French Open Wetten 2026 – wer anbietet, wer mitspielen darf, was es kostet
Stand der Daten: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.
Paris, spätsommerlicher Sand, zwei Wochen, die das Tenniskalenderjahr in zwei Hälften teilen. Die French Open 2026 sind gelaufen, vom 24. Mai bis zum 7. Juni 2026, Alexander Zverev holte den Titel bei den Herren, Mirra Andrejewa bei den Damen. Wer Wetten auf das Turnier platzieren will, braucht in Deutschland einen Anbieter mit GGL-Erlaubnis, kämpft mit dem 1.000-€-Monatslimit, mit eingeschränkten Livewetten und mit einer Steuer, die der Veranstalter abführt, aber der Buchmacher nach eigenen Regeln an den Spielenden weiterreicht. Wer auf die French Open wettet, muss die Kosten kennen, die Funktionsweise der Märkte verstehen und die Unterschiede zwischen den Anbietern mit Whitelist-Erlaubnis abwägen.

Was die French Open als Wettobjekt ausmacht
Sandplatztennis folgt anderen Gesetzen als Rasen oder Hartplatz. Lange Ballwechsel, geduldige Aufschlagspiele, Comebacks nach verlorenem ersten Satz – wer auf Roland Garros wettet, setzt auf ein Tempo, das viele Pre-Match-Märkte aushebelt und Livewetten umso wichtiger macht. Das Turnier ist eines von vier Grand Slams, der Modus bestraft Hektik: Herren spielen auf drei Gewinnsätze, Damen auf zwei, bei 6:6 gibt es den Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz den Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Wer das nicht im Kopf hat, wenn er auf „Satz 1: Spieler A“ oder „über 21,5 Games“ setzt, wettet blind.
Vier Eigenschaften prägen den Wettmarkt. Erstens: die Dauer. Ein Fünf-Satz-Match kann sechs Stunden dauern, in der die Quoten sich mehrfach drehen. Zweitens: die Qualität der Gegenwehr. Im Hauptfeld stehen 128 Spielerinnen und Spieler, die Quote eines Außenseiters sagt wenig über Siegchance, aber viel über das, was der Buchmacher riskieren will. Drittens: das Wetter. Regen verschiebt Spiele, Wind kippt Aufschlagvorteile, ein Spieltag mit zwölf Absagen ist im Mai keine Seltenheit. Viertens: die Reputation der Spieler. Sand ist Nads Territorium gewesen, vierzehn Titel, das ist Benchmark, an dem jeder Buchmacher sein Modell schult.

Modus, der die Märkte formt
Der Modus schreibt die Wettmärkte förmlich vor. Wer auf den Turniersieger setzt, wettet auf ein Ereignis, das sich über zwei Wochen entscheidet – sieben Runden Herren, sechs Runden Damen, jedes Match ein eigenes Risiko. Wer auf den Sieger eines Matches setzt, sitzt kürzer im Sattel, aber die Quote fällt für den Favoriten schnell unter 1,20, sobald dieser den ersten Satz gewinnt. Wer auf Sätze wettet, braucht ein Gefühl für Aufschlag- und Returnstärke, weil der erste Satz eines Herren-Matches auf Sand selten entscheidend ist. Wer mit Handicap wettet, gleicht den Quotenkampf an, akzeptiert aber ein Risiko, das der Buchmacher kalkuliert hat.
Warum Sand die Quoten anders sortiert
Auf Sand gewinnen Favoriten seltener in drei Sätzen, öfter in vier oder fünf. Das verzerrt die Statistik, die Buchmacher für ihre Voreinschätzungen nutzen. Ein Spieler, der auf Hartplatz in 70 Prozent der Matches gewinnt, gewinnt auf Sand vielleicht in 60. Die Quote reflektiert das, manchmal zu grob, manchmal zu fein. Wer den Wert sucht, vergleicht die Quote mit der eigenen Einschätzung – nicht mit der Quote eines anderen Anbieters allein, denn die Marge ist überall verschieden.
