Welche Sportwetten-App hält, was sie verspricht?
*Stand: 17. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)*
Eine Wett-App ist im deutschen Markt erst dann seriös, wenn ihr Anbieter eine Erlaubnis der GGL besitzt und auf der amtlichen Whitelist steht. Wer das prüft, hat den wichtigsten Filter schon gesetzt — alles andere, vom Cashout bis zum Live-Stream, ist Bedienungsfrage. Die folgende Einordnung ordnet zehn erlaubte Sportwetten-Apps nach genau dieser Reihenfolge: Erlaubnis zuerst, Funktionen und Konditionen danach.

Was eine Sportwetten-App in Deutschland leisten muss
Eine Sportwetten-App ist mehr als eine verkleinerte Webseite. Sie bündelt Wettprogramm, Ein- und Auszahlung, Wettschein, Cashout und Benachrichtigungen in einem Format, das mit einer Hand bedienbar bleibt. Wer in Deutschland per App wetten will, zahlt dafür denselben Preis wie am Desktop: 5,3 % Sportwettensteuer auf den Einsatz, gerechnet auf den Einsatz minus die Steuer selbst — also rund 5,03 % vom eingezahlten Betrag. Diese Steuer trägt der Veranstalter; ob er sie weiterreicht, steht in seinen AGB.
Die zweite Konstante: dasselbe monatliche Einzahlungslimit von 1.000 €, das jeder erlaubte Anbieter ans LUGAS-System meldet. Erlaubt sind Wetten ab 18 Jahren mit einem verifizierten Konto auf den eigenen Namen. Die Verifizierung läuft in jeder App ähnlich, der Auszahlungsweg führt immer auf das Konto, von dem eingezahlt wurde.

Woran eine seriöse Wett-App zu erkennen ist
Seriös ist im deutschen Recht kein Werbeversprechen, sondern ein Status: Die App gehört einem Veranstalter, den die GGL auf ihrer Whitelist führt. Dieses Verzeichnis ist amtlich und wird im Glücksspielstaatsvertrag 2021 in § 9 Abs. 8 als einziger Maßstab genannt. Die Liste enthält ausschließlich .de-Domänen — wer eine andere Endung anbietet, ist kein erlaubter Anbieter, auch wenn die App im App Store auftaucht.
Zum Stichtag 2. Oktober 2026 verzeichnet die Whitelist 30 Einträge mit Sportwettenerlaubnis. Eine Erlaubnis wird für fünf Jahre erteilt und kann verlängert werden; im Register erscheinen Ausstellungsdaten, kein Enddatum. Wer prüfen will, muss den Eintrag auf der Whitelist prüfen: Dort steht der Markenname bwin, nicht eine andere Endung.
Hilfreich ist der Blick auf den App-Store-Eintrag selbst. Seriöse Anbieter nennen den Veranstalter im Impressum und in der Store-Beschreibung — oft sitzt der eigentliche Anbieter in Malta, weil dort viele europäische Sportwettenveranstalter ihre Hauptverwaltung haben, doch die deutsche Erlaubnis bleibt beim genannten Veranstalter. Fehlt dieser Hinweis oder verweist die App auf eine nichteuropäische Lizenz ohne deutsche Whitelist-Erlaubnis, ist Vorsicht angebracht.
Rechtslage: Erlaubnis, Spielerschutz und was gerade vor Gericht verhandelt wird
Die deutsche Regulierung folgt dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV), in Kraft seit 1. Juli 2021. Die GGL in Halle (Saale) erteilt die bundesweite Erlaubnis für die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV), überwacht und sanktioniert (§ 28a). Parallel existieren OASIS — die Sperrdatei für Spielerinnen und Spieler — und LUGAS, in dem Limitdatei und Aktivitätsdatei das Einzahlungslimit und das parallele Spielen quer über alle Anbieter protokollieren.

Offshore ist im deutschen Recht schlicht unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta gilt hier nicht; die GGL warnt regelmäßig vor illegalen Angeboten — am 17. September 2026 ausdrücklich vor Anbietern wie Platincasino. Strafbar macht sich nach §§ 284, 285 StGB, wer veranstaltet oder wirbt; Spielerinnen und Spieler werden in der Praxis nicht verfolgt, der Verlust des Einsatzes bleibt aber bestehen.
