Online Sportwetten Anbieter 2026: Was sie kosten, was sie können

Updated Oktober 2026
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Wer in Deutschland online Sportwetten abschließen will, trifft zuerst auf die GGL-Whitelist und erst danach auf zehn, zwanzig oder dreißig Anbieter, die alle „die besten Quoten“ und „den größten Bonus“ versprechen. Der eigentliche Unterschied liegt nicht in der Werbung, sondern in dem, was eine Wette den Leser tatsächlich kostet: Marge, Steuer, Umsatzbedingungen, Einzahlungslimit, Auszahlungsdauer. Genau dort setzt dieser Vergleich an.

Mehrere Smartphones unterschiedlicher Größe liegen nebeneinander auf einem Holztisch, die Bildschirme sind dunkel.
Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte der WINAMAX SA am 29.06.2021 eine Erlaubnis für Online-Sportwetten und verlängerte sie mit Bescheid vom 08.12.2022.

Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und die AGB der jeweiligen Anbieter.

Bonus, Gratiswette und Cashback: der Preis hinter dem Werbeversprechen

Nahezu jeder Anbieter wirbt mit einem Willkommensbonus, einer Gratiswette oder einer „risikofreien“ ersten Wette. Die Höhe legt jeder Anbieter selbst fest, der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Obergrenze. Was jedes Angebot mitbringt, sind Bedingungen, und die entscheiden, was der Bonus dem Leser tatsächlich bringt.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Spalten und einem Bleistift liegt auf einem Schreibtisch neben einem Taschenrechner.
Als Anbieter von bwin führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Eine Gratiswette (Freiwette, Freebet) ist kein geschenktes Geld. Bei einem Gewinn wird in der Regel nur der Reingewinn ausgezahlt, der Einsatz der Gratiswette verfällt. Wer eine Gratiswette über 10 € zu Quote 3,00 nutzt, gewinnt bei einem Treffer 20 € ausgezahlt, nicht 30 €. Wer sie nicht nutzt, hat 10 € verschenkt.

Ein Einzahlungsbonus multipliziert die Einzahlung – üblich sind 100 % bis 100 €, manchmal bis 200 €. Bevor der Bonus oder das eingezahlte Geld ausgezahlt werden kann, verlangt der Anbieter einen Umsatz, typisch ist das Drei- bis Fünffache des Bonus, manchmal von Bonus plus Einzahlung. Bei einem Bonus von 100 € und dreifachem Umsatz sind 300 € durch Wetten zu bewegen, und nur Wetten zu einer Mindestquote – häufig 1,50 bis 2,00 – zählen. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Marge von etwa 5 % auf dem favorisierten Markt kostet dieser Umsatz den Leser im Mittel rund 15 €, bevor überhaupt ein Gewinn entstehen kann.

Cashback erstattet einen Teil der Nettoverluste eines Zeitraums. Wichtig ist hier die Form: Wird „in Echtgeld“ oder „als Gratiswette“ erstattet? Eine 10-%-Cashback in Form einer Gratiswette unterliegt wiederum den Freebet-Bedingungen, eine Cashback in Echtgeld nicht.

„Risikofreie“ Wetten sind meistens Gratiswetten, die der Anbieter erstattet, wenn die erste Wette verliert. Auch hier ist der Einsatz in der Regel weg, der Reingewinn bleibt. Die Formulierung klingt nach Sicherheit, ist aber nur ein Minderungsvertrag gegen die erste Niederlage.

Wer ein Angebot annimmt, sollte die Umsatzanforderung, die Mindestquote, die Frist (oft 7 bis 30 Tage) und den maximalen Auszahlungsbetrag aus einer Gratiswette prüfen, bevor er einzahlt. Diese vier Werte stehen in den AGB des Anbieters, nicht in der Werbung.

Einzahlung und Auszahlung: was bei welchem Weg gedauert ist

Einzahlungen sind bei lizenzierten Anbietern ausschließlich von einem Konto auf den eigenen Namen erlaubt. Das schließt anonyme Zahlungsmittel, Kryptowährungen und fremde Konten aus. Üblich sind Überweisung, Lastschrift, Kreditkarte, PayPal, Klarna, paysafecard, Apple Pay und Google Pay; ob ein Anbieter einen davon anbietet, hängt vom Anbieter ab, nicht vom Gesetz.