Die Rechtslage: nur wer auf der Whitelist steht, darf in Deutschland anbieten
Tenniswetten sind in Deutschland Sportwetten. Wer sie anbietet, braucht eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Die Aufsichtsbehörde sitzt in Halle (Saale), der Whitelist-Snapshot vom 2. Oktober 2026 listet 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis auf .de-Domains. Eine .de-Domain allein beweist nichts – sie zeigt nur, dass jemand eine deutsche Adresse registriert hat. Wer wissen will, ob ein Anbieter legal Sportwetten anbietet, schlägt die Whitelist nach, nicht das Impressum.

Die Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt, eine erste Genehmigung trägt ein Datum, ein Enddatum führt die Liste nicht. Folgeerlaubnisse verlängern die Frist, sie sind keine Garantie für die Ewigkeit. Die Whitelist führt den Inhaber, nicht den Markennamen: hinter Interwetten steht die Interwetten Gaming Limited in Malta, hinter ODDSET die ODDSET Sportwetten GmbH mit Sitz in Deutschland, hinter AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited. Wer dort steht, unterliegt deutschem Recht, deutschem Verbraucherschutz und deutscher Aufsicht – auch wenn der Firmensitz auf Malta liegt.
Was die Whitelist leistet und was sie nicht leistet
Die Whitelist ist der Lackmustest. Wer auf ihr steht, darf Sportwetten anbieten, muss an OASIS angeschlossen sein, führt LUGAS-Einzahlungslimits, akzeptiert nur Zahlungen vom eigenen Namen. Wer nicht auf ihr steht, bietet in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel an, unabhängig von einer Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan. Die GGL hat im September 2026 noch einmal ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt und Verwaltungsverfahren gegen Plattformen wie Platincasino publik gemacht. Für Spielende heißt das: Anbieter ohne Whitelist-Eintrag zahlen im Streitfall vor deutschen Gerichten schlechter, und OASIS, die zentrale Sperrdatei, kennt sie nicht.
Ein zweiter Punkt, der oft übersehen wird: Die Whitelist führt pro Inhaber mehrere Erlaubnisse – Sportwetten, virtuelle Automatenspiele, Pferdewetten, Online-Casinospiele. Wer als Tennisspieler auf einer Plattform landet, die „Casino“ im Namen trägt, hat nicht automatisch eine Sportwetten-Erlaubnis. Die Spielplattform, auf die man klickt, muss unter dem Sportwetteneintrag der Whitelist stehen, sonst greift der Schutz nicht. Buchmacher werben mit „Lizenz aus Malta“ – das ist für Deutschland rechtlich belanglos.
Was im Streitfall passiert
Der Bundesgerichtshof hat im Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Rückzahlungspflicht entgegensteht, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Wetten entgegengenommen hat (Az. I ZR 90/23). Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Die Schlussanträge des EuGH-Generalanwalts Nicholas Emiliou vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) halten es grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen – mit einer Ausnahme, falls Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Wer auf einer Whitelist-Plattform wettet, erspart sich diese Diskussion. Wer auf einer Offshore-Plattform wettet, spielt mit dem Risiko, dass eine spätere Klage Erfolg hat – und mit dem Risiko, dass sie scheitert.
Verantwortungsvolles Wetten: was die GGL vorschreibt und was es kostet
Spielerschutz ist in Deutschland nicht Empfehlung, sondern Vorschrift. Das beginnt beim Alter: Teilnahme erst ab 18 Jahren. Das setzt sich fort bei der Verifikation: ein Konto pro Anbieter, volle Identitätsprüfung, vor der Verifikation maximal 72 Stunden Spiel mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung. Danach gilt die volle Regelwelt.
