Wettanbieter mit Paysafecard: Was die Prepaid-Karte beim Wetten kostet
Paysafecard gehört seit Jahren zu den bekanntesten Prepaid-Zahlungsmitteln in Deutschland. Wer bei einem Wettanbieter einzahlt, ohne Bankverbindung oder Kreditkarte preiszugeben, landet fast automatisch bei der 16-stelligen PIN. Doch wer die Karte für Sportwetten nutzen will, sieht sich mit einer Besonderheit konfrontiert, die in der Werbung selten vorkommt: In Deutschland ist die anonyme Einzahlung verboten, und die GGL verlangt die Verknüpfung mit einem Konto auf den eigenen Namen.

Stand: 17. Oktober 2026. Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der jeweiligen Anbieter.
Was Paysafecard ist und wie sie beim Wetten funktioniert
Paysafecard wurde im März 2000 in Wien als paysafecard Wertkarten AG gegründet. Seit August 2015 gehört das Unternehmen zur Paysafe Group, früher unter dem Namen Optimal Payments bekannt. In der Europäischen Union wird Paysafecard seit dem 29. Oktober 2019 unter einer irischen E-Geld-Lizenz ausgegeben, die von der Central Bank of Ireland reguliert wird. Die Paysafe Prepaid Services Limited führt die Marken Paysafecard und PaysafeCash; auf der deutschen Website ist die PaysafeCard.com Wertkarten GmbH als Betreiberin genannt.

Das Grundprinzip: 16-stellige PIN statt Bankkonto
Wer eine Paysafecard erwirbt, erhält einen Bonbonpapier-starken Beleg mit einem 16-stelligen Code. Dieser Code wird an der Kasse des Wettanbieters eingegeben, das Guthaben ist sofort verfügbar. Die Karte funktioniert damit wie Bargeld im digitalen Raum – nur ohne dass ein Bankkonto hinterlegt werden muss. Der Vorteil für Spielende, die ihre Bankdaten nicht an einen Glücksspielanbieter weitergeben wollen, liegt auf der Hand.
Die Grenzen des anonymen Prinzips
Was die Karte auszeichnet, ist in Deutschland gleichzeitig ihr größtes Hindernis. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 verbietet in § 6b Absatz 4 ausdrücklich die Nutzung anonymer Zahlungsmittel. Einzahlungen dürfen nur von einem Zahlungskonto erfolgen, das auf den Namen der spielenden Person lautet und von einem Institut geführt wird, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Die Konsequenz: Wer bei einem Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis einzahlen will, muss ein verifiziertes myPaysafe-Konto anlegen, anstatt einfach einen 16-stelligen Code einzulösen. Der Code allein funktioniert bei den meisten Anbietern nicht mehr.
Die Rechtslage: Was die GGL verlangt und warum Paysafecard trotzdem nutzbar bleibt
Die Whitelist als einziger Maßstab
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) ist die zentrale Regulierungsbehörde für Sportwetten in Deutschland. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet und führt die offizielle Whitelist nach § 9 Absatz 8 des Glücksspielstaatsvertrags. Die Whitelist vom 2. Oktober 2026 listet 30 Einträge – 27 Veranstalter mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei reine Pferdewetten-Anbieter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, wobei eine .de-Domain allein noch keine Erlaubnis belegt.

Erlaubnis und Inhaber: Wer hinter den Domains steht
Als Anbieter von Bet365.de etwa führt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Für Vbet.de ist die SCGO Limited in St. Julian’s, Malta, eingetragen, die Sportwetten-Erlaubnis besteht seit dem 5. Dezember 2023. Die erste Erlaubnis läuft nach § 4c Absatz 1 GlüStV fünf Jahre; die Whitelist nennt nur Ausstellungsdaten, kein Enddatum. Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist, darf Sportwetten annehmen – andere Erlaubnisse des Inhabers, etwa für Slots, Poker oder Casino, sind gesonderte Lizenzen mit eigenen Regeln.