Die Auszahlungsdauer hängt vom Weg ab. E-Wallets wie PayPal und Skrill schreiben innerhalb von 24 Stunden gut, Kreditkarten brauchen 1 bis 3 Werktage, die klassische Banküberweisung 1 bis 5 Werktage. Bei PayPal selbst ist die Liste der Anbieter, die PayPal tatsächlich anbieten, kürzer als die Werbung vermuten lässt: PayPal lässt nur lizenzierte Anbieter in seinen Sportwetten-Bereich zu, prüft die GGL-Whitelist und schließt einzelne Marken aktiv aus.

paysafecard funktioniert nur in eine Richtung, Einzahlung, eine Auszahlung ist über diesen Weg nicht möglich. Wer mit paysafecard einzahlt, muss sich für die Auszahlung auf ein Bankkonto oder eine andere Methode festlegen.

Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum, Tether) nehmen lizenzierte deutsche Anbieter nicht an. Der Grund liegt in der Pflicht, Einzahlungen einem Konto zuordnen zu können, das auf den eigenen Namen läuft. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis bieten Krypto an, sind aber keine lizenzierten Anbieter im Sinne der Whitelist.

Guthaben ruht auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung ist der Restbetrag innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr auszuzahlen.

Live-Wetten und Cash-out: was erlaubt ist und was nicht

Live-Wetten sind bei lizenzierten Anbietern während eines laufenden Ereignisses auf das Endergebnis sowie auf wenige, klar definierte Komponenten beschränkt: das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis, der nächste Spielabschnitt. Das nächste Spiel im Tennis, der nächste Punkt oder der nächste Korb im Basketball sind nach der Praxis der GGL nicht erlaubt. Märkte, die außerhalb dieser Liste liegen, schaltet der Anbieter ab.

Wetten auf unterklassige Ligen unterhalb der 3. Liga im Fußball gelten in der Praxis der GGL als Amateur- oder Jugendbereich und sind nicht zulässig. E-Sports ist in Deutschland nicht als Sportart anerkannt; lizenzierte Anbieter bieten keine E-Sports-Wetten an.

Cash-out ist kein gesetzlicher Begriff und keine Pflicht. Es ist eine Anbieterfunktion, mit der eine offene Wette vor Ende des Ereignisses zurückgekauft werden kann. Welche Wetten cash-out-fähig sind, zu welchem Kurs und mit welchem Vorbehalt, hängt vom Anbieter ab. Wer Cash-out nutzt, akzeptiert den angebotenen Rückkaufpreis, der in der Regel unter dem fairen Wert liegt, weil der Anbieter die Marge einpreist.

Wichtig: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein vorzeitiger Cash-out ist keine Barauszahlung, sondern ein Verkauf an den Anbieter zum angezeigten Preis.

Prognosen und Strategie: warum kein Anbieter eine sichere Wette liefert

Eine seriöse Prognose stützt sich auf drei Bausteine: Form der Beteiligten, Aufstellung, Quotenvergleich. Auch dann bleibt sie eine Einschätzung. Die Marge steckt in jeder einzelnen Quote, das Ergebnis eines Sportereignisses ist nicht vorhersagbar, und die Anbieter selbst veröffentlichen keine Tipps, die einen Vorteil garantieren.

Wer „sichere Wetten“ oder „sichere Anbieter“ beworben sieht, sollte skeptisch sein. Was ein Anbieter bieten kann, ist ein ordentliches Quotenniveau, vollständige Märkte und ein niedriges Auszahlungslimit, alles andere ist Marketing. Die Strategie besteht nicht darin, den richtigen Anbieter zu finden, sondern darin, die Quote zu lesen: zwei Anbieter, die dasselbe Ereignis mit unterschiedlichen Quoten anbieten, halten unterschiedliche Erwartungen an den Ausgang. Der Vergleich der Quoten ist die einzige rentable Routine, die dem Leser bleibt.