Das 1.000-€-Monatslimit
Seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 gilt ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Anbieter hinweg. Die Anbieter melden ihre Limits an die Limitdatei LUGAS, ein Zentralfile, das verhindert, dass ein Spielender bei Anbieter A 1.000 € und bei Anbieter B noch einmal 1.000 € einzahlt. Wer mehr will, kann bei seinem Anbieter einen Antrag stellen, mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Möglich sind bis zu 10.000 € im Einzelfall, in Ausnahmen bis 30.000 € – letzteres nur für maximal ein Prozent der aktiven Spielenden. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
Wer parallel auf mehreren Plattformen spielen will, stößt an die Aktivitätsdatei: paralleles Spiel ist verboten, eine zweite aktive Sitzung führt zur Sperre.
OASIS und der Panikbutton
OASIS, die Spielersperrdatei, wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer in OASIS steht, kann sich bei keinem Whitelist-Anbieter anmelden, und die Anbieter, die den Anschluss verweigern, dürften keine sein. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus – wer ihn drückt, kann für einen Tag nicht mehr setzen, auch nicht über die normale Login-Schranke.
Offshore-Plattformen sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen. Das ist Marketingargument und Risiko zugleich: keine deutsche Sperre, höhere Limits, dafür kein Schutz im Inland.
Auszahlung und Zahlungswege
Gewinne werden erst nach dem offiziellen Spielende ausgezahlt, nicht nach einem vorzeitigen Abbruch. Das Spielerkonto wird auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto geführt; bei Kontoschließung wird der Restbetrag innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt. Zahlungen sind nur von einem Konto im eigenen Namen bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut erlaubt – anonyme Zahlungsmittel wie Krypto oder Prepaid-Karten ohne Identitätsprüfung sind ausgeschlossen. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, sagt dessen AGB.
Wettmärkte bei einem Sandplatzturnier
Wer auf die French Open wettet, hat eine ungewöhnlich breite Palette an Märkten. Fünf Gruppen prägen das Angebot.
Sieger-Märkte
Der Klassiker. Wer Turniersieger wettet, sitzt zwei Wochen in der Position – eine Wette, sieben Runden Herren oder sechs Runden Damen, jedes Match ein neues Risiko. Die Quote beim Turnierstart ist Spekulation, die Quote im Viertelfinale ist Reaktion auf das, was war. Wer früh setzt, akzeptiert eine hohe Quote für eine niedrige Wahrscheinlichkeit. Wer spät setzt, zahlt eine niedrige Quote für eine gestiegene Wahrscheinlichkeit. Der Buchmacher kalkuliert die Marge in jeden Preis ein, sie liegt bei Turniersiegermärkten erfahrungsgemäß über 30 Prozent – der breite Kandidatenkreis verteilt das Risiko, der Buchmacher hält sich alle Optionen offen.
Match-Sieger
Der Alltag. Wer auf den Sieger eines Matches wettet, wettet auf den Ausgang einer Begegnung. Die Quote liegt vor dem Match fest, kann sich aber bis zum ersten Aufschlag noch verschieben. Auf Sand ist diese Wette tückisch: Der Favorit gewinnt seltener klar, ein verlorener erster Satz bedeutet noch nichts. Wer auf den Favoriten setzt, akzeptiert eine Quote um 1,40 bis 1,70 und braucht eine Trefferquote, die diese Quote rechtfertigt. Wer auf den Außenseiter setzt, braucht Geduld – und ein gutes Auge für Spieler, die auf Sand überperformen.
Satz-Wetten
Spezifisch für Tennis. Wer auf den Sieger des ersten Satzes wettet, setzt auf ein Ereignis, das zwischen 20 Minuten und einer Stunde dauert. Wer auf das exakte Satzergebnis wettet (2:0, 2:1), setzt auf den Matchverlauf. Wer auf über/unter Games setzt, braucht ein Gefühl für das Tempo: zwei Tiebreaks im Herren-Match bedeuten mindestens 26 Games. Diese Märkte sind liquider als Turniersiegermärkte, die Marge liegt meist zwischen 5 und 8 Prozent. Wer das Spiel lesen kann, hat hier Vorteile, die ihm ein Buchmacher nicht ohne Weiteres wegmarpt.