Zivilrechtlich ist die Lage in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; im Verfahren fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Am 19. März 2026 hat Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) für möglich gehalten, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze erstatten müssen — eine Position, keine Entscheidung, doch die Tendenz zeigt Richtung Verbraucher. Kein Leser sollte sich darauf verlassen: Wer bei einem nicht erlaubten Anbieter wettet, hat keine Garantie auf Rückzahlung.
Spielerschutz: was in jeder App eines erlaubten Anbieters gilt
Drei Regeln greifen unabhängig vom Gerät: das Lebensalter (ab 18), das eigene Konto auf den Namen der spielenden Person (§ 6a GlüStV) und das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 €, das jeder erlaubte Anbieter an die zentrale Limitdatei meldet. Vor der Verifizierung darf maximal 72 Stunden mit höchstens 100 € Einsatz gespielt werden, eine Auszahlung ist in dieser Phase nicht möglich.
Wer sein Limit anheben will, muss wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen, ein Selbsterklärung reicht nicht. Anbieter dürfen das Limit nur in den vom Gesetz vorgesehenen Stufen erhöhen, höchstens bis 30.000 € und nur für einen kleinen Kreis aktiver Spielender. Senkungen wirken sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
OASIS, die bundesweite Sperrdatei, wird bei jeder Registrierung und jedem Login abgefragt. Eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, wenn die Person eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen — wer dort spielt, fällt durch sämtliche Schutznetze.
Boni und Gratiswetten: was Versprechen kosten
Ein Willkommensbonus, eine Gratiswette, ein Quotenboost — die Werbung klingt meist risikolos, die Rechnung wird selten mitgeliefert. Die App zeigt den Bonus, das Kleingedruckte steht in den AGB. Drei Größen entscheiden, was ein Angebot tatsächlich kostet: das Bonusguthaben, der Mindestumsatz (Faktor) und die geforderte Mindestquote pro Wette. Manche Anbieter multiplizieren nur das Bonusguthaben, andere Bonussumme plus Einzahlung; die Bedingungen unterscheiden sich deutlich.
Gratiswetten lohnen sich nicht als Wette um ihrer selbst willen. Bei einer typischen Gratiswette über 10 € zu Quote 4,00 und einer Auszahlungsquote von 95 % bleibt ein durchschnittlicher Wert, der den Nominalwert deutlich unterschreitet — den Einsatz erhält die spielende Person am Ende ohnehin nicht zurück. Wer sich Gratiswetten als festen Bestandteil der Bankrollplanung vorstellt, hat die Rechnung ohne den Buchmacher gemacht.
Quotenboosts sehen auf den Wettschein besser aus, als sie im Schnitt sind. Der Boost ist eine einzelne, erhöhte Quote, eingebettet in ein Quotengerüst, dessen Marge der Anbieter weiterhin selbst festlegt. Wer daraus eine Strategie ableitet, vergleicht Äpfel mit Birnen: Das eine ist eine Marktentscheidung der App, das andere ein Marketing-Move.
Auf drei Klauseln sollte jede Spielerin und jeder Spieler vor der Aktivierung achten: die Frist (oft sieben bis 30 Tage), die erlaubten Wettarten (häufig nur Einzelwetten, Mindestquote 1,50 oder 2,00) und die Regel zur Auszahlung. Wer das übersieht, sitzt auf einem Bonusguthaben, das nie zu echtem Geld wird.
Mobile unterwegs: App, Browser, Benachrichtigungen
Die meisten erlaubten Anbieter liefern drei Zugänge: eine native App für iOS, eine für Android und die Browserversion. Die App ist schneller, schickt Push-Benachrichtigungen für Tore und Spielstände und öffnet den Wettschein per Face ID oder Fingerabdruck. Der Browser erspart den Download, kostet aber Push-Rechte und ist auf älteren Smartphones träger.
Wettanbieter werben gern mit Funktionen, die nur in der App laufen. „Cash Out“ bezeichnet den Verkauf des Wettscheins vor Ablauf — bei MERKUR BETS steht der Betrag fest, sobald die Scheine abgerechnet sind, auch wenn der Cashout-Knopf schon früher gedrückt wird. „Wetten-Konfigurator“ bündelt mehrere Märkte eines Spiels zu einer Wette (bet365). „Live-Stream“ überträgt Hunderttausende Veranstaltungen pro Jahr (bet365). Welche Funktion in welcher App tatsächlich verfügbar ist, schreibt jeder Anbieter in seine Store-Beschreibung — und schaltet sie teils erst nach Verifizierung und Mindestguthaben frei (Betano).