Was darf gewettet werden, was nicht
Erlaubt sind Fixed-Odds-Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse im Spiel, einzeln oder als Kombiwette. Livewetten während eines laufenden Ereignisses sind nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente erlaubt – und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis ebenso; der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball dagegen nicht. Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße und deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Esport-Wetten sind nach GGL-Praxis nicht möglich, da Esport nicht als Sport anerkannt wird; virtuelle Sportwetten sind nicht etabliert.
Spielerschutz: Welche Limits und Schutzmechanismen gelten
Teilnahme ab 18 Jahren, ein Konto pro Anbieter
Die Teilnahme an Sportwetten ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Pro Anbieter darf nur ein Konto mit vollständiger Verifizierung geführt werden. Vor der Verifizierung kann ein Anbieter das Spiel für maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen ermöglichen.
Das Einzahlungslimit: 1.000 € pro Monat als Standard
Das zentrale Werkzeug zum Spielerschutz ist das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 €, das nach § 6c Absatz 1 GlüStV für alle Anbieter gemeinsam gilt und über die LUGAS Limitdatei durchgesetzt wird. Ein Anbieter darf für eine Einzelperson ein höheres Limit festlegen – bis 10.000 €, bei bis zu einem Prozent seiner aktiven Spielenden sogar bis 30.000 € – aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung genügt nicht. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.
OASIS, LUGAS und der Panikbutton
OASIS ist die bundesweite Sperrdatei, die bei Registrierung und Anmeldung abgefragt wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn die spielende Person einen Zeitraum benennt, sonst mindestens ein Jahr. LUGAS umfasst neben der Limitdatei die Aktivitätsdatei, die paralleles Spielen bei mehreren Anbietern verhindert. Der Panikbutton nach § 6i Absatz 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen – ein Umstand, der für Spielende, die sich selbst Grenzen setzen wollen, den entscheidenden Unterschied macht.
Boni und Freebets: Was die Werbung verschweigt
Der Teufel steckt in den Umsatzbedingungen
Wettanbieter werben mit Einzahlungsboni, Freebets oder risikofreien Wetten. Was die Werbung selten klarstellt: Die meisten Willkommensangebote sind an Umsatzbedingungen geknüpft, die das eigene Geld eine Weile lang binden. Ein Einzahlungsbonus verdoppelt die erste Einzahlung, verlangt aber, dass der Bonusbetrag – oder Bonus plus Einzahlung – mehrfach zu einer Mindestquote eingesetzt wird, bevor eine Auszahlung möglich ist. Die genauen Bedingungen legt jeder Anbieter in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen fest; der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Vorschrift, die Höhe oder Umsatz eines Sportwetten-Bonus begrenzt.
Was eine Freebet wirklich wert ist
Eine Freebet hat einen entscheidenden Nachteil gegenüber einem Bonus in Echtgeld: Wird die Wette gewonnen, gibt es den Gewinn ohne den Freebet-Einsatz zurück. Wer eine Freebet im Wert von 10 € zu einer Quote von 2,00 setzt und gewinnt, erhält 20 € ausgezahlt – nicht 30 €. Der Wert der Freebet bemisst sich am erwarteten Gewinn abzüglich der impliziten Marge des Marktes, auf dem sie eingesetzt wird. In der Praxis ist eine Freebet deutlich weniger wert, als der Nennwert suggeriert.
Die Frist nicht übersehen
Viele Anbieter setzen Fristen, innerhalb derer die Umsatzbedingungen erfüllt werden müssen. Wer die Frist verstreichen lässt, verliert Bonus und möglicherweise die damit erzielten Gewinne. Die Bedingungen sollten vor der Annahme eines Bonus vollständig gelesen werden, nicht erst bei der Auszahlungsanfrage.
Zahlungsabwicklung: Mindestbeträge, Höchstbeträge und Gebühren
Mindest- und Höchstbeträge bei Paysafecard
In Deutschland gelten für Paysafecard ohne Registrierung höchstens 50 € pro Transaktion, mit Registrierung bis zu 1.500 € pro Transaktion. Diese Limits sind länderspezifisch und können je nach Verkaufsstelle variieren. Bei den meisten Wettanbietern liegt die Mindesteinzahlung per Paysafecard zwischen 5 € und 10 €. Betway etwa setzt 5 € an, Winamax, AdmiralBet und Wettarena verlangen jeweils 10 €.