Handicap-Wetten
Der Ausgleich. Wer auf einen Spieler mit -3,5 Games Handicap setzt, wettet darauf, dass dieser Spieler das Match mit mindestens vier Games Differenz gewinnt. Auf Sand funktioniert das besser als auf Hartplatz, weil die langen Ballwechsel das Risiko glätten. Handicap-Märkte sind für Außenseiter-Wetten interessant: Die Quote eines klaren Underdogs auf Matchsieg liegt bei 6,00 oder höher; mit Handicap +5,5 sinkt sie auf 2,50, aber die Trefferchance steigt deutlich.
Live-Wetten: was erlaubt ist und was nicht
Livewetten sind in Deutschland nur erlaubt auf den Endausgang eines laufenden Spiels oder auf „das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind“ (§ 21 Abs. 4 GlüStV). Beim Fußball: das nächste Tor ja. Beim Tennis: der nächste Satz ja. Der nächste Punkt, der nächste Einstand, der nächste Aufschlag – nein. Der nächste Korb beim Basketball: nein. Die GGL hat das in ihrer Praxis konkretisiert: Beim Tennis bleibt der Satz die kleinste erlaubte Einheit, nicht der Punkt.
Die Marge auf Live-Märkten ist höher als auf Pre-Match-Märkten. Der Buchmacher sieht das Spiel, hat aber keine Zeit, die Quote präzise nachzujustieren, und nimmt daher mehr Risiko. Wer Live wettet, akzeptiert diese Marge, weil er Informationen hat, die der Buchmacher vielleicht nicht so schnell in den Preis einarbeitet.
Wie Buchmacher Quoten kalkulieren: die Sprache der Marge
Jede Quote enthält eine Marge. Der Buchmacher kalkuliert für jedes mögliche Ergebnis eine faire Wahrscheinlichkeit, addiert einen Aufschlag und formt daraus die Quote. Bei einem ausgeglichenen Match ohne Marge stünden die Quoten 2,00 zu 2,00. In der Realität stehen sie 1,90 zu 1,90 – der Buchmacher nimmt 5,3 Prozent von jedem Euro, der auf dieses Match gesetzt wird.
Auszahlungsquote und Marge in einem Zwei-Wege-Markt
Nehmen wir einen schematischen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten bei 1,90. Die Auszahlungsquote – also der Anteil, den der Buchmacher von einem Euro Einsatz wieder auszahlt – berechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Quoten: 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 0,95. Die Marge ist 100 Prozent minus Auszahlungsquote, also rund 5 Prozent. Das heißt: Von 100 € Einsatz auf diesen Markt zahlt der Buchmacher rund 95 € als Gewinne aus, 5 € behält er. Bei einem Tennismatch zwischen zwei ähnlich starken Spielern ist das der untere Rand; Märkte mit klarer Favoritenstellung oder Langzeitwetten tragen eine höhere Marge.
Die Marge variiert zwischen Anbietern, Märkten und Zeitpunkten. Wer Tenniswetten vergleicht, sollte nicht nur die Quote, sondern auch die Marge im Auge behalten. Winamax bewirbt eine Studie des Meinungsforschungsunternehmens Odoxa, nach der der Anbieter zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025 bei 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball in 45 Prozent der Fälle die beste Quote gestellt hat – das ist ein anderes Argument als „niedrige Marge“, aber es deutet in dieselbe Richtung.
Wettsteuer: was übrig bleibt
Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – also rund 5,03 Prozent des gezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spielende. Ob und wie der Anbieter sie an den Spielenden weitergibt, steht in seinen AGB. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, andere verrechnen sie mit dem Gewinn, wieder andere – wie Winamax – werben mit dem Slogan „0 % Wettsteuer“ und tragen die Steuer selbst. Für den Spielenden zählt, was nach Abzug auf dem Wettschein übrig bleibt.