Kombiwetten multiplizieren die Quoten, aber auch die Marge: drei Einzelwetten zu 1,90, 1,90 und 1,90 ergeben kombiniert 6,86, der faire Wert wäre ohne Margenaufschlag 6,86. Mit typischer Marge liegt der reale Wert tiefer, und die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei Teile treffen, ist geringer, als der Multiplikator suggeriert. Mehr Beine bedeuten nicht mehr Wert, sondern mehr Marge, die der Anbieter mitnimmt.

Wettarten und Quoten: von der Einzelwette zur Kombiwette

Die Grundformen sind Einzelwette, Kombiwette und Systemwette. Die Einzelwette ist die ehrlichste: ein Tipp, eine Quote, klare Auszahlung. Die Kombiwette multipliziert die Quoten, verlangt aber, dass alle Teile treffen. Die Systemwette erlaubt den teilweisen Auszahlungsweg, etwa wenn nur zwei von drei Teilen treffen, kostet aber durch die Struktur mehr als die Einzelwette.

Eckenwetten, Handicaps und Über/Unter sind Sondermärkte, die je nach Anbieter unterschiedlich tief angeboten werden. Wer auf Eckbälle wettet, sollte prüfen, ob der Anbieter Gesamtzahl, Handicap und teamweise Ecken im Programm hat; manche Anbieter listen nur eine Variante.

Der Wettkonfigurator (Bet Builder) erlaubt es, mehrere Märkte aus einem Spiel zu einer Wette zu kombinieren. Die Quote wird vom Anbieter berechnet, nicht vom Markt addiert, und fällt in der Regel etwas niedriger aus als die manuelle Kombiwette.

Die Mindestquote für Bonusumsatz ist eine eigene Größe: Wetten unter dieser Quote (häufig 1,50 bis 2,00) zählen nicht für den Umsatz. Wer den Bonus mit Favoritenwetten zu 1,20 spielen will, läuft ins Leere.

Wie viel Marge wirklich in der Quote steckt

Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem gesetzten Euro einbehält, bevor die Quote festgelegt wird. Sie lässt sich an einem einfachen Zwei-Wege-Markt zeigen. Bei einer angenommenen Quote von 1,90 auf beide Seiten beträgt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,95, also 95 %. Die Marge dieses Marktes liegt damit bei 5 % (47,4 % waren ein Rechenfehler). Auf einem Drei-Wege-Markt wie 1/X/2 im Fußball verteilt sich diese Marge auf drei Seiten, das Grundprinzip bleibt dasselbe: was nicht ausgezahlt wird, ist Marge, was ausgezahlt wird, ist Auszahlungsquote, und die beiden Werte ergeben zusammen 100 %.

Zum Vergleich: ein perfekt fairer Markt ohne Marge würde 100 % auszahlen. Ein Anbieter, der 95 % auszahlt, behält 5 %. Die Differenz zwischen den Anbietern bei ein und demselben Ereignis liegt oft nur in wenigen Zehntelprozenten, sie ist aber über ein Jahr die einzige Konstante, die ein Leser selbst beeinflussen kann.

Sportarten und Wettbewerbe: was das Programm hergibt

Fußball ist bei jedem Anbieter der wichtigste Markt, Bundesliga bis Regionalliga, Champions League, Premier League, La Liga, Serie A, Ligue 1. Die Tiefe des Angebots – wie viele Ligen, wie viele Märkte pro Spiel, wie viele Spezialwetten – unterscheidet sich aber deutlich.

Basketball, American Football (NFL), Tennis, Eishockey und Handball gehören zum Standard. Motorsport (Formel 1, MotoGP), Snooker, Darts und Boxen sind bei den meisten Anbietern vertreten, aber nicht in derselben Tiefe wie Fußball. American Football über die NFL hinaus, College-Football, ist in der Regel nicht im Programm.

Live-Wetten sind im Fußball am dichtesten, in den Randsportarten dünner. Wer auf Snooker oder Darts live wettet, bekommt oft nur die Standardmärkte Sieger und Handicap, nicht die Spezialmärkte, die es vor dem Spiel gibt.

Welche Wettbewerbe angeboten werden, entscheidet der Anbieter im Rahmen seines Sportwettprogramms, das die GGL genehmigt. Was im Programm steht, wechselt saisonal.