Stabilität entscheidet im Alltag. Wer auf dem Weg zum Bahnhof schnell eine Livewette setzt, braucht eine App, die nicht am Ticketschalter abstürzt. Eigene Beobachtungen und die Bewertungen im Store zeigen, dass dieselbe Engine auf iOS oft reagiert wie auf Android — wer ein Gerät hat, das eine Vorabversion nicht verträgt, sollte die App auf einem zweiten Gerät testen, bevor er einzahlt.
Die zehn erlaubten Sportwetten-Apps im Vergleich
Die folgende Übersicht ordnet die zehn Wettanbieter, deren .de-Sportangebot die GGL am 2. Oktober 2026 auf der Whitelist führt. Wer dort nicht steht, ist im Folgenden auch nicht aufgeführt. Sämtliche Angaben stammen aus der amtlichen Liste und aus der App-Store-Beschreibung der jeweiligen Anwendung.
| Anbieter | Whitelist-Status | Erlaubnisinhaber | Erstdatum der Erlaubnis |
|---|---|---|---|
| Bet3000 | Whitelist Sportwetten | I.B.C. Sportsbetting Limited (Sliema, Malta) | 22.04.2026 |
| bpremium | Whitelist Sportwetten | Ladbrokes (Deutschland) Limited (Gzira, Malta) | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) |
| VBet | Whitelist Sportwetten | SCGO Limited (St. Julian’s, Malta) | 05.12.2023 |
| DAZN Bet | Whitelist Sportwetten | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| 888sport | Whitelist Sportwetten | 888 Germany Limited | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| bwin | Whitelist Sportwetten | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
| Tipico | Whitelist Sportwetten | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022) |
| MERKUR BETS | Whitelist Sportwetten | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| Sportingbet | Whitelist Sportwetten | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) |
| NEO.bet | Whitelist Sportwetten | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
Bet3000 — der späte Neue auf der Whitelist
Die Erlaubnis für Bet3000 trägt das Datum 22. April 2026 und ist damit die jüngste Stammerlaubnis in dieser Auswahl. Veranstalter ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Wer auf neuere Bedienoberflächen Wert legt, sollte die App probeweise installieren — bei so kurzer Marktpräsenz fehlt die breite Stammkundenbasis, an der sich eine Oberfläche über Jahre schleift.
bpremium — die Ladbrokes-Ausprüstung für Deutschland
bpremium gehört zur Ladbrokes-Gruppe; die Betreiberin sitzt in Gzira, Malta und ist im maltesischen Handelsregister unter C92799 eingetragen. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Für Leserinnen und Leser zählt, dass eine britische Wettgröße hierzulande unter deutschem Recht auftritt, nicht unter UKGC.
VBet — SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s
Die Erlaubnis für VBet ist seit dem 5. Dezember 2023 in der Whitelist eingetragen, Veranstalter ist die SCGO Limited aus St. Julian’s, Malta. Der Markenname taucht international in mehreren Märkten auf; im deutschen Markt ist VBet ein Newcomer mit GGL-Erlaubnis, kein internationaler Marktführer.
DAZN Bet — Sportrechte aus dem TV ins Wettprogramm
Die App wird im App Store von der IBID Malta Limited angeboten, als Betreiberin für den deutschen Markt ist die DZBT Operations Limited genannt. Die GGL führt die Erlaubnis seit dem 22. August 2023. Der Markenklang DAZN zieht Erwartungen an Übertragungsrechte nach sich; die App selbst verspricht Livewetten und Cash Out im Wettschein — ob die Streams aus dem Mutterkonzern in der App laufen, sagt die Beschreibung nicht.
888sport — der börsennotierte Markenkern
Die 888sport gehört zur 888 Germany Limited, die wiederum Teil der 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist. Die Aktie ist seit September 2005 an der Londoner Börse notiert. Die GGL-Erlaubnis startete am 30. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Die Firmenkonstruktion erklärt, warum die App-Stores mehrere 888-Marken führen — die deutsche Sportwetten-App trägt die .de-Erlaubnis der hiesigen Tochter.
bwin — die älteste Erlaubnis mit breiter Feature-Palette
Bwin gehört zur bwin (Deutschland) Limited, Erlaubnis seit 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Die App-Store-Beschreibung wirbt mit manuellem und automatischem Cashout, Live-Streams, Live-Statistiken, Kombi-Boost und Quoten-Boost — eine Funktionsdichte, die nur wenige Mitbewerber in der Beschreibung so vollständig benennen. Eine Garantie, dass jede Funktion in jeder Liga zur Verfügung steht, ist das nicht.