Eine Quote von 2,00 bei einem Anbieter, der die Steuer vom Einsatz abzieht, ist effektiv niedriger als eine Quote von 1,90 bei einem Anbieter, der sie selbst trägt. Wer Anbieter vergleicht, muss die Nettorendite im Auge behalten, nicht die Bruttoquote.
Der Spielplan: was wann wettbar wird
Die French Open folgen einem strengen Rhythmus. Die Qualifikation beginnt eine Woche vor dem Hauptfeld, die ersten beiden Runden werden parallel ausgetragen, das Achtelfinale staffelt sich über zwei Tage, das Viertelfinale zieht sich, das Halbfinale liegt am Freitag und Samstag vor dem Finalwochenende. Wer auf bestimmte Matches wettet, muss wissen, wann sie stattfinden – und ob sie stattfinden. Regen verschiebt Spiele auf den Folgetag, ganze Spieltage fallen aus, die Quotenmärkte reagieren mit Verzögerung.
Vorrunde, Hauptfeld, Finalwochenende
In der Vorrunde sind die Quoten unausgewogen, die Außenseiter schlecht eingeschätzt, die Livewetten liquider. Im Hauptfeld normalisieren sich die Quoten, sobald klar ist, wer tatsächlich spielt. Das Finalwochenende hat eigene Gesetze: Die Herren spielen am Sonntag, die Damen am Samstag, Halbfinals an den Tagen davor. Wer auf den Turniersieger wettet, sollte wissen, dass die Quote eines Spielers sich nach jedem gewonnenen Match verändert – früh gesetzte Wetten tragen das Risiko, dass der Spieler verletzungsbedingt ausfällt, spät gesetzte Wetten tragen das Risiko einer niedrigen Quote.
Was passiert bei Aufgabe oder Abbruch
Tennis kennt kein Unentschieden, aber Aufgaben. Ein Spieler, der nach drei Sätzen aufgibt, verliert das Match, eine Wette auf ihn verliert. Ein Match, das wegen Regens abgebrochen und am Folgetag fortgesetzt wird, gilt als fortgeführt – die Quote bleibt, die Wette läuft weiter. Ein Match, das nach Spielbeginn abgesagt wird (Verletzung vor dem ersten Aufschlag), wird in der Regel annulliert, der Einsatz zurückgezahlt. Die Regeln stehen in den AGB jedes Anbieters, sie sind nicht einheitlich. Wer auf ein Match wettet, das abgebrochen werden könnte, sollte die AGB kennen, bevor er setzt.
Vergleich: zehn Anbieter mit GGL-Erlaubnis im Überblick
Die folgende Tabelle führt die zehn Sportwetten-Anbieter auf, die am 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist standen. Geordnet nach dem Datum der ersten Erlaubnis.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Interwetten | Whitelist GGL · Interwetten Gaming Limited (Sliema, Malta) | 02.11.2020 |
| ODDSET | Whitelist GGL · ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Sportingbet | Whitelist GGL · Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Whitelist GGL · Torro Tec Limited (Malta) | 30.06.2021 |
| AdmiralBet | Whitelist GGL · Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Winamax | Whitelist GGL · WINAMAX S.A. | 29.06.2021 |
| bet-at-home | Whitelist GGL · Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| DAZN Bet | Whitelist GGL · DZBT Operations Limited (Zebbug, Malta) | 22.08.2023 |
| 888sport | Whitelist GGL · 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| NEO.bet | Whitelist GGL · Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
Was die Tabelle zeigt und was sie nicht zeigt
Die Tabelle zeigt, wer eine Erlaubnis hat, nicht, wie gut der Anbieter Tenniswetten abbildet. Die erste Erlaubnis datiert auf den Herbst 2020 – das war der Moment, in dem die GGL die ersten Lizenzen für den neuen Markt vergab. Die Folgeerlaubnisse aus 2022 und 2024 zeigen, dass die Anbieter sich gegen die Aufsicht behauptet haben. DAZN Bet ist der späte Einsteiger mit Erlaubnis seit August 2023 – ein Hinweis darauf, dass der Markt nicht geschlossen ist, aber auch kein offenes Tor mehr.
