werden, bei einem Turnier also frühestens nach dem Schlusspfiff des jeweiligen Spiels, beim Turniersieger erst nach dem Finale. Bei Spielen, deren Ergebnis nachträglich korrigiert wird, etwa dem Afrika-Cup-Finale 2025/26, kann sich die Auszahlung verzögern, bis die Korrektur offiziell verarbeitet ist. Das ist kein Einzelfall, sondern betriebliche Normalität.

Die Auszahlung selbst hängt an der Verifikation. Jeder Whitelist-Anbieter verifiziert das Konto vor der ersten Auszahlung, mit Ausweis, Adressnachweis und gegebenenfalls Zahlungsnachweis. In den 72 Stunden vor der Verifikation gilt ein Einzahlungslimit von 100 €, Auszahlungen sind ausgeschlossen. Wer vor einer größeren Afrika-Cup-Wette das Konto noch nicht verifiziert hat, riskiert, dass die Auszahlung des Gewinns erst nach Abschluss der Verifikation erfolgt, was einige Tage dauern kann.

Die Zahlung selbst läuft über das hinterlegte Zahlungsmittel, das auf den Namen des Kontoinhabers lauten muss. Wer mit Kreditkarte einzahlt, bekommt in der Regel auf die Kreditkarte zurück, wer per Banküberweisung einzahlt, bekommt per Banküberweisung. Die Auszahlung erfolgt nach § 6b Abs. 7 GlüStV innerhalb von fünf Werktagen nach Kontoschließung ohne Gebühr, was die Höchstfrist für die Auszahlung des Restguthabens ist; für reguläre Gewinnauszahlungen gilt eine kürzere Frist, je nach Anbieter und Zahlungsmethode.

Wann der Afrika-Cup 2027 ins Wettprogramm rückt

Wer im Veröffentlichungsjahr 2026 überlegt, ob eine Afrika-Cup-Wette jetzt schon sinnvoll ist, sollte drei Zeitpunkte im Auge behalten. Im Sommer 2026 beginnt die Qualifikationsphase für 2027, mit Afrika-Cup-Qualifikationsspielen im Wettprogramm. Im Herbst 2026 und Winter 2026 intensiviert sich die Quote auf den Sieger 2027, weil Verletzungen, Sperren und Formkurven der Favoriten in die Bewertung einfließen. Im Frühjahr 2027, sobald die Endrunden-Gruppen ausgelost sind, beginnt das volle Wettprogramm mit 1X2, Über/Unter, Handicap, Sieger, Torschützenkönig, gruppeninternen Vergleichen.

Wer den Afrika-Cup 2025/26 nachträglich spielen will, kann das in der Form von Langzeitwetten auf historische Ereignisse nicht, sehr wohl aber über Wettbörsen, die gelegentlich „Saison-Rückblick“-Märkte anbieten. Bei Whitelist-Anbietern ist das Angebot auf das gerichtet, was stattfindet, nicht auf das, was stattgefunden hat. Eine nachträgliche Wette auf den Sieger 2025/26 ist bei den meisten deutschen Anbietern deshalb nicht (mehr) verfügbar.

Häufige Fragen

Ist 2026 ein Afrika-Cup-Jahr?

Im Veröffentlichungsjahr 2026 findet kein Afrika-Cup statt. Der Afrika-Cup 2025 lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko und endete mit dem Finale, das die CAF inzwischen nachträglich mit 3:0 für Marokko gewertet hat. Der nächste Afrika-Cup ist für 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Das Jahr 2026 im Suchbegriff ist das Veröffentlichungsjahr, kein Turnierjahr.

Wann und wo findet der Afrika-Cup 2027 statt?

Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden. 54 Mannschaften hatten sich zur Qualifikation gemeldet. Es ist das erste Mal, dass das Turnier in Ostafrika ausgetragen wird, nach Ausgaben in Marokko, Ägypten, Kamerun und anderen afrikanischen Gastgebern.

Welche Wettarten gibt es beim Afrika-Cup?

Das Wettprogramm folgt dem Turnierformat. In der Gruppenphase dominieren Einzelwetten auf das Spiel (1X2, Über/Unter, Handicap) und Kombiwetten über mehrere Spiele, dazu Sieger- und Torschützenwetten als Langzeitmärkte. Ab dem Achtelfinale kommen Live-Wetten auf das nächste Tor und das Endergebnis dazu, sofern der Anbieter diese Märkte anbietet. Bei K.-o.-Spielen trennt der Anbieter zwischen „Sieg nach 90 Minuten“ und „Sieger des Spiels“ mit Verlängerung und Elfmeterschießen.

Zählt bei K.-o.-Spielen die Verlängerung?

Das hängt von der Wettart ab. Wer auf das Ergebnis nach 90 Minuten wettet, dessen Wette endet mit dem Schlusspfiff der regulären Spielzeit, ein Elfmeterschießen ist irrelevant. Wer auf den Sieger des Spiels wettet, schließt die Verlängerung und gegebenenfalls das Elfmeterschießen ein. Die Anbieter trennen diese Märkte klar, und es lohnt sich, vor dem Platzieren der Wette auf die Beschriftung des Marktes zu achten, gerade bei Afrika-Cup-Spielen, die erfahrungsgemäß oft in die Verlängerung gehen.

Wie erkennt man, ob ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat?

Die amtliche Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) ist die einzige verlässliche Quelle. Wer prüfen will, ob ein Anbieter eine aktuelle Sportwetten-Erlaubnis hat, schlägt die Domain auf der GGL-Whitelist nach. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis, eine Konzession aus Malta, Curaçao oder Anjouan ersetzt die deutsche Erlaubnis nicht. Wer auf der Whitelist steht, unterliegt der GGL-Aufsicht, OASIS, LUGAS, dem 1.000-€-Standardlimit und der Pflicht zur vollständigen Verifikation.

Was bleibt vom Gewinn nach der Wettsteuer?

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer“, was rund 5,03 % des Einsatzes entspricht. Sie ist Sache des Veranstalters, nicht des Wettenden. Wie der Anbieter sie weiterreicht, ist unterschiedlich: Manche ziehen sie von der Quote ab, manche vom Einsatz, manche vom Gewinn, manche tragen sie selbst und werben damit. Wer die Bedingungen versteht, kann Anbieter danach vergleichen, nicht nach der Bonussumme.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteninfo.com»