Neue Anbieter: warum das Erlaubnisdatum mehr zählt als das Marketing

Neue Anbieter im deutschen Markt sind nur dann relevant, wenn sie auf der Whitelist stehen. Die GGL vergibt Erlaubnisse seit Juli 2021, und der jüngste Eintrag in der Whitelist entscheidet, wie ausgereift das Angebot ist. Eine Erlaubnis, die erst seit wenigen Monaten besteht, bedeutet: Quoten wurden in dieser Zeit noch nicht in dem Maße kalibriert wie bei einem Anbieter mit fünf Jahren Marktteilnahme, Auszahlungsprozesse sind weniger erprobt, das Live-Angebot ist oft schmaler.

LeoVegas (Sportwetten seit 21.10.2024), Merkur Bets (06.11.2023) und AdmiralBet (09.10.2020 mit Folgeerlaubnis 29.07.2024) sind Beispiele für Anbieter mit unterschiedlich langem Stand in Deutschland. Das Erlaubnisdatum steht in der Whitelist, ein End-Datum führt die Liste nicht, Erlaubnisse laufen fünf Jahre und werden auf Antrag verlängert.

Wer einen neuen Anbieter ausprobiert, sollte zuerst prüfen, wie lange die Erlaubnis besteht, dann das Quotenniveau im Vergleich zu einem etablierten Anbieter ansehen, und erst dann einen Bonus annehmen.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Die folgende Tabelle ordnet die zehn Anbieter, die in diesem Vergleich stehen, nach Whitelist-Status und Erlaubnisdatum. Sie ist eine Momentaufnahme der Whitelist vom 2. Oktober 2026 und keine Rangfolge nach Qualität.

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
bwin bwin (Deutschland) Limited, Gzira (Malta) 09.10.2020
bet-at-home Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Interwetten Interwetten Gaming Limited, Sliema (Malta) 02.11.2020
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Betway Betway Limited 09.03.2021
Winamax WINAMAX SA 29.06.2021
Merkur Bets Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s (Malta) 06.11.2023
LeoVegas LVSports Limited 21.10.2024

Was die Tabelle nicht zeigt: den Quotenschlüssel auf dem Lieblingsmarkt, das Live-Angebot, die Auszahlungsdauer, den Bonus und die Zahlungsmittel. Diese Punkte stehen in den folgenden Einzelabschnitten.

Was jeden Anbieter im Vergleich auszeichnet

bwin – das breiteste Fußball-Programm der Whitelist

bwin ist seit dem 9. Oktober 2020 auf der Whitelist, die Folgeerlaubnis datiert auf den 23. Dezember 2022. Gehalten wird die deutsche Erlaubnis von der bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta. bwin gehört zu den etablierten Anbietern am Markt und bedient ein breites Fußball-Programm bis in untere Ligen, dazu die üblichen Randsportarten. Live-Wetten sind im Fußball umfangreich, in den Randsportarten schmaler. Für Leser, die ein vollständiges Bundesliga- und Champions-League-Programm mit Spezialmärkten suchen, ist bwin eine naheliegende Adresse; wer den Quotenspitzenwert sucht, muss jeden Tipp im Einzelfall vergleichen.

bet-at-home – der beständige Mittelweg

bet-at-home trägt die GGL-Erlaubnis seit dem 2. November 2020 (Folgeerlaubnis 22. Dezember 2022), gehalten von der Bet-at-home.com Internet Limited. Der Anbieter ist seit langem im deutschsprachigen Raum aktiv und positioniert sich als solider Mainstream-Anbieter ohne ausgeprägte Spitzen oder Schwächen. Das Fußball-Programm ist vollständig, Live-Wetten sind solide, Sondermärkte sind vorhanden, aber nicht so breit wie bei den größeren Mitbewerbern. Wer einen unauffälligen Anbieter mit Whitelist-Status sucht, ist hier richtig.

NEO.bet – überschaubarer Anbieter für Standardwetten

NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, Erlaubnis seit 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 22. Dezember 2022. Das Programm ist kleiner als bei den großen Namen, deckt aber Fußball, Tennis, Basketball und die wichtigsten US-Ligen ab. NEO.bet richtet sich an Leser, die ein sauberes Wettprogramm ohne Überfluss suchen. Die Auszahlung läuft über die üblichen Wege, die Bearbeitung ist im Standardrahmen.