Das Datum sagt nichts über die Qualität des Wettangebots. Wer auf die French Open wettet, braucht Livewetten auf Sätze, Pre-Match-Quoten für alle Hauptfeldpartien, ein stabiles Wettkonto während der zwei Wochen und eine Auszahlung, die nicht zwei Tage dauert. Die Lizenz ist die Eintrittskarte, nicht das Urteil.
Die Anbieter im Einzelnen
Was folgt, ist keine Empfehlung, sondern eine Einordnung. Jeder Anbieter hat Stärken, die ihn für bestimmte Spielende interessant machen, und Schwächen, die andere besser abdecken. Wer Tennis auf Sandplatz wettet, sollte wissen, was er bekommt.
Interwetten – der Veteran mit frühem Whitelist-Eintrag
Interwetten steht seit November 2020 auf der Whitelist, der Inhaber sitzt in Malta. Der Anbieter ist einer der ältesten im deutschsprachigen Raum und gehört zu den ersten, die nach Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags eine Erlaubnis erhielten. Die Folgeerlaubnis datiert auf Dezember 2022, das Profil ist konservativ: solide Quoten, breites Sportangebot, keine auffälligen Marketingaktionen. Für Spielende, die einen beständigen Anbieter ohne Schnickschnack suchen, ist Interwetten eine ruhige Wahl; wer auffällige Livewetten-Features oder ein Streaming-Angebot sucht, wird anderswo fündig.
ODDSET – der deutsche Anbieter mit staatlichem Hintergrund
ODDSET ist die Sportwetten-Marke der ODDSET Sportwetten GmbH und gehört zum staatlichen Glücksspielportfolio. Die Erlaubnis wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 erteilt, die Aufsicht führt die GGL. ODDSET steht für deutsche Verwurzelung, nicht für Spieltiefe: Das Sportangebot ist solide, die Quoten liegen im Mittelfeld, die Mobile-App ist funktional. Wer einen Anbieter sucht, der nicht im Verdacht steht, ein Offshore-Konstrukt zu sein, ist hier richtig. Wer die niedrigste Marge sucht, schaut weiter.
Sportingbet – Livewetten und Konfigurator
Sportingbet ist seit Oktober 2020 auf der Whitelist, der Inhaber sitzt in Deutschland. Der Anbieter wirbt mit einem „Konfigurator+“ und einem Livewetten-Angebot, das Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker umfasst. Für die French Open heißt das: Livewetten auf Sätze sind verfügbar, der Konfigurator erlaubt Kombiwetten auf mehrere Matches, die Quoten sind im oberen Drittel des Marktes zu erwarten. Wer ein dynamisches Tennisangebot mit Konfigurationsmöglichkeiten sucht, ist hier richtig.
Tiptorro – Tipico unter neuem Namen, deutsch reguliert
Tiptorro ist die Marke hinter der Tipico-Gruppe, betrieben von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta. Die App wird im App Store offiziell als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL“ beschrieben. Die Erlaubnis besteht seit Juni 2021, die Folgeerlaubnis datiert auf Dezember 2022. Tiptorro steht für eine breite Marktstellung im deutschen Sportwetten-Markt, das Tennisangebot ist im Hauptfeld breit, die Quoten sind wettbewerbsfähig, die Mobile-App ist im App Store vertreten.
AdmiralBet – der Anbieter mit langer Erlaubniskette
AdmiralBet ist seit Oktober 2020 auf der Whitelist, betrieben von der Greentube Betting Malta Limited. Die Erlaubniskette umfasst drei Daten: die erste Erlaubnis am 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis am 13. Dezember 2022 und eine weitere am 29. Juli 2024 – drei Stempel, die eine durchgehende Aufsicht belegen. Der Anbieter führt neben dem Sportwetten-Angebot auf Admiralbet.de auch ein separates Angebot für virtuelle Automatenspiele auf slots.AdmiralBet, das eine eigene Erlaubnis seit September 2022 trägt. Für Spielende, die einen beständigen Anbieter mit dokumentierter Erlaubnis suchen, ist AdmiralBet ein Kandidat.