Gebühren, die sich summieren
Paysafecard ist nicht in allen Fällen kostenlos. Für einen Gutschein fällt 30 Tage nach dem Kauf eine monatliche Gebühr von 4 € an, vermeidbar durch die Registrierung eines PaysafeCard-Kontos. Für das Konto selbst werden ab dem 13. Monat ohne Kontotransaktion 2 € pro Monat berechnet. Der Rücktausch von Paysafecard-Guthaben kostet 5 % des Auszahlungsbetrags, höchstens 5 € pro Rücktausch. Wer das Guthaben auf seinem Paysafecard-Konto nicht regelmäßig nutzt, zahlt also drauf.
Auszahlung: Zurück auf das myPaysafe-Konto
Eine Besonderheit von Paysafecard im Wettkontext: Auszahlungen sind nicht auf einen 16-stelligen Code möglich, sondern nur auf das verknüpfte myPaysafe-Konto. Bei Betway etwa beträgt der Mindestbetrag für eine Auszahlung per Paysafecard 10 €, die Bearbeitung dauert in der Regel weniger als 24 Stunden, häufig weniger als 12 Stunden. Welche Auszahlungswege ein Anbieter sonst anbietet, hängt vom jeweiligen Anbieter ab.
Wettsteuer: Wer sie zahlt und wie sie sich auswirkt
Die Sportwettensteuer ist nach §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriengesetzes geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was rund 5,03 % des eingesetzten Betrags entspricht. Die Steuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht von der spielenden Person. Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, entscheidet jeder Anbieter selbst. ODDSET etwa erhebt 5 % Quotenabschlag auf den Bruttogewinn, Interwetten nach seinen Sportsbook-Regeln 5,3 % auf den Auszahlungsbetrag.
Die besten Wettanbieter mit Paysafecard im Überblick
Die folgende Rangliste umfasst zehn Anbieter, die auf der Whitelist der GGL vom 2. Oktober 2026 mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Die Reihenfolge ist keine Empfehlung; sie spiegelt die Reihenfolge der Whitelist-Einträge. Welcher Anbieter Paysafecard konkret annimmt, welche Mindestbeträge gelten und welche Auszahlungswege angeboten werden, hängt vom jeweiligen Anbieter ab.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status | Inhaber der Erlaubnis | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| Sportwetten.de | Erlaubt | NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| Sportingbet | Erlaubt | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | Erlaubt | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Tiptorro | Erlaubt | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| VBet | Erlaubt | SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Winamax | Erlaubt | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| Interwetten | Erlaubt | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| Tipwin | Erlaubt | Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | Erlaubt | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| NEO.bet | Erlaubt | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
Sportwetten.de – Solider Einstieg mit 100-€-Bonus
Sportwetten.de gehört zu den ersten Anbietern mit deutscher Erlaubnis und wird von der NetX Betting Limited betrieben. Die Willkommensaktion verdoppelt die erste Einzahlung bis maximal 100 € und wird ab einer Ersteinzahlung von 10 € sofort gutgeschrieben. Maßgeblich ist die erste online getätigte Einzahlung. Welche Zahlungsmethoden Paysafecard einschließen, regeln die AGB des Anbieters.
Sportingbet – Schnelle Auszahlungen über verschiedene Wege
Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited geführt und zahlt Gewinne ab einem Mindestbetrag von 10 € aus. Per Debit- oder Kreditkarte dauert eine Auszahlung 2 bis 4 Werktage, per eWallet wie PayPal, Skrill oder NETELLER innerhalb von 8 Stunden, per Banküberweisung in 3 bis 5 Werktagen. Bearbeitungsgebühren werden nicht erhoben. Ob Paysafecard als Ein- und Auszahlungsmethode zur Verfügung steht, ist den aktuellen AGB zu entnehmen.