Winamax – die jüngere Marke mit vollständigem Fußball-Programm

Winamax hat die deutsche Erlaubnis am 29. Juni 2021 erhalten, der Folgeschein datiert auf den 8. Dezember 2022; das Regierungspräsidium Darmstadt war die ausstellende Behörde. Inhaber ist die WINAMAX SA mit Sitz in Paris. Das Fußball-Programm ist breit, das Live-Angebot wächst, der Anbieter ist erst seit 2021 auf dem deutschen Markt, daher ist die Auswahl in Randsportarten noch schmaler als bei älteren Marken. Winamax ist für Leser interessant, die einen neueren Anbieter mit vollständigem Bundesliga-Programm suchen.

Interwetten – ein Name mit langer Geschichte

Interwetten wird von der Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema (Malta), gehalten, Whitelist-Eintrag seit 2. November 2020, Folgeerlaubnis 27. Dezember 2022. Der Anbieter war bereits vor 2021 in Schleswig-Holstein lizenziert, was seine Erfahrung im deutschen Markt unterstreicht. Das Fußball-Programm ist breit, Live-Wetten und Standardmärkte sind vollständig, Spezialmärkte etwas knapper als bei reinen Wettanbietern. Für Leser, die einen Anbieter mit langer Historie und vollständigem Hauptprogramm suchen, ist Interwetten eine Option.

MERKUR BETS – stationär verwurzelt, online kompakt

Merkur Bets wird von der Merkur Bets Malta Limited betrieben, Whitelist-Eintrag seit 6. November 2023. Die Marke ist aus dem stationären Automatenspiel bekannt, der Online-Sportwetten-Bereich ist jünger und entsprechend schlanker. Das Fußball-Programm ist da, das Angebot an Randsportarten kleiner, Live-Wetten solide aber nicht so breit wie bei den großen Mainstream-Anbietern. Für Leser, die einen Anbieter mit deutscher Marke und konzentriertem Wettprogramm suchen, ist MERKUR BETS eine passende Wahl.

Sportingbet – schmal, aber vollständig

Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited gehalten, Erlaubnis seit 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 21. Dezember 2022. Das Programm deckt die wichtigsten Sportarten ab, Fußball vollständig, NBA, NFL und Tennis in Standardtiefe, Randsportarten sind knapper vertreten. Live-Wetten sind solide, Cash-out ist verfügbar. Für Leser, die einen etablierten Mainstream-Anbieter suchen und keine Spezialmärkte in Randbereichen brauchen, ist Sportingbet eine ruhige Wahl.

LeoVegas – die jüngste Erlaubnis im Feld

LeoVegas (LVSports Limited) hat die Sportwetten-Erlaubnis erst seit dem 21. Oktober 2024, was LeoVegas zum jüngsten Anbieter in diesem Vergleich macht. Das Programm ist kleiner als bei den älteren Mitbewerbern, deckt aber die wichtigsten Märkte ab. Da das Angebot noch im Aufbau ist, kann sich Tiefe und Quoteniveau noch verändern. Für Leser, die einen ganz neuen Anbieter auf der Whitelist suchen, ist LeoVegas die Adresse; wer Beständigkeit über Neues stellt, ist bei einem der älteren Anbieter besser aufgehoben.

Betway – etabliert im Mainstream

Betway wird von der Betway Limited gehalten, Whitelist-Eintrag seit 9. März 2021, Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022. Das Fußball-Programm ist breit, dazu kommen die Standard-Randsportarten. Live-Wetten sind im Fußball umfangreich. Betway ist ein etablierter Mainstream-Anbieter, der in Deutschland seit über fünf Jahren aktiv ist. Für Leser, die einen bekannten Namen mit vollständigem Hauptprogramm suchen, ist Betway eine Standardadresse.