Winamax – 0 % Wettsteuer und Tennis-Streaming
Winamax ist seit Juni 2021 auf der Whitelist, betrieben von der WINAMAX S.A. Der Anbieter bewirbt im Footer seiner Website „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025, in der Winamax bei 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das Streaming-Angebot Winamax TV überträgt Live-Streams aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von allen vier Grand-Slam-Turnieren, von ATP- und WTA-Turnieren sowie von der NBA und NFL direkt im Kundenkonto. Für die French Open heißt das: Live-Streams der Matches, kombiniert mit Satz-Livewetten, kombiniert mit einer Steuer, die der Anbieter selbst trägt. Wer die Kombination aus niedriger Marge, Tennis-Streaming und Steuerfreiheit sucht, landet bei Winamax.
bet-at-home – beständig, schweigsam, reguliert
bet-at-home ist seit November 2020 auf der Whitelist, betrieben von der Bet-at-home.com Internet Limited. Die Erlaubniskette umfasst zwei Daten: 2. November 2020 und 22. Dezember 2022. Das Profil ist zurückhaltend: solide Quoten, breites Sportangebot, keine auffälligen Marketingaktionen. Das ist kein Nachteil, sondern eine Positionierung: Wer einen Anbieter sucht, der seit Jahren auf dem Markt ist und sich an die Regeln hält, ohne mit Sonderaktionen zu werben, findet hier eine Wahl. Für das Tennisangebot auf Sand heißt das: Pre-Match-Quoten, Livewetten auf Sätze, keine auffälligen Extras.
DAZN Bet – der späte Einsteiger mit Sportvermarkter im Rücken
DAZN Bet ist seit August 2023 auf der Whitelist, betrieben von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Malta. Der Anbieter trägt den Namen des Sportstreaming-Dienstes DAZN und bringt dessen Marke in den Wettmarkt. Das Angebot ist neu, die Erlaubnis ist kurz, die Tennis-Quote und das Livewetten-Angebot müssen sich im Markt erst etablieren. Für Spielende, die auf einen Anbieter mit Sportvermarkter im Hintergrund setzen, ist DAZN Bet eine Option, die mit dem Reifegrad des Angebots wächst.
888sport – britischer Mutterkonzern, deutsche Erlaubnis
888sport gehört zur 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Die deutsche Sportwetten-Erlaubnis besteht seit Juni 2021, die Folgeerlaubnis datiert auf Dezember 2022. Das Profil ist breit: 888 ist international aufgestellt, das Sportangebot umfasst die üblichen Disziplinen, die Tennisquoten liegen im Mittelfeld. Für Spielende, die einen Anbieter mit internationalem Hintergrund und deutscher Erlaubnis suchen, ist 888sport eine Wahl, die das Markenvertrauen der britischen Holding mit der deutschen Aufsicht kombiniert.
NEO.bet – der Anbieter mit deutschem Anstrich
NEO.bet ist seit Oktober 2020 auf der Whitelist, betrieben von der Greenvest Betting Limited. Die Erlaubniskette umfasst zwei Daten: 9. Oktober 2020 und 22. Dezember 2022. Der Anbieter tritt im deutschen Markt mit einem designorientierten Auftritt auf, das Sportangebot ist solide, die Tennisquoten sind wettbewerbsfähig, das Livewetten-Angebot ist im Standard. Für Spielende, die einen Anbieter mit jungem Markenauftritt und beständiger Erlaubnis suchen, ist NEO.bet eine Option im oberen Drittel der Whitelist-Anbieter.