ODDSET – 5 % Quotenabschlag auf Gewinne
ODDSET wird von der Oddset Sportwetten GmbH betrieben, einer Marke mit langer Tradition im deutschen Sportwettenmarkt. Die AGB sehen eine Gebühr von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette vor, den sogenannten Quotenabschlag. Nach Abzug der Gebühr ergibt sich der für die Auszahlung maßgebliche Nettogewinn. Welche Zahlungsmethoden unterstützt werden, variiert; Paysafecard sollte direkt beim Anbieter geprüft werden.
Tiptorro – Deutsche Marke unter maltesischem Dach
Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten. Das Unternehmen beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Welche Ein- und Auszahlungsmethoden angeboten werden, ist der Anbieter-Website zu entnehmen.
VBet – Erlaubnis seit Dezember 2023
VBet wird von der SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, betrieben. Die Sportwetten-Erlaubnis der GGL besteht seit dem 5. Dezember 2023 – einer der jüngeren Einträge auf der Whitelist. Die angebotenen Zahlungsmethoden sollten vor der Anmeldung geprüft werden.
Winamax – Paysafecard ab 10 € ohne Gebühren
Winamax wird von der WINAMAX (Société anonyme) betrieben und nimmt Paysafecard mit einer Mindesteinzahlung von 10 € ohne Gebühren an. Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets selbst. Die Einzahlung muss einmal zur Auszahlung umgesetzt werden – bei einer Obergrenze von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Damit ist Winamax einer der wenigen Anbieter im Test, der Paysafecard bestätigt annimmt.
Interwetten – 5,3 % Quotenabschlag auf Gewinne
Interwetten wird von der Interwetten Gaming Limited betrieben. Nach den Sportsbook-Regeln (Version 1.1, Stand 29.05.2024) wird im Gewinnfall der Auszahlungsbetrag durch einen 5,3 %igen Quotenabschlag reduziert. Die genauen Zahlungsmethoden und Limits sind in den AGB des Anbieters geregelt.
Tipwin – 7-facher Umsatz mit Mindestquote 1,80
Tipwin wird von der Tipwin Limited betrieben. Der Sportwetten-Willkommensbonus beträgt 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €. Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden. Pro Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 tragen zum Umsatz bei. Welche Zahlungsmethoden Paysafecard einschließen, regelt der Anbieter in seinen AGB.
AdmiralBet – Paysafecard ab 10 € bestätigt
AdmiralBet wird von der Greentube Betting Malta Limited betrieben und führt Paysafecard mit einer Mindesteinzahlung von 10 € und ohne Transaktionsgebühren des Anbieters. Die Mindesteinzahlung variiert je nach Zahlungsmethode und liegt zwischen 5 € und 10 €. Einzahlungen können erst ausgezahlt werden, nachdem sie eingesetzt wurden. Damit ist AdmiralBet neben Winamax einer der wenigen Anbieter im Test, der Paysafecard nach eigenen Angaben annimmt.
NEO.bet – Erlaubnis seit Oktober 2020
NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben. Die Sportwetten-Erlaubnis der GGL besteht seit dem 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 22. Dezember 2022 erteilt. Welche Zahlungsmethoden im Detail unterstützt werden, ist der Anbieter-Website zu entnehmen.
Was eine Paysafecard-Einzahlung beim Wettanbieter konkret kostet
Wer Paysafecard beim Wettanbieter nutzt, zahlt selten direkt am Schalter des Anbieters – die Gebühren entstehen an anderer Stelle. Die 4-€-Monatsgebühr ab dem 31. Tag nach dem Gutscheinkauf trifft jeden, der seine Karte nicht innerhalb eines Monats aufbraucht. Die Kontoführungsgebühr von 2 € ab dem 13. Monat ohne Transaktion trifft Inhaber eines myPaysafe-Kontos, die es nicht regelmäßig nutzen. Der Rücktausch von Guthaben kostet 5 %, maximal 5 € pro Vorgang. Hinzu kommen die Quotenabschläge einzelner Anbieter, die nichts mit Paysafecard zu tun haben, aber den Nettogewinn weiter schmälern.