AdmiralBet – Bestand seit 2020 mit doppelter Folgeerlaubnis

AdmiralBet wird von der Greentube Betting Malta Limited gehalten, Erstdatum der Erlaubnis 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnisse 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Die Marke gehört zum österreichisch geprägten Admiral-Umfeld. Das Fußball-Programm ist vollständig, das Live-Angebot solide. Für Leser, die einen etablierten Anbieter mit österreichischer Verwurzelung suchen, ist AdmiralBet eine passende Adresse.

Was einen Anbieter ausmacht, bevor der erste Tipp abgegeben wird

Bevor ein Leser sich für einen Anbieter entscheidet, stehen drei Prüfungen an, die nichts mit dem Bonus zu tun haben.

Erstens: Whitelist. Ist die Domain, auf der gewettet werden soll, in der Whitelist der GGL geführt? Die Liste ist öffentlich, sie ist die einzige amtliche Bestätigung, dass der Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat. Eine .de-Domain allein beweist nichts; manche Anbieter mit .de-Domain stehen nicht auf der Whitelist, manche lizenzierten Anbieter haben eine andere Domain. Wer nicht auf der Liste steht, hat keine Erlaubnis und ist im Sinne des Glücksspielstaatsvertrags ein illegales Angebot.

Zweitens: AGB. Was steht zur Auszahlungsdauer, zu Gebühren, zur Mindestquote, zur Frist, zum maximalen Auszahlungsbetrag aus einer Gratiswette? Diese Zahlen sind die wahren Kosten des Angebots, nicht die Höhe des Bonus.

Drittens: Quotenniveau. Ein Anbieter, der 95 % auszahlt, ist dauerhaft günstiger als einer, der 92 % auszahlt, und zwar bei jeder einzelnen Wette, ohne dass der Leser etwas dafür tun muss. Der Unterschied von drei Prozentpunkten entspricht über ein Jahr bei durchschnittlichem Wettverhalten einer spürbaren Summe. Quotenniveau ist nicht Marketing, sondern messbarer Bestandteil der Quote.

Rechtslage in Deutschland: was die GGL-Erlaubnis bedeutet und was nicht

Die GGL, Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), ist die Aufsichtsbehörde, die seit dem 1. Juli 2021 die deutsche Sportwetten-Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV vergibt. Sie führt die Whitelist, überwacht die Anbieter und verhängt Bußgelder. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige amtliche Quelle für den Status einer Erlaubnis. Zum Stand vom 2. Oktober 2026 führt die Whitelist 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, dazu drei Inhaber nur für Pferdewetten.

Ein leerer Amtsflur mit hohen Fenstern und glänzendem Steinboden, durch die Fenster fällt das Licht eines Vormittags.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre, sie wird auf Antrag verlängert. Die Whitelist zeigt das Datum der Erteilung und der Folgeerlaubnis, aber kein Enddatum. Eine Erlaubnis bedeutet: der Anbieter darf in Deutschland Sportwetten online anbieten, er ist an OASIS und LUGAS angeschlossen, das monatliche Einzahlungslimit gilt, die Anzeigevorschriften für Werbung gelten. Eine Erlaubnis bedeutet nicht: der Anbieter ist seriös im subjektiven Sinn, hat die „besten“ Quoten oder den „fairsten“ Bonus. Sie bedeutet: er darf das Angebot überhaupt machen.

Eine ausländische Erlaubnis aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine Wirkung. Anbieter mit einer solchen Erlaubnis, die deutsche Kunden bedienen, sind unerlaubtes Glücksspiel im Sinne des § 4 Abs. 1 GlüStV. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Strafrechtlich ist das Veranstalten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bedroht, das Bewerben nach § 5 Abs. 7 GlüStV, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten. Verfolgungen einzelner Spieler sind in der Praxis nicht etabliert, das ist weder eine Entwarnung noch eine Dramatisierung.

In mehreren zivilrechtlichen Verfahren haben deutsche Gerichte Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 in der Sache I ZR 90/23 (Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus den Jahren 2013 bis 2018) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer solchen Rückzahlung entgegensteht. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung zu verpflichten, mit Ausnahme des Falls, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Anspruch auf Rückzahlung ist damit weder sicher noch ausgeschlossen, ein laufendes Verfahren, dessen Ausgang offen ist.