Tipico — Cashout als Namensbestandteil
Die Tipico-App wird im Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten; die Whitelist führt die Erlaubnis der Tipico Co. Limited seit 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022. Cashout („Tipico Cashout“) und Livewetten während laufender Fußballspiele sind fester Bestandteil der Store-Beschreibung. Die Marke ist die sichtbarste im deutschen Markt — Sichtbarkeit ist keine Lizenz, hier aber vorhanden.
MERKUR BETS — Spielautomaten und Sportwetten unter einem Dach
Merkur Bets Malta Limited veranstaltet das Angebot hinter MERKUR BETS, Erlaubnis seit 6. November 2023. Die App bündelt Sportwetten und MERKUR SLOTS; mehr als 70 Sportarten und 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten nennt die Store-Beschreibung. Beim Cashout wird der angezeigte Betrag erst nach Ende aller Spiele auf dem Schein ausgezahlt — der Knopf „verkauft“ das Papier, das Geld kommt später.
Sportingbet — Spielbank-Tradition trifft Online-Wetten
Die Sportingbet (Deutschland) Limited nennt im Impressum die behördliche Erlaubnis zum Veranstalten von Sportwetten vom 21. Dezember 2022 sowie eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele vom 15. November 2022; die Aufsichtsbehörde ist die GGL. Die Whitelist führt die Erlaubnis seit 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.
NEO.bet — die Greenvest-Ausgründung
Hinter NEO.bet steht die Greenvest Betting Limited, Whitelist-Erlaubnis seit 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Die App beschreibt sich selbst als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz; Funktionen sind Live-Quoten, Cashout und Teil-Cashout. Eine kleinere Marke, formal vollständig im Whitelist-Spiegel.
Funktionsumfang im Detail: was die zehn Apps können
Die zehn Anbieter ähneln sich in den Grundfunktionen und unterscheiden sich in den Details. Fast jede App nennt Cashout, Livewetten, ein- oder mehrstufige Kombiwetten und denselben Satz an Zahlungsmethoden. Die Store-Beschreibungen variieren: bet365 wirbt mit „Wetten-Konfigurator+“, der beliebte Märkte zu einer Wette bündelt, und listet Debitkarte, PayPal und paysafecard als Zahlungsmethoden. Betano nennt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem für LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL — Live-Streaming allerdings nur für verifizierte Kundinnen und Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben.
bwin tritt mit der längsten Funktionsliste an: Cashout (manuell und automatisch), Live-Streams, Live-Statistiken, Kombi-Boost und Quoten-Boost. Tipwin ergänzt Videoübertragung ausgewählter Ereignisse und Live-Statistiken, bet-at-home kombiniert Live-Wetten, Cash-Out und Bet-Builder mit Live-Scores von Flashscore und Fotmob. sportwetten.de (NetX Betting Limited) packt Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out, Live Match Tracker, PayPal-Einzahlungen und Face-ID-Login in eine App. Interwetten, MERKUR BETS und Tiptorro runden das Feld mit jeweils eigenen Schwerpunkten ab.
Diese Aufzählung liest sich wie ein Werbeprospekt, und das ist Absicht: Die Funktionen sind echt, ihr Wert im Einzelfall ist eine andere Frage. Wer Cashout regelmäßig nutzt, merkt schnell, dass die Anzeige nicht immer den Endstand erreicht — MERKUR BETS schreibt das selbst in seine Feature-Beschreibung.
Unterwegs wetten: was Browser und App unterscheiden
Die Browserversion steht allen offen, die App verlangt einen Download. Beide ziehen ihre Daten von derselben Engine, beide tragen dieselbe Lizenz. Vorteile der App: Push-Benachrichtigungen für Tore, Spielstände und Quotenveränderungen; biometrische Anmeldung; schnellere Übergänge zwischen Ligen. Vorteile des Browsers: keine Installation, weniger Speicher, leichter Wechsel zwischen mehreren Anbietern im selben Tab.
Wer parallel bei mehreren Anbietern spielt, muss aktivitätsdateikonform bleiben — LUGAS registriert paralleles Spiel, OASIS fragt bei jedem Login. Das klingt nach Bürokratie, ist aber genau der Mechanismus, der die Einhaltung des Einzahlungslimits überhaupt erst möglich macht. Offshore-Anbieter sind hier außen vor.