Die Rechnung fällt ernüchternd aus: Eine Einzahlung von 50 € ist nach 30 Tagen nur noch 46 € wert, wenn sie nicht aufgebraucht wird. Wer das Restguthaben nach sechs Monaten auf sein Bankkonto zurücktauscht, verliert weitere 5 %. Die Prepaid-Karte ist damit kein kostenloses Zahlungsmittel, sondern eines mit einer klaren Haltbarkeitsdauer.
Offshore-Anbieter und das Zahlungsverbot
Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten wie etwa Platincasino. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis unterliegen weder OASIS noch LUGAS, kennen das 1.000-€-Limit nicht und ermöglichen paralleles Spielen ohne Kontrolle. Sie akzeptieren häufig anonyme Zahlungsmittel, die bei lizenzierten Anbietern tabu sind. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; ein Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Die Schlussanträge des EuGH-Generalanwalts Nicholas Emiliou vom 19. März 2026 halten es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist eine offene Frage, keine Garantie.
Häufige Fragen
Ist Paysafecard bei Wettanbietern mit deutscher Erlaubnis nutzbar?
Ja, aber nicht als anonyme Einzahlung. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 verbietet anonymer Zahlungsmittel; Einzahlungen müssen von einem Konto auf den eigenen Namen kommen. Bei den meisten Anbietern läuft die Paysafecard-Einzahlung deshalb über ein verifiziertes myPaysafe-Konto, nicht über einen 16-stelligen Code an der Kasse.
Warum verlangen Anbieter ein myPaysafe-Konto statt eines einfachen Codes?
Die Pflicht zur Verifizierung folgt aus § 6b Absatz 4 GlüStV: Zahlungen müssen von einem Konto in der eigenen Person stammen. Das verifizierte myPaysafe-Konto erfüllt diese Anforderung, ein anonymer 16-stelliger Code nicht. Wer bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis einzahlen will, kommt an der Registrierung bei myPaysafe nicht vorbei.
Welche Höchstbeträge gelten für Paysafecard in Deutschland?
Ohne Registrierung sind bis zu 50 € pro Transaktion möglich, mit Registrierung bis zu 1.500 € pro Transaktion. Diese Limits sind länderspezifisch und können je nach Verkaufsstelle abweichen. Die meisten Wettanbieter setzen zudem eigene Mindestbeträge, die unabhängig von den Paysafecard-Limits gelten.
Welche Gebühren fallen bei Paysafecard an?
Ab dem 31. Tag nach dem Kauf eines Gutscheins wird eine monatliche Gebühr von 4 € fällig, vermeidbar durch die Registrierung eines PaysafeCard-Kontos. Für das Konto selbst werden ab dem 13. Monat ohne Transaktion 2 € pro Monat berechnet. Der Rücktausch von Guthaben kostet 5 % des Auszahlungsbetrags, höchstens 5 € pro Rücktausch.
Wie schnell und ab welchem Betrag sind Auszahlungen möglich?
Auszahlungen per Paysafecard laufen auf das myPaysafe-Konto, nicht auf einen neuen Code. Bei Betway etwa liegt der Mindestbetrag bei 10 €, die Bearbeitung dauert in der Regel weniger als 24 Stunden, häufig weniger als 12 Stunden. Andere Anbieter haben eigene Mindestbeträge und Bearbeitungszeiten, die in den AGB geregelt sind.
Was bedeutet es für Spielerschutz und Limits, wenn ohne OASIS-Anbindung gespielt wird?
Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Das 1.000-€-Monatslimit gilt dort nicht, paralleles Spielen ist nicht kontrollierbar, und eine Selbstsperre in einem deutschen Anbieter sperrt nicht automatisch für ausländische Plattformen. Wer sich selbst Grenzen setzen will, findet diesen Schutz nur bei Anbietern auf der GGL-Whitelist.
Zahlungen – gratiswetteninfo.com
Inhalt erstellt vom Team «gratiswetteninfo.com»