Verantwortungsvolles Spielen: was die deutsche Erlaubnis dem Leser garantiert

Wer bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis spielt, ist in ein System eingebunden, das unabhängig vom Anbieter funktioniert. Drei Bausteine bestimmen den Rahmen.

Altersgrenze. Teilnahme ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Die Verifizierung erfolgt bei der Registrierung und beim Login, anonyme Konten sind nicht möglich.

Einmalige Verifizierung. Pro Anbieter ein Konto, vollständige Identitätsprüfung (§ 6a GlüStV). Vor der Verifizierung darf der Anbieter für höchstens 72 Stunden Spiel mit einem Einzahlungslimit von 100 € ohne Auszahlung erlauben.

OASIS-Sperrsystem. Die Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus.

Monatliches Einzahlungslimit. Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei (§ 6c Abs. 1). Anbieter dürfen für einzelne Spieler ein höheres Limit (bis 10.000 €, in einem eng begrenzten Kreis bis 30.000 €) festlegen, aber nur gegen nachweisbaren Einkommens- oder Vermögensnachweis, eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung gilt sofort, eine Anhebung frühestens nach sieben Tagen.

Parallelspiel. Die LUGAS-Aktivitätsdatei (§ 6h) verhindert, dass ein Spieler auf mehreren Plattformen gleichzeitig aktiv ist.

Anonyme Zahlungsmittel ausgeschlossen. Einzahlungen nur von einem Konto, das auf den eigenen Namen läuft, bei einem Institut nach dem Geldwäschegesetz (§ 6b Abs. 4). Kryptowährungen, paysafecard ohne Identitätsnachweis und fremde Konten sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten Bereich heraushält.

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an keines dieser Systeme angeschlossen. Dort gibt es kein OASIS, kein LUGAS, kein monatliches Einzahlungslimit, keine Pflicht zur Verifizierung. Wer dort spielt, hat im Streitfall keinen deutschen Rückgriff.

Häufige Fragen

Welche Sportwetten-Anbieter gibt es in Deutschland, und wo ist die Whitelist einsehbar?

Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder listet 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis zum Stand vom 2. Oktober 2026. Sie ist auf der Webseite der GGL öffentlich einsehbar. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis, nur der Eintrag in der Liste zählt.

Woran ist der beste Anbieter erkennbar, wenn Quoten, Bedingungen und Auszahlung zusammen betrachtet werden?

Der „beste“ Anbieter ist eine Funktion des Lesers. Ein Spieler mit hohem Volumen achtet auf Quotenniveau, ein Spieler mit kleinem Budget auf Mindesteinsatz und Auszahlungsgebühren, ein Bonusinteressent auf Umsatzanforderung und Mindestquote. Die Whitelist garantiert die Erlaubnis, sie sagt nichts über Qualität.

Welcher Anbieter bietet Cash-out, und ist diese Funktion gesetzlich geregelt?

Cash-out ist eine rein freiwillige Anbieterfunktion und keine gesetzliche Pflicht. Welche Wetten im Einzelfall cash-out-fähig sind, zu welchem Kurs die Wette zurückgekauft wird und mit welchen inhaltlichen Einschränkungen dies verbunden ist, hängt allein vom jeweiligen Anbieter ab. Die GGL schreibt diese Funktion weder vor noch verbietet sie diese.

Was ist von Anbietern ohne OASIS oder LUGAS zu halten, die ohne Verifizierung werben?

Diese Anbieter haben in der Regel keine deutsche Erlaubnis. Sie sind nicht an OASIS, LUGAS oder das Einzahlungslimit angeschlossen. Die GGL hat im September 2026 vor illegalen Angeboten gewarnt. Zivilrechtlich ist eine Rückforderung verlorener Einsätze in Einzelfällen gerichtlich durchgesetzt worden, ein Anspruch ist jedoch nicht sicher.

Wie wirken Sportwettensteuer und Marge auf Quote und Auszahlung?

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, das sind rund 5,03 % des eingesetzten Betrags. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, der sie auf den Einsatz, den Gewinn oder die Quote umlegen kann. Die Marge des Anbieters ist die Differenz zwischen 100 % und der Auszahlungsquote des Marktes.

Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteninfo.com»