Was ein Spielende mit Blick auf die French Open mitnimmt
Wer auf Roland Garros wettet, hat zwei Wochen Zeit, sieben Runden Herren, sechs Runden Damen, hunderte Matches. Die Wahl des Anbieters ist die halbe Miete. Wer die niedrigste Marge sucht, vergleicht die Quoten, nicht die Logos. Wer Live-Streams sehen will, ohne ein zweites Abo abzuschließen, achtet auf das Streaming-Angebot. Wer die Steuer nicht selbst tragen will, sucht einen Anbieter, der sie übernimmt. Wer mit einem 1.000-€-Limit pro Monat auskommen muss, plant den Einsatz über die zwei Wochen.
Die French Open 2026 sind gelaufen, der nächste Turnier steht vor der Tür. Die Marktstruktur bleibt: zehn Anbieter mit Whitelist, drei Anbieter mit auffälligen Tennis-Profilen, ein Anbieter mit Tennis-Streaming und Steuerfreiheit. Wer wettet, wettet gegen eine Marge, die zwischen 5 und 30 Prozent liegt, je nach Markt und Zeitpunkt. Wer das akzeptiert, hat einen klaren Blick auf das, was kommt.
Häufige Fragen zu French Open Wetten
Wer hat die French Open 2026 im Herren- und im Dameneinzel gewonnen?
Bei den Herren setzte sich Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli durch, bei den Damen gewann Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Beide Finals fanden im Stade Roland Garros in Paris statt, das Turnier lief vom 24. Mai bis zum 7. Juni 2026.
Wie unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicapwetten bei Tennisturnieren?
Eine Siegwette setzt auf den Ausgang eines Matches oder eines Turniers, die Quote fällt, je kürzer die Reststrecke ist. Eine Satzwette setzt auf das Ergebnis eines einzelnen Satzes, also ein kürzeres Ereignis mit höherer Volatilität. Eine Handicapwette gleicht einen klaren Favoriten durch einen virtuellen Vorsprung an, der Außenseiter bekommt Games oder Sätze gutgeschrieben.
Welche Livewetten sind während eines Tennismatches in Deutschland erlaubt?
In Deutschland sind Livewetten auf den Endausgang des laufenden Spiels erlaubt sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Beim Tennis zählt der nächste Satz, nicht der nächste Punkt oder der nächste Einstand. Wetten auf den nächsten Punkt, den nächsten Korb oder ähnliche Mikrount Ereignisse sind nicht erlaubt.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Siegwette aus Einsatz und Quote, und wie wirkt die Wettsteuer?
Bei einer Quote von 1,90 und einem Einsatz von 100 € ergibt eine siegreiche Wette eine Bruttoauszahlung von 190 € und einen Nettogewinn von 90 €. Die Wettsteuer von 5,3 % wird vom Veranstalter geschuldet, der Anbieter kann sie aber vom Einsatz, vom Gewinn oder gar nicht abziehen, je nach AGB. Bei einem Anbieter, der die Steuer vom Einsatz abzieht, verringert sich der effektive Einsatz, der Nettogewinn fällt entsprechend niedriger aus.
Woran ist auf der GGL-Whitelist zu erkennen, ob ein Anbieter für Tennis eine deutsche Erlaubnis hat?
Die Whitelist führt pro Inhaber die erlaubten Domänen, die Erlaubnisart (Sportwetten, virtuelle Automatenspiele, Pferdewetten) und das Datum der Erteilung. Für Tenniswetten ist die Sportwetten-Erlaubnis auf einer .de-Domain relevant. Wer dort steht, ist reguliert. Wer dort nicht steht, ist in Deutschland unerlaubt, unabhängig von einer Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan.
Was geschieht mit einer Wette, wenn ein Spieler aufgibt oder ein Match abgebrochen wird?
Bei einer Aufgabe verliert der aufgebende Spieler das Match, eine Wette auf ihn verliert. Bei einem Abbruch, der am Folgetag fortgesetzt wird, läuft die Wette weiter, das Match gilt als fortgeführt. Bei einer Absage vor dem ersten Aufschlag wird der Einsatz in der Regel zurückgezahlt. Die genauen Regeln stehen in den AGB des Anbieters, sie sind nicht einheitlich und sollten vor einer Wette geprüft werden.
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