Wie die Wahl unter den zehn Apps fällt
Wer in Deutschland wettet, hat nicht zehn Optionen, sondern eine Vorauswahl: Erlaubnis ja oder nein. Alle zehn hier genannten Apps sind erlaubt; verglichen werden Funktionen, Marktbreite und Eigenheiten der Bedienung. Ein Tipp, welcher Anbieter „gewinnt“, ist an dieser Stelle fehl am Platz — die richtige App hängt davon ab, welche Sportarten, welche Wettmärkte und welche Zahlungswege eine Leserin oder ein Leser tatsächlich nutzt.
Die Reihenfolge der Aufzählung ist alphabetisch nach Markenname, nicht nach Empfehlung. Wer eine App installiert, sollte vor der ersten Einzahlung drei Schritte gehen: AGB und Bonusregeln lesen, das Einzahlungslimit im Profil setzen, eine kleine Testauszahlung anstoßen, sobald das Konto verifiziert ist. Wer diese drei Schritte geht, hat die gröbsten Fehler vermieden — unabhängig davon, welche App es am Ende wird.
Häufige Fragen zu Sportwetten-Apps
Welche Sportwetten-App ist die beste, und welche Kriterien zählen über die Quoten hinaus?
Die beste App ist die eines Anbieters, der auf der GGL-Whitelist steht und damit erlaubt ist. Wer über die Quote hinaus entscheidet, sollte drei weitere Punkte prüfen: die Bedienung der App auf dem eigenen Smartphone, die Vielfalt der angebotenen Märkte und Boni, vor allem aber die Bonusbedingungen — Mindestquote, Umsatzfaktor und Frist entscheiden, was ein Bonus wert ist.
Wie wird eine Sportwetten-App sicher heruntergeladen, und woran ist die offizielle App eines erlaubten Anbieters zu erkennen?
Der sichere Weg führt über den Apple App Store oder Google Play; Drittanbieter und APK-Downloads außerhalb des Stores bergen Risiken. Die offizielle App erkennt man am Eintrag des Veranstalters in der Store-Beschreibung (etwa „bwin (Deutschland) Limited“ für bwin), an der Verlinkung zur Website des Anbieters und an der Erwähnung der GGL oder der deutschen Lizenz. Im Zweifel erst die Whitelist prüfen, dann die App installieren.
Wie lässt sich prüfen, ob die Betreiberin einer App auf der GGL-Whitelist steht?
Die Whitelist liegt auf der Website der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Sie führt unter anderem Domain, Veranstalter und Datum der Erlaubnis; das Register ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV der einzige Maßstab. Wer eine App öffnet und keine passende .de-Domain findet, hat es mit einem nicht erlaubten Anbieter zu tun — unabhängig davon, wie überzeugend die App wirkt.
Welche Zahlungsmethoden wie PayPal werden in Sportwetten-Apps angeboten, und welche Regel gilt für das Konto?
Erlaubte Anbieter akzeptieren vor allem Debitkarte, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Kreditkarte und — bei Betano — Apple Pay, Google Pay und Betano Cash. Rechtlich gilt § 6b Abs. 4 GlüStV: Eingezahlt werden darf nur von einem Konto, das auf den Namen der spielenden Person läuft und von einem Geldwäschegesetz-Verpflichteten geführt wird. Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten sind damit ausgeschlossen.
Wie wirken sich Boni mit Wettguthaben in der App auf die Auszahlung aus, etwa durch Umsatzbedingungen und Mindestquote?
Boni binden das Guthaben bis zur Erfüllung der Umsatzbedingungen: ein Faktor (oft 5x bis 10x) auf das Bonusguthaben oder auf Bonus plus Einzahlung, eine Mindestquote (häufig 1,50 oder 2,00), eine Frist (sieben bis 30 Tage). Erst nach erfülltem Umsatz darf das Bonusguthaben zusammen mit dem Eigengeld ausgezahlt werden. Wer die Frist verpasst oder unter die Mindestquote fällt, verliert das Bonusguthaben — auch den Gewinn daraus.
Gelten das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat und die OASIS-Sperre in jeder App eines erlaubten Anbieters?
Ja. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat greift quer über alle erlaubten Anbieter, gemeldet über die zentrale LUGAS-Limitdatei (§ 6c Abs. 1 GlüStV); OASIS wird bei Registrierung und Login abgefragt und sperrt bei Eigenantrag mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an beides nicht angeschlossen; dort gilt, was die Betreiberfirma selbst festlegt